Waves: Kritik zum emotionalen Familiendrama von Trey Edward Shults
In diesem ruhigen Familiendrama erzählt Regisseur Trey Edward Shults (It Comes At Night) die Geschichte eines Teenagers, dessen Vater ihn immer weiter ansport. Doch sein Sohn hält dem dadurch entstehenden Druck nicht stand. Der Film startet am 19. März in die deutschen Kinos.
Tyler setzt sich in der Schule vor allem beim Ringsport unter Druck. Sein strenger Vater Roland treibt ihn zusätzlich zu Höchstleistungen an. So sehr sogar, dass Tyler eine Schulterverletzung verschweigt, was ihm letztendlich seine sportliche Zukunft kostet. Hinzu kommt, dass seine schwangere Freundin ihn verlässt. Mit Alkohol und Schmerzmittel betäubt er sich, bis es schließlich zur Katastrophe kommt. Der Rest der Familie und vor allem seine kleine Schwester Emily müssen lernen, ihr Leben weiterzuleben und wieder zusammenzufinden.
Autor und Regisseur Trey Edward Shults schildert visuell etwas zu überambitioniert die Geschichte eines Sohnes, der an den gut gemeinten, aber letzten zerstörerischen erzieherischen Druck seines Vaters zerbricht. Die zweite Hälfte seines Films schildert in ruhigerer und auf einfühlsamere Weise von der Heilung einer Familie, die droht, alles zu verlieren. In einem beeindruckend spielenden Darsteller-Ensemble kann insbesondere Newcomerin Taylor Russell glänzen.
Fazit: Erst visuell konfuses, dann aber einnehmend-unaufgeregtes Familiendrama über eine Zukunft nach einem tragischen Verlust.
