21 Bridges: Filmkritik zum Thriller von Brian Kirk
Das neueste Werk des "Game-of-Thrones" Regisseurs Brian Kirk ist ein hochkarätig besetzter Action-Thriller. "21 Bridges" erzählt von einer Nacht in Manhattan, in welcher ein Cop in kürzester Zeit zwei Killer finden und verhaften muss. Doch nicht nur die Zeit setzt den Detective unter Druck. Denn der Fall stellt für ihn die letzte Chance dar, um seinen Job zu retten. "21 Bridges" startet am 06. Februar in den deutschen Kinos.
Die Idee, die hinter Brian Kirks 21 Bridges steckt, ist so klar und griffig, dass sie fast genial ist: Eine nächtliche Drogenübergabe in New York geht schief, die Polizei taucht auf, es kommt zur Schießerei. Mehrere Cops werden brutal niedergeknallt, die beiden Verantwortlichen fliehen. Andre Davis ist ein Ermittler der Mordkommission, und er vermutet, dass die beiden Täter sich in Manhattan versteckt halten. Es gelingt ihm, seine Vorgesetzten zu überzeugen, in dieser Nacht die 21 Brücken, die die Insel Manhattan mit dem Festland verbinden, etwa drei Stunden lang abzusperren. So viel Zeit bleibt ihm also, um die beiden Killer zu finden.
21 Bridges spielt nahezu in Echtzeit und ist von Game-of-Thrones-Regisseur Brian Kirk ebenso spannend inszeniert wie eine Folge von 24. Davis (gespielt von Chadwick "Black Panther" Boseman) und seine Partnerin Frankie Burns (Sienna Miller) hetzen gestresst von einer Actionsequenz zur nächsten, und dabei decken sie eine riesige Verschwörung auf. Das Straßenlabyrinth Manhattans wird hierbei fast zu einem Charakter, die wilde Jagd durch New York ist stets stimmig inszeniert. Zu dumm nur, dass die große Verschwörung, die Davis und Burns aufklären müssen, eigentlich ziemlich abgedroschen ist. Wer das Krimi-Genre halbwegs kennt, der wird alle "Überraschungen" bereits im Voraus erahnen. Das ist schade, denn der Film hat auch große Stärken. Die Darsteller sind durch die Bank weg klasse (allen voran Sienna Miller), die Action ist blutig und krass, und die Spannung lässt nie nach. Zudem ist der Film erfrischend unprätentiös, und die kurze Laufzeit von nur 99 Minuten macht den Kinobesuch umso schmerzfreier. Dennoch bleibt am Ende nur ein großes Schulterzucken. Mag ein Film noch so gut inszeniert sein, wenn das Drehbuch nicht stimmt, helfen auch die coolsten Ballereien nicht.
Fazit: An sich ein unterhaltsamer und rasanter Action-Krimi. Schade nur, dass die Story eher abgedroschen ist.
