The Dead Don't Die: Filmkritik zur Zombie-Komödie
Centerville ist ein kleines Städtchen, in dem die Polizisten nicht viel zu tun haben, denn Kriminalität ist scheinbar kaum vorhanden. Dumm nur, dass die Zombie-Apokalypse darauf keine Rücksicht nehmen will. Niemand im Ort weiß nun, wie er mit der Flut an Untoten umgehen soll, doch drei etwas eingerostete Polizisten nehmen sich dem Problem trotzdem an.
Brauchen wir noch einen Zombie-Film? Angesichts der multimedialen Schwemme an Untoten müsste die Antwort "nein" lauten. Es sei denn ein für lakonisch-poetische Ironie bekannter Regisseur wie Jim Jarmusch versucht dem Genre neue Impulse zu geben. Doch die beschränken sich in The Dead Don't Die eher auf Marginalien. Am ehesten gilt das noch für die Besetzung, denn noch nie hatte eine Menschenfresser-Mär Stars wie Bill Murray, Tilda Swinton oder Adam Driver vorzuweisen.
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Alles dreht sich erneut um ein Szenario, in dem eine amerikanische Kleinstadt von hungrigen Wiederauferstandenen heimgesucht wird. Das bietet Anklänge an George Romero's Die Nacht der lebenden Toten und kleine Ansätze für politische Satire - etwa wenn Steve Buscemi mit einer "Keep America White Again" Baseball-Mütze herumläuft. Die Charaktere kommentieren das blutige Geschehen mit postmoderner Distanzierheit oder mutieren zu Filmzitaten - Tilda Swinton etwa wird zur Kopie von Uma Thurmans Kill Bill-Heldin. Das alles ergibt eine sanft amüsant-unterhaltsame Themenvariation, zwingend notwendig war diese aber sicher nicht.
Fazit: Kultregisseur Jim Jarmusch versucht sich an einem Kultgenre - das Resultat bietet Kurzweil, aber keine Originalität.
