The Sisters Brothers: Filmrezension zur Westernkomödie
In den 1850er-Jahren verkaufen die beiden gegensätzlichen Brüder und Revolverhelden Charlie und Eli Sisters ihre Dienste an den Meistbietenden. Bei ihrem neuen Auftrag sollen sie den Goldgräber Hermann Kermit Warm, der ihren Auftraggeber bestohlen haben soll, ins Jenseits befördern. Doch je länger die Jagd auf Kermit dauert, desto größer werden die Zweifel an dem Auftrag. Die Actionkomödie ist eine Adaption des gleichnamigen Wildwestromans von Patrick deWitt und wurde von Jacques Audiard verfilmt. Im Cast sind unter anderem John C. Reilly, Joaquin Phoenix und Jake Gyllenhaal vertreten.
Amerika im Jahr 1851: Obwohl die Brüder Charlie und Eli Sisters unterschiedlich ticken - der eine schießwütig, der andere besonnen - arbeiten sie als Killer-Duo für den mächtigen Commodore. Ihr neues Ziel ist der Chemiker Hermann Warm, der eine Formel entwickelt hat, die Flussgold sichtbar macht. Während der Scout Morris das Opfer ausspäht, reiten die Sisters-Brüder den beiden quer durch den Westen hinterher, um den Mord auszuführen. Unterwegs zweifeln sie ihren Auftrag und schließlich das große Ganze an ...
In vielerlei Hinsicht wirkt die Adaption des Romans von Patrick deWitt wie ein klassischer Western, in dem die Zeit alter Outlaws einmal mehr vor deren Augen abläuft. Der Franzose Jacques Audiard versetzt den Film aber mit einem feinen Humor, der gegen Ende in bittere Ironie umschlägt, und vielen skurrilen Ideen, was die wendungsreiche Story zum wunderbar eigensinnigen Genrebeitrag macht. Der starke Cast und der Score von Alexandre Desplat tragen das Übrige zum Gelingen bei.
FAZIT: Humorvoll-satirischer Goldrausch-Western mit einem stimmig besetzten Ensemble.
