Must-See! 10 RegisseurInnen, die man kennen sollte - Teil 1
Damit ein Film entsteht, müssen viele verschiedene Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammengebracht werden: Drehbuch, Kamera, Ton, Ausstattung, Kostüme, Set Design - die Liste nimmt beinahe kein Ende. Doch die wichtigste Instanz, die durch ihren persönlichen Stil, ihre Vorstellungskraft und ihre Bildsprache dafür sorgt, dass der Film letztlich so aussieht wie er es tut, ist der/die RegisseurIn. Unsere Redaktion hat sich zusammengesetzt und eine Liste mit den RegisseurInnen erstellt, die uns als Filmfans und die Filmgeschichte am meisten geprägt haben.
Mit dem ersten Bild des Abspanns erscheint der Name der Regie zuerst. Sie ist die Person, mit der das Projekt "Film" steht und fällt, die dafür sorgt, dass ihre SchauspielerInnen zur Höchstform auflaufen und die einzelnen Aufnahmen durch ihre künstlerische Vision zusammengehalten werden. Viele sind inzwischen für ihre eigene Regiehandschrift bekannt und verkörpern dadurch ein bestimmtes Konzept, das unterschiedlichste Geschichten zu ihren eigenen macht.
Die Frage, wie man nun eine Auflistung der besten RegisseurInnen zusammenstellt, gestaltet sich mehr als schwierig. Konzentriert man sich auf Fakten oder eine rein subjektive Geschmackssache? Ist also ein Steven Spielberg an der Spitze der besten Filmemacher, weil er als erster Regisseur mehr als 10 Milliarden Dollar mit seinen Filmen verdient hat? Oder ist es dann doch ein Newcomer wie Ari Aster, der bisher nur zwei Filme drehte, aber damit das Genre des Horrorfilms neu erfand?
Ein Kompromiss findet sich, wenn man den Superlativ durch einen Hinweis austauscht: Nicht der/die beste RegisseurIn, sondern diejenigen, von denen man einfach mal einen Film gesehen haben sollte. Diese Liste sammelt also Künstler, die durch ihre Arbeit hinter der Kamera und ihre filmischen Ideen das Kino revolutionierten oder uns durch ihre Art des Filmemachens nachhaltig beeindruckt haben. Unsere Auswahl stellt somit keinen Anspruch an Vollständigkeit, sondern bietet Schlaglichter einer Kunstform, die mittlerweile seit über 100 Jahren existiert. Um aber etwas Ordnung in dieses Vorhaben zu bringen, stellen wir euch im ersten Teil des Specials RegisseurInnen vor, die schon fester Teil der Filmgeschichte sind oder nicht mehr unter uns weilen, bevor wir in Teil 2 weitere zehn Filmemacher nennen, die immer noch im Filmgeschäft tätig sind und die aktuelle Kinolandschaft beeinflussen.
Auf dieser Seite
- 1 Fritz Lang (5. Dezember 1890 - 2. August 1976)
- 2 Charlie Chaplin (16. April 1889 - 25. Dezember 1977)
- 3 Frank Capra (18. Mai 1897 - 3. September 1991)
- 4 Alfred Hitchcock (13. August 1899 - 29. April 1980)
- 5 Akira Kurosawa (23. März 1910 - 6. September 1998)
- 6 Orson Welles (6. Mai 1915 - 10. Oktober 1985)
- 7 Federico Fellini (20. Januar 1920 - 31. Oktober 1993)
- 8 Agnès Varda (30. Mai 1928 - 29. März 2019)
- 9 Stanley Kubrick (26. Juli 1928 - 7. März 1999)
- 10 François Truffaut (6. Februar 1932 - 21. Oktober 1984)
Fritz Lang (5. Dezember 1890 - 2. August 1976)
Quelle: Universum
Kinoplakat und Szenenbild zu "Metropolis"
Karrierejahre: 59
Gedrehte Filme oder Serien: 48
Zum Einstieg: "Metropolis" (1927), "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" (1931)
Der Österreicher Fritz Lang ist einer der erfolgreichsten Stummfilmregisseure seiner Zeit. Durch die Adaption von meist mythischen Stoffen wie den "Nibelungen" setzte er sich klar von seinen Kollegen ab und machte sich mit seinen technisch weit fortgeschrittenen Filmbildern einen Namen. Auch den Übertritt zum Tonfilm konnte er mit der Kriminalgeschichte "M - Eine Stadt sucht einen Mörder" von 1931 meistern, jedoch zwang ihn der Nationalsozialismus ins Amerikanische Exil, wo er nicht an seine früheren Erfolge anknüpfen konnte.
