Judy: Filmkritik zum Biopic mit Renée Zellweger
Mit gerade einmal 17 Jahren wurde Judy Garland durch ihre Rolle der Dorothy aus "Der Zauberer vom Oz" zum Weltstar. Der Theaterregisseur Rupert Goold bringt nun eine Verfilmung ihres Lebens auf die Leinwand und erzählt von den Schwierigkeiten, die die gefeierte Schauspielerin im Erwachsenenalter zu durchstehen hatte. Kinostart ist am 2. Januar 2020.
Mit "Der Zauberer von Oz" von 1939 wurde Judy Garland weltbekannt. Viele weitere Hollywoodfilme mit ihr folgten, wobei der knurrige MGM-Chef Louis B. Mayer die Teenagerin mit Strenge und Tabletten malträtierte. Die geraubte Kindheit blitzt in "Judy" in Technicolor-Rückblenden auf, der Fokus des Biopics liegt aber auf Garlands Aufbäumen vor ihrem frühen Tod mit 47 Jahren. 1968 ist Garland längst abgeschrieben. Um ihre Schulden zahlen zu können und das Sorgerecht für ihre drei Kinder zu erhalten, verpflichtet sie sich für fünf Konzertwochen in einem Londoner Nachtclub. Doch die Auftritte der angekratzten Frau stehen jederzeit auf der Kippe ...
Rupert Goold fokussiert das Biopic auf Garlands Spätphase, über der die Drangsalierungen als Kinderstar wie ein Schatten liegen - schließlich liegen dort die Gründe für ihre Drogenprobleme und Schwermut. Das Highlight des besonnen inszenierten Dramas ist der Oscar-würdige Auftritt von Renée Zellweger als Garland. Zellweger hält den Film nicht nur zusammen - sie ist der Film.
Fazit: Stimmiges Schauspielerkino über das tragische Schicksal der Hollywood-Ikone Judy Garland, die von Renée Zellweger brillant verkörpert wird.
