Geheimtipps 2017: Zehn Kinofilme, die man sich merken sollte
Ein neues Kinojahr steht bevor - doch neben all den gigantischen Blockbustern, die 2017 mit sich bringt, starten auch einige kleinere, vielversprechende Filme. Wir haben zehn Titel herausgesucht, die trotz großem Potential Gefahr laufen, übersehen zu werden.
"Star Wars 8", "Die Schöne und das Biest", "Transformers 5", neues Superhelden-Futter - an gigantischen Blockbustern mangelt es dem neuen Kinojahr 2017 sicherlich nicht. Wir haben dennoch den Filmkalender durchforstet und zehn Titel herausgesucht, über die aktuell noch kaum gesprochen wird und die vielleicht noch nicht jeder auf seinem Radar hat.
Auf dieser Seite
- 1 Hell or High Water (12. Januar)
- 2 Den Sternen so nah (9. Februar)
- 3 Life (23. März)
- 4 Die versunkene Stadt Z (30. März)
- 5 40 Tage in der Wüste (13. April)
- 6 Baby Driver (31. August)
- 7 Geostorm (19. Oktober)
- 8 The Snowman (19. Oktober)
- 9 The Mountain Between Us (19. Oktober)
- 10 Red Sparrow (9. November)
Hell or High Water (12. Januar)
Gleich zu Beginn des Jahrs erscheint in den deutschen Kinos das moderne Western-Crime-Drama "Hell or High Water". Darin verkörpern Chris Pine ("Star Trek Beyond") und Ben Foster ("Warcraft: The Beginning") zwei Brüder, die einen Banküberfall planen, um die Ranch ihrer Familie zu retten. Doch Oscar-Preisträger Jeff Bridges ist ihnen als Ordnungshüter bereits auf den Fersen.
In den USA, wo "Hell or High Water" bereits Ende August startete, erhielt der Film durchgehend positives Feedback - auf "RottenTomatoes.com" steht er bei einer 98-Prozent-Wertung, an den US-Kinokassen fuhr er mehr als das doppelte seines 12-Millionen-Dollar-Budgets wieder ein. Die begeisterten Stimmen und der talentierte Cast machen den Streifen durchaus zu einem ernstzunehmenden Filmtipp.
Den Sternen so nah (9. Februar)
Gardner ist der erste auf dem Mars geborene Mensch und betritt mt 16 Jahren erstmals die Erde. Gemeinsam mit der abenteuerlustigen Tulsa entdeckt er die vielen Seiten des blauen Planeten und macht sich auf die Suche nach seinem Vater, den er noch nie gesehen hat. Doch er steht unter der Beobachtung der NASA: Projektleiter Shepherd weiß, dass Gardners Körperbau den Verhältnissen auf dem Mars angepasst und nicht für ein Leben auf der Erde geeignet ist.
Ein romantisches Abenteuer-Drama mit Sci-Fi-Elementen - Regisseur Peter Chelsom engagierte für die Inszenierung dieser bewegenden Geschichte die Jungstars Asa Butterfield ("Die Insel der besonderen Kinder") und Britt Robertson ("A World Beyond") in den Hauptrollen und stellt ihnen Nebendarsteller wie Carla Gugino und Gary Oldman zur Seite. Der Trailer verspricht viel Emotion und einige beeindruckende Bilder.
Life (23. März)
Und auch in diesem Geheimtipp geht es um den roten Planeten. Leben auf dem Mars - das ist jetzt nicht zwingend das originellste Filmkonzept der Geschichte, aber vor allem die Besetzung des Sci-Fi-Thrillers "Life" von Daniel Espinosa ("Safe House") weckt Interesse. Zu Jake Gyllenhaal ("Nightcrawler") und "Mission Impossible 5: Rogue Nation"-Star Rebecca Ferguson gesellt sich mit Ryan Reynolds auch Deadpool persönlich - dieses Mal aber in einer deutlich ernsteren Rolle.
Das Alien vom Mars sieht zwar eher wie eine kleine Pflanze aus, sorgt aber dennoch scheinbar für mächtig Gefahr auf der als Handlungsort fungierenden Raumstation. Der erste Trailer wirkt wie ein Mix aus "Alien" und "Gravity" - bereits zwei Monate vor dem offiziellen "Prometheus"-Sequel "Alien: Covenant" (Kinostart: 18. Mai) könnte "Life" schon mal für gelungene und spannende Unterhaltung im Weltraum sorgen.