"Metropolis", der zu seinen bekanntesten Filmen zählt, wurde von Langs Reisen in die USA und New York inspiriert: Riesige Wolkenkratzer, bevölkerte Straßen und eine Schnelligkeit, die die Industrie und die Gesellschaft dominiert. Lang gestaltete mit diesem Film eine düstere Zukunftsvision, für die das Publikum der 1920er-Jahre scheinbar noch nicht bereit war: An den Kinokassen floppte der Streifen, sodass Lang seinen nächsten Film selbst finanzieren musste. Rückblickend stellt "Metropolis" jedoch einen maßgeblichen Startpunkt für das Genre des Science-Fiction dar.
Charlie Chaplin (16. April 1889 - 25. Dezember 1977)
Quelle: Warner Bros.
Kinoplakat und Szenenbild zu "Moderne Zeiten"
Karrierejahre: 63
Gedrehte Filme oder Serien: 73
Zum Einstieg: "Moderne Zeiten" (1936), "Der große Diktator" (1940)
Charlie Chaplin schrieb nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler Filmgeschichte. Typisch für seine Filme ist vor allem seine wiederkehrende Rolle, mit der er die Figur des sogenannten "Tramp" erschuf - ein ulkiger Landstreicher, der sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser hält. Mit seinem Slapstick und charakteristischem Schnurrbart kreierte Chaplin somit nicht nur ein persönliches Alter Ego, sondern eine Kultfigur, die auch von anderen Regisseuren in vielen weiteren Filmen zitiert wurde.
In "Moderne Zeiten" und "Der große Diktator" läuft dieser Tramp zur Höchstform auf: Während "Moderne Zeiten" mit Chaplins tagträumerischer Figur einen markanten Gegensatz zum Leistungsdruck des Kapitalismus darstellt, legt der Tramp als Hitler-Parodie die Schrecken des Zweiten Weltkriegs auf satirische Weise dem Publikum dar. Zwei Filme, die den Kern der Zeit und die Ängste der Gesellschaft zwar aufs Korn nehmen, aber dennoch nie ihre Ernsthaftigkeit und Tiefe verlieren.
Frank Capra (18. Mai 1897 - 3. September 1991)
Quelle: Warner Bros.
Kinoplakat und Szenenbild zu "Arsen und Spitzenhäubchen"
Karrierejahre: 42
Gedrehte Filme oder Serien: 56
Zum Einstieg: "Arsen und Spitzenhäubchen" (1934), "Ist das Leben nicht schön?" (1946)
In Italien geboren, zog Frank Capra im Alter von 5 Jahren mit seiner Familie in die USA. Eine Stellenausschreibung eines Filmstudios in San Francisco öffnete ihm später die Tür nach Hollywood, wo er als Regisseur angestellt wurde und Auftragsarbeiten der Studios abdrehte. Mit der Zeit konnte sich Capra von der Masse abheben, indem er einen eigenen, puristischen Stil entwickelte. Somit war er einer der ersten Regisseure des Hollywood- und Studiosystems, bei denen eine eigene künstlerische Handschrift erkennbar war.
In Erinnerung blieben vor allem Capras Komödien wie "Ist das Leben nicht schön?" und "Arsen und Spitzenhäubchen" - letzteres wird bis heute noch auf Theaterbühnen adaptiert. Seine humoristischen und teils überdrehten Geschichten kombinierte er stets mit nahbaren Themen wie der "Great Depression" der 1930er oder dem Topos des American Dreams. Zusammen mit einem Drehbuch, das stets pointierte und intelligent geschriebene Dialoge enthielt, wurde Capra so zu einem der einflussreichsten Regisseure der 1930er- und 1940er-Jahre.
Alfred Hitchcock (13. August 1899 - 29. April 1980)
Quelle: Paramount
Kinoplakat und Szenenbild zu "Vertigo"
Karrierejahre: 59
Gedrehte Filme oder Serien: 65
Zum Einstieg: "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" (1958), "Psycho" (1944)
Möchte man über die Geschichte des Films sprechen, kommt man um diesen Mann nicht herum: Der Brite Alfred Hitchcock schaffte es, mit seinen Thrillern dem Lexikon für Filmemacher ein paar der wichtigsten Begriffe des filmischen Storytellings hinzuzufügen. Einer von ihnen ist das "Suspense" - eine bestimmte Form der Spannung, die sich für den Zuschauer durch einen Wissensvorsprung gegenüber den Figuren des Films ergibt. Man ahnt also bereits, dass etwas Schlimmes passieren wird, während die Protagonisten noch keinen blassen Schimmer haben.
