Die Känguru Chroniken: Kritik zur satirischen Buchverfilmung mit Marc-Uwe Kling
Mit seinem Episodenroman "Die Känguru-Chroniken" landete der Autor Marc-Uwe Kling einen literarischen Hit. Nach der Veröffentlichung von drei weiteren Bänden und einer Adaption für das Theater erscheint nun die Verfilmung des satirischen Werkes. Regie führte Dani Levy (Berlin, I Love you) und wie im Hörspiel wird das Känguru von Marc-Uwe Kling selber gesprochen.
Das Leben des erfolglosen Kleinkünstlers Marc-Uwe verändert sich für immer, als ein sprechendes kommunistisches Känguru mit einer Vorliebe für Schnapspralinen und Eierkuchen zu seinem Mitbewohner wird. Das gemeinsame WG-Glück hält nur für kurze Zeit, denn der Industrie-Magnat Jörg Dwigs möchte den gesamten Berliner Wohnblock der beiden abreißen, um dort einen monströsen und symbolkapitalistischen Wolkenkratzer aufzustellen.
Wahrscheinlich vor allem für Fans der Vorlage geeignet, verknüpfen Regisseur Dani Levy und Autor Marc-Uwe Kling zahlreiche kurze Erzählungen miteinander und schaffen es gerade so, eine kohärente Geschichte zusammenzuflicken. Manche Witze zünden, andere wirken wiederum äußerst bemüht. Ein gut animiertes Känguru, zahlreiche mit der filmischen Erzählform spielende Meta-Gags und Anspielungen auf moderne Filmklassiker können allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass selbst im Kontext satirischer Überspitzung viele der Figuren extrem klamaukhaft daherkommen.
Fazit: Ohne Vorlagen-Kenntnis eventuell schwer, den Kult nachzuvollziehen. Für alle anderen ein gefundenes Känguru-Fressen.

Schon interessant zu sehen, was sich daraus inzwischen entwickelt hat.