Die versunkene Stadt Z (30. März)
"Die versunkene Stadt Z" ist Abenteuer-Drama und Biopic in einem. Mitte der 20er-Jahre findet der britische Entdecker Percival Fawcett im Amazonas-Dschungel hinweise auf eine verfallene Stadt, über die bisher niemand berichtet hat und die er "Z" tauft. Bei seiner Rückkehr nach Großbritannien schenkt ihm aber niemand Glauben. Deshalb macht sich Fawcett erneut auf, um Beweise zu sammeln - doch seitdem hat nie jemand wieder von ihm oder seinen Begleitern gehört.
Es ist eine faszinierende Geschichte, die wie gemacht ist für spannendes Abenteuerkino. James Grays Filmversion stützt sich dabei auch auf die Erkentnisse des Autors David Grann, der für sein gleichnamiges Buch von 2009 selbst Reisen in den brasiliansichen Dschungel unternahm und neue Hinweise auf Fawcetts Verschwinden aufdeckte. Mit "Pacific Rim"-Star Charlie Hunnam in der Rolle des verschollenen Entdeckers, sowie Sienna Miller, Robert Pattinson und dem neuen Spider-Man Tom Holland in den Nebenrollen, hat der Film zudem noch einen vielversprechenden Cast vorzuweisen.
40 Tage in der Wüste (13. April)
Regisseur Rodrigo Garcia nimmt ein relativ kurz beleuchtetes Kapitel aus der Bibel - und macht daraus ein Charakterdrama. Nachdem er von Johannes getauft wurde, geht Jesus für 40 Tage in die Wüste, um in völliger Einsamkeit Buße zu tun und mit Gott zu sprechen. Dabei trifft er allerdings auf den Teufel, der versucht, ihn von seinem Pfad abzubringen. Als dann auch noch eine Nomaden-Familie ins Spiel kommt, beginnt für Jesus ein Kampf, bei dem er nicht nur mit dem Teufel, sondern auch mit seinem eigenen Erlöser-Schicksal konfrontiert wird.
Ein menschlicher Blick auf den Charakter von Jesus in einer Stelle der Bibel, die bisher nur wenig Beachtung in der Filmwelt erhielt. Der besondere Clou in dieser Adaption: Ewan McGregor, der in der "Star Wars"-Prequel-Trilogie den Obi-Wan Kenobi spielte, verkörpert hier nicht nur Jesus, sondern gleichzeitig auch den Teufel. Bei den insgesamt nur fünf (!) Schauspielern im ganzen Film hat McGregor somit genug Möglichkeiten, sein ganzes Talent zu zeigen.
Baby Driver (31. August)
Seit "The World's End" (2013), dem Abschluss seiner hochgelobten "Cornetto"-Trilogie, hat Regisseur Edgar Wright keinen Film mehr herausgebracht. Seine Arbeit am Marvel-Streifen "Ant-Man" hatte er etwa eineinhalb Jahre vor Kinostart aufgrund kreativer Differenzen beendet. Jetzt meldet sich der 42-jährige Brite mit der Krimi-Komödie "Baby Driver" zurück - und der klingt genau nach dem, was sich die Fans von Wright wünschen: skurril, witzig, temporeich und toll besetzt!
Erzählt wird die Geschichte eines von Ansel Elgort ("Das Schicksal ist ein mieser Verräter") gespielten Fluchtwagenfahrers, der aufgrund seines jungen Aussehens nur "Baby" genannt wird. Zusätzlich hat er auch noch Tinnitus und hört deshalb ständig Musik über Kopfhörer. Eines Tages soll er für Gangsterboss Kevin Spacey ("House of Cards") einen Auftrag übernehmen und drei Gangster (u. a. "Django Unchained"-Star Jamie Foxx) in seinem Wagen herumfahren. Doch etwas geht schief und Babys große Liebe, gespielt von Lily James ("Cinderella") gerät ebenfalls in Gefahr.