Hitchcock erweiterte allerdings nicht nur die Möglichkeiten der filmischen Dramaturgie, sondern auch der Aufnahmetechniken. In seinem Film "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" findet sich eine ungewöhnliche Kamerafahrt, die schlicht als "Vertigo-Effekt" oder "Dolly-Zoom" bezeichnet wird - obwohl er erstmals in Hitchcocks "Ich kämpfe um dich" von 1945 zu sehen war: Hierbei befindet sich die Kamera auf einem Wagen (dem Dolly), der auf ein Objekt entweder zufährt oder sich entfernt, das Bild jedoch entgegen der Bewegungsrichtung durch ein Zoom verändert wird. Heraus kommt eine Einstellung, die eine Sogwirkung projiziert. Diese Kameratechnik wird beispielsweise in Peter Jacksons "Der Herr der Ringe - Die Gefährten" (2001) aufgegriffen, als der Hobbit Frodo einen Waldweg entlang blickt und spürt, dass ihm die Ringgeister bereits auf der Spur sind. Weitere Beispiele für den Vertigo-Effekt könnt ihr euch hier ansehen.
Akira Kurosawa (23. März 1910 - 6. September 1998)
Quelle: Tōhō
Kinoplakat und Szenenbild zu "Die sieben Samurai"
Karrierejahre: 55
Gedrehte Filme oder Serien: 32
Zum Einstieg: "Rashomon - Das Lustwäldchen" (1950), "Die sieben Samurai" (1954)
Schon zu Beginn seiner Karriere war der Japaner Akira Kurosawa ein filmischer Tausendsassa: Eigentlich beim Regisseur Kajiro Yamamoto als Assistenz angestellt, kümmerte sich Kurosawa auch um das Drehbuch, Beleuchtung, Ton und Bühnenbilder. Diese Arbeitsmoral ging ihm nicht verloren, denn auch bei seinen eigenen Filmen war Kurosawa dafür bekannt, fast alle Aufgaben hinter der Kamera selbst zu übernehmen. Dies ermöglichte ihm allerdings bereits ab den 1940er-Jahren mit sehr limitierten Mitteln historische Filme von monumentaler Größe zu inszenieren.
Akira Kurosawa prägte jedoch nicht nur den japanischen Film, sondern auch das westliche Kino. Vor allem das Westerngenre lässt Einflüsse von Kurosawas Geschichten erkennen, denn viele der bekanntesten Italowestern sind im Prinzip Kopien von Kurosawas Samurai-Plots, die in ein Western-Setting mit Cowboys und trockenen Wüstenlandschaften versetzt wurden. Einer von Kurosawas bekanntesten Filmen - "Die sieben Samurai" - bildete beispielsweise die Vorlage für John Sturges' "Die glorreichen Sieben" aus dem Jahre 1960.
Orson Welles (6. Mai 1915 - 10. Oktober 1985)
Quelle: Everett Collection (Mercury)
Kinoplakat und Szenenbild zu "Citizen Kane"
Karrierejahre: 51
Gedrehte Filme oder Serien: 42
Zum Einstieg: "Citizen Kane" (1941), "Im Zeichen der Bösen" (1958)
Sucht man im Internet nach dem besten Film aller Zeiten, taucht "Citizen Kane" von Orson Welles beinahe immer an erster Stelle auf. Das analytisch konstruierte Drama um das Leben des Medienmoguls Charles Foster Kane war seiner Zeit weit voraus: Die Arbeit in Kostüm und Maskenbild war revolutionär, ebenso wie die perspektivenreiche Erzählstruktur. Welles, der neben der Regie und dem Drehbuch aus die Hauptrolle übernahm, erschuf einen Film, der noch Generationen später zitiert und verehrt wird.
Doch wie so oft war auch "Citizen Kane" ein Kunstwerk, dem von seinen Zeitgenossen kaum Beachtung geschenkt wurde. Der Film war ein finanzieller Misserfolg und erschwerte Welles' weitere Karriere maßgeblich. Um seine weiteren Projekte finanzieren zu können, musste er zwangsweise in vielen anderen Produktionen oder Werbefilmen als Schauspieler mitwirken. Ein großer Teil seiner Arbeiten gingen allerdings verloren, oder er konnte sie trotzdem aus finanziellen Gründen nicht abschließen.
