Lindenberg! Mach dein Ding: Filmkritik zum Musikerporträt
Durch seine Musik gab er dem deutschen Rock seine Muttersprache zurück: Udo Lindenberg ist eine Ikone der der deutschen Musikgeschichte. Mit seinem Panikorchester schrieb er seit den 1970er-Jahren legendäre Songs wie "Alles klar auf der Andrea Doria", "Cello", "Sonderzug nach Pankow" und ist immer noch als Künstler aktiv. Mit "Lindenberg! Mach dein Ding" verfilmte Regisseurin Hermine Huntgeburth nun die ersten Jahre seiner außergewöhnlichen Karriere. Der Kinostart des Biopics ist am 16. Januar.
Westfälische Provinz hier und Reeperbahn da, Libysche Wüste hier und Ost-Berlin dort: Der Werdegang des jungen Udo Lindenberg (Jan Bülow) war geprägt von Brüchen: Vom Sohn eines Installateurs und Alkoholikers über den jungen Kellnerazubi, langhaarigen Frauenschwarm und ambitionierten Schlagzeuger hin zu einem der ersten deutschen Rockstars, der es wagte, auf Deutsch - der Sprache der Täter - zu singen. Zwischen all dem lagen diverse Aufs und Abs, beruflich wie privat, und darüber die stetige Sehnsucht, sich zu beweisen.
Hermine Huntgeburth ("Die weiße Massai") inszeniert Udos Werdegang zum Rockstar flirrend und unstet, springt dabei zwischen den Zeitebenen als Kind, Teenager und junger Erwachsener herum. Mag ihr Biopic auch nicht den Flash eines "Bohemian Rhapsody" erzeugen, manchmal bei aller Extravaganz fast bieder wirken, so passt es doch ins Bild von Udo: nicht so viel Show, dafür umso mehr Authentizität.
Fazit: Sich zwischen bodenständig und rastlos bewegendes Porträt eines der ganz großen Ausnahmekünstler der deutschen Musikszene.

Häßlich war die nun auch nicht gerade. ;-)
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Es hat auch nicht immer mit dem äußeren zu tun, aber sehr wohl, wie die Damenwelt reagiert.
Lemmy, um hier ein åhnliches Beispiel (zumindest optisch) zu bringen, hatte Charisma für 10, Frauen schätzten ihn, waren auch gerne bei ihm, er war aber nie der Typ, um den sich die Damenwelt riss.
Ich habe jetzt mal mit n paar Damen, die die damalige Zeit als junge Erwachsene mitbekommen haben geredet. Dass Teens und Frauen Lindenberg jetzt als mehr als interessanten Künstler wahrgenommen haben, kam nicht raus. Ein Image als Frauenschwarm war allen nicht bekannt.
Es geht um den Begriff, nicht darum, ob, wen, wie und wie viel.
Btw. Hut und Sonnenbrille kamen erst in den Mitte 80ern, also so mit 40+.
Wenn sein Blick nicht gerade etwas scheel war, kann ich mir schon vorstellen, dass er in jüngeren Jahren Anziehung haben konnte.
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Charisma ist halt auch nicht ganz unwichtig. ;)