Geostorm (19. Oktober)
Quelle: Universum
Für Gerard Butler (hier in "London Has Fallen") geht es bald als Satelittentechniker ins All, um im Sci-Fi-Kracher "Geostorm" das Ende der Welt zu verhindern.
Satellitendesigner Jake und sein Bruder Mx, die beide zerstritten sind, müssen verhindern, dass ein defekter Wetter-Satellit einen gewaltigen Sturm auslöst und damit die Erde vernichtet. Gleichzeitig muss Max' Freundin Sarah, eine Secret-Service-Agentin, gemeinsam mit dem Staatssekretär ein Attentat auf den US-Präsidenten verhindern.
Zugegeben.... Die Handlung des Langfilm-Regiedebüts von "Independence Day"-Produzent Dean Devlin klingt nicht gerade hochintelligent, aber für Fans von Roland Emmerich und Michael Bay scheint dieser Sci-Fi-Action-Kracher doch genau das Richtige zu sein. Mit Gerard Butler ("London Has Fallen") als Satellitendesigner wurde zudem ein charismatischer Hauptdarsteller verpflichtet, der in den Nebenrollen von Abbie Cornish, Ed Harris, Andy Garcia und "Vikings"-Star Katheryn Winnick unterstützt wird.
The Snowman (19. Oktober)
Quelle: Prokino; Amazon, Ullstein
Michael Fassbender (l., in "Shame") übernimmt die Hauptrolle in der Krimi-Verfilmung "The Snowman"
Ein düsterer Skandinavien-Krimi mit Hollywood-Besetzung - in der Verfilmung des 2007 erschienenen Krimi-Romans "Der Schneemann" von Jo Nesbø muss Michael Fassbender ("Assassin's Creed") als Detective Harry Hole in Oslo den Mord an einer Frau aufklären, deren pinker Schal an einem gruseligen Schneemann entdeckt wird. Bald darauf erhält Harry ominöse Briefe und entdeckt Zusammenhänge zwischen dem Absender "The Snowman" und älteren Mordfällen.
"Dame, König, As, Spion"-Regisseur Thomas Alfredson stellt seinem Hauptdarsteller Fassbender noch Rebecca Ferguson, Val Kilmer und J.K. Simmons zur Seite und schickt sie auf eine düstere Spurensuche im winterlichen Norwegen. Vielleicht kann das Krimi-Drama an den Erfolg von Genre-Vertretern wie "Verblendung" anknüpfen.
The Mountain Between Us (19. Oktober)
Quelle: BBC, polyband; Concorde
Idris Elba (l.) in der BBC-Serie "Luther" und Kate Winslet (r.) in "Divergent - Die Bestimmung"
Zwei sich völlig fremde Menschen überleben einen Flugzeugabsturz im Gebirge und sind gezwungen, sich gegenseitig zu vertrauen und in Sicherheit zu bringen - ein interessantes Grundkonzept, dass sich der arabische Regisseur Hany Abu-Assad für sein Hollywood-Debüt herausgesucht hat. Für die Hauptrollen konnte er Idris Elba ("Luther") und Kate Winslet ("Steve Jobs") gewinnen, die sich im kommenden Herbst durch das Survival-Drama kämpfen müssen.
Red Sparrow (9. November)
Quelle: Tobis; Universal
Jennifer Lawrence (l., in "American Hustle") wird im Spionage-Drama "Red Sparrow" bald Joel Edgerton (r., in "Zero Dark Thirty") den Kopf verdrehen.
Pünktlich zur Oscar-Saison tut sich Jennifer Lawrence erneut mit Francis Lawrence, dem Regisseur der letzten drei "Tribute von Panem"-Ableger zusammen. In "Red Sparrow" schlüpft die Oscar-Preisträgerin in die Rolle der attraktiven russischen Geheimagentin Dominika Egorova, die sich in den CIA-Agenten Nathaniel Nash (Joel Edgerton) verliebt, den sie eigentlich überwachen soll. Es beginnt ein gefährliches Spiel voller Intrigen, bei denen schnell nicht mehr klar ist, wer eigentlich für wen arbeitet.
Welcher dieser Streifen interessiert euch am Meisten? Was sind eure Geheimtipps für das Kinojahr 2017? Schreibt es uns in die Kommentare.