Federico Fellini (20. Januar 1920 - 31. Oktober 1993)
Quelle: Cineteca di Bologna
Kinoplakat und Szenenbild zu "Das süße Leben"
Karrierejahre: 51
Gedrehte Filme oder Serien: 25
Zum Einstieg: "Das süße Leben" (1960), "Achteinhalb" (1963)
Über seine Tätigkeit als Drehbuchautor kam der Italiener Federico Fellini zum Kino. Besonders beeinflusste ihn die Zusammenarbeit mit Roberto Rossellini - ein Regisseur, der genauso an dieser Stelle hier stehen könnte wie Fellini, denn beide werden zu den wichtigsten Vertretern des "Italienischen Neorealismus" gezählt. Diese filmgeschichtliche Epoche fand seinen Ursprung in den Zeiten des Faschismus unter Diktator Mussolini und beschreibt ein Kino, das historische Romantisierung ablehnt und Geschichten aus dem Hier und Jetzt erzählt. Die Gesellschaft soll also mit all ihren Schichten und Facetten widerspiegelt werden, mit den guten wie den schlechten Seiten.
Fellinis "Das süße Leben" von 1960 tut genau das: Der Film begleitet in 174 Minuten den Boulevard-Journalist Marcello Rubini auf seinen Streifzügen durch die Partyszenen eines Roms der 1950er-Jahre. Das Leben der Reichen und Schönen wird dabei nicht stilisiert, sondern wirft einen kritischen Blick auf das Leben im Rausch, das die wirklich wichtigen Fragen des Lebens von den Menschen fernhält. Diese momenthaften Bilder aus Fellinis Werk inspirieren Regisseure bis heute, ein ähnlicher Figurentypus ist zum Beispiel in Paolo Sorrentinos "La Grande Bellezza - Die große Schönheit" (2013) zu finden.
Agnès Varda (30. Mai 1928 - 29. März 2019)
Quelle: Janus
Kinoplakat und Szenenbild zu "Cléo - Mittwoch zwischen 5 und 7"
Karrierejahre: 58
Gedrehte Filme oder Serien: 54
Zum Einstieg: "Cléo - Mittwoch zwischen 5 und 7" (1961), "Varda par Agnès" (2019)
Ihre Liebe zur Fotografie sorgte bald dafür, dass sich der Weg der studierten Kunsthistorikerin Agnès Varda mit dem Film kreuzte. Obwohl sie selbst der Meinung war, nicht viel über das Medium des bewegten Bildes zu wissen, hielt das sie nicht vom Schreiben ihres ersten Drehbuchs ab. Ihr Ansatz war somit intuitiv, instinktiv und stets mit dem Wunsch verbunden, Filme zu drehen, die aus ihrer Zeit gegriffen waren. So entstanden einzigartige Werke, dank denen die Filmemacherin von manchen Kritikern sogar als "Grand-mère de la Nouvelle Vague" (Großmutter des Nouvelle Vague) betitelt wird - eine Stilrichtung des französischen Kinos, das von den Regisseuren verlangt, ihr eigenes Empfinden durch einen Film auszudrücken und somit eine eigene Handschrift zu entwickeln.
Vardas Interesse für unterschiedliche Formen der Kunst lässt sich unter anderem in "Cléo - Mittwoch zwischen 5 und 7" wiederfinden: Der Film vermischt fiktionales und dokumentarisches, fotografisches Bildmaterial, während die Geschichte um Popsängerin Cléo das Wesen der Frau als Objekt reflektiert. Ein Thema, das für Vardas Zeit durchaus unüblich war und eine frische, weibliche Perspektive ins Kino brachte. Wer aber einen allgemeinen Blick auf das künstlerische Schaffen Vardas werfen möchte, kann ab dem 6. Februar 2020 eine biografische Dokumentation der Regisseurin im Kino sehen: "Varda par Agnès", ihr letzter Film.
Stanley Kubrick (26. Juli 1928 - 7. März 1999)
Quelle: Warner Bros.
Kinoplakat und Szenenbild zu "Uhrwerk Orange"
Karrierejahre: 48
Gedrehte Filme oder Serien: 16
Zum Einstieg: "Uhrwerk Orange" (1971), "Shining" (1980)
Der Amerikaner Stanley Kubrick war dafür bekannt, dass er sich in seinen Filmen nicht auf ein bestimmtes Genre beschränken lies. Sein Werk umfasst u. a. Kriegsdramen, Historienfilme, Science-Fiction und Horrorstreifen, bei denen er meist auch das Drehbuch selbst schrieb. Sich immer wieder dem Unbekannten auszusetzen und mit den Konventionen der Bilder zu spielen war für ihn der Reiz am Filmemachen. So sind seine Arbeiten stets auch Untersuchungen oder Neukonzeptionen der Genres, mit denen er sich befasste.
