Official Secrets: Filmrezension zum Spionagedrama von Gavin Hood
"Official Secrets" startet am 21. November im Kino und erzählt die reale Geschichte der britischen Whistleblowerin Katherine Gun, gespielt von Keira Knightley. Unterstützt wird die Schauspielerin von Matt Smith ("Dr. Who"), Ralph Fiennes ("Harry Potter") und dem Newcomer Adam Bakri.
Katherine Gun arbeitet als Übersetzerin für den britischen Geheimdienst. Nicht lange vor dem Beginn des Irak-Krieges im Jahr 2003 fällt ihr ein NSA-Memo in die Hände, das besagt, dass UN-Delegierte ausspioniert und erpresst werden sollen, um eine Resolution des Sicherheitsrates zu erzwingen, welche die bevorstehende Invasion legitimieren soll. Gun kann diese Vorgehensweise nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren und gibt das Dokument an die Presse weiter. Ein folgenreicher Schritt, der nicht nur sie selbst, sondern auch ihren Ehemann in Gefahr bringt.
Regisseur Gavin Hood ("X-Men Origins: Wolverine") rollt zusammen mit seinen Co-Autoren Sara und Gregory Bernstein ein Stück jüngerer skandalöser Geschichte auf, das im Angesicht heutiger politischer Ereignisse gern vergessen wird. Auch wenn der Film einige Journalismus-Klischees zutage fördert und die Zuschauer immerzu von seiner eigenen Dringlichkeit überzeugen möchte, ist ein mitreißendes, wenn auch nicht unbedingt psychologisch tiefgreifendes Politdrama entstanden.
Fazit: Gut besetztes und spannendes Spionagedrama über die psychologischen und juristischen Kämpfe einer Whistleblowerin.
