Vox Lux: Rezension zum Popstar-Drama
Celeste erleidet 1999 einen schweren Rückschlag. Anschließend soll sie bei einem Gedenkgottesdienst mitsingen. Aus dem einmaligen Auftritt wird jedoch mehr und aus der Trauernden wird ein Popstar. Ihre Schwester schreibt ihr die Songs und ihr Talentmanager führt sie zum Ruhm und so wird sie eine der ganz Großen in der Branche. Dann wird es wegen einem Skandal ruhig um sie. 2017 versucht sie ihr Comeback mit dem sechsten Studio-Album.
Nur mit knapper Not und mit einer schmerzhaften Wirbelsäulenverletzung überlebt Celeste einen Amoklauf an ihrer Schule. Das Lied, das sie zusammen mit ihrer Schwester Eleanor komponiert und bei der Trauerfeier vorträgt, berührt die gesamte Nation und macht das junge Mädchen zum Superstar. Die Mischung aus Ruhm und Trauma hinterlassen aber auch über ein Jahrzehnt später diverse Spuren bei der Popmusikerin: Sie behandelt ihr Schwester schlecht, von ihrer Tochter hat sie sich entfremdet, Missbrauch von Drogen und Alkohol stehen an der Tagesordnung.
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Autor und Regisseur Brady Corbet zeichnet ein düsteres Gesellschaftsporträt und spart dabei auch das Entertainmentbusiness nicht aus. Ein Geschäft, in dem selbst ein ehrlicher Ausdruck von Trauer und Verlust mit Zeit und Ruhm zu einer zynischen Parodie seiner selbst verdreht werden kann. Auch wenn Corbet diesen Punkt gelegentlich etwas verwässert, stürzt sich Hauptdarstellerin Natalie Portman mit voller Wucht in die innerlich zerrissene Rolle.
Fazit: Trauriger Schlag ins Gesicht des Entertainment-Business, in dem künstlerische Ambitionen häufig korrumpiert werden.