Zusätzlich ist Kubrick nicht nur für diesen Regiestil bekannt, sondern auch für den Umgang mit seinen Schauspielern: Während in "Uhrwerk Orange" einige Szenen erst durch die Improvisation des Hauptdarstellers Malcolm McDowell zustande kamen, bekam Jack Nicholson vor den Dreharbeiten des Horrorklassikers "Shining" zwei Wochen lang nur Käsebrote zu essen - ein Gericht, das Nicholson verabscheut. Dieses spezielle Catering sollte ihn jedoch in eine emotionsgeladene, aggressive Stimmung versetzen, um den wahnsinnigen Jack Torrance spielen zu können.
François Truffaut (6. Februar 1932 - 21. Oktober 1984)
Quelle: Raymond Cauchetier (Les Films du Carrosse / SEDIF)
Kinoplakat und Szenenbild zu "Jules und Jim"
Karrierejahre: 28
Gedrehte Filme oder Serien: 26
Zum Einstieg: "Jules und Jim" (1962), "Fahrenheit 451" (1966)
Für den früheren Filmkritiker François Truffaut stellte das Kino nicht nur ein Hobby, sondern ein Zufluchtsort dar. Alles, was der Franzose über Film wusste, brachte er sich durch die unzähligen Besuche in den Lichtspielhäusern während seiner Kindheit selbst bei. Wie auch Agnès Varda gehörte er zu den Regisseuren der Nouvelle Vague und orientierte sich an Erzählstrukturen, die sich von der Vorhersehbarkeit des sogenannten französischen Qualitätskinos abgrenzten. Zu seinen Vorbildern zählten Alfred Hitchcock, Jean Renoir und Roberto Rossellini.
Einer von Truffauts bekanntesten Filmen ist die Dreiecksgeschichte "Jules und Jim". Die Romanadaption von Henri-Pierre Roché ergänzte seine Spielfilmszenen mit Ausschnitten aus Nachrichtensendungen, Fotografien wie Panoramas und einem Erzählerkommentar. Um zudem die Leichtigkeit mancher Szenen einzufangen, wurden die Kameras sogar auf Fahrrädern befestigt, um eine natürlichere Bewegung zu simulieren.
Ein paar weitere Namen, die auch eine Erwähnung in unserer Liste verdient hätten:
Dario Argento, Ingmar Bergman, Luis Buñuel, Sergej M. Eisenstein, Jean-Luc Godard, Sergio Leone, Georges Méliès, Friedrich Wilhelm Murnau, Georg Wilhelm Pabst, Jean Renoir, Roberto Rossellini, John Singleton, Luchino Visconti, Billy Wilder
Welche(r) RegisseurIn hat euren Blick auf das Kino verändert? Schreibt es uns gern in die Kommentare.

Toll, da sieht man dann irgendwann den Wurfspeer eines Eingeborenen oder sonstwas durch den Raum fliegen. Toll.
Oder beim Hobbit sieht man, wie die Knöpfe der Jacke in richtigem 3D von der Jacken hüpfen.
Alleine schon, daß mr nicht mal ein herausragender 3D Moment bei Avatar einfällt, spricht schon für sich.
Und mal ganz ehrlich: Macht das den Film besser?
Oder ist das nicht einfach nur der Effekt-Kick für den Augenblick? Der im Gesamtkontext komplett egal ist?
Ich hab jedenfalls nach ganzen 2* 3D Filmen für mich beschlossen, daß 3D für meinen Filmkonsum völlig irrelevant ist.
* der zweite war der Alice im Wunderland Film mit Johny Depp
Wie kommts dass Cecil B. DeMille hier nicht gelistet wird? Sein Name ist Pflicht, denn erst durch ihn kam der Trend zu cineastischen XXL-Epen und großen Monumental-Filmen. Man denke nur an Die Zehn Gebote, König der Könige (von 1927, nicht der 1961er-Streifen), Samson und Delilah...
Die Berufsbezeichnung ist Regisseur, genause wie Sie Gesundheitspflerger, etc. ist. Wenn explizit auf die Person bezug genommen wird dann ist es Regiseurin.
Stellt Ihr jetzt auch den PC-Kult vor die Gramatik der Deutschen Sprache?
Schwach wenn noch nicht mal studierte Journalisten sich an die richtige Grammatik halten.
Kopfschüttel...
Ihr könnt gerne 10 Regiseurinnen aufzählen, aber dann bitte mit einem kleinen "i" schreiben...
Nicht Woke genug... ;-)
Mein Tip:
Kathryn Bigelow
kommt aus dem Kreis um James Cameron und hat viel mit den Schauspielern zusammengearbeitet die auch in dessen Filmen mitmachen.
Bill Pullman, Lance Hendriksen, ect...
Filme:
Near Dark
Strange Days
The Hurt Locker