Kindeswohl: Filmrezension zum Erwachsenendrama

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Test Stefan Turiak - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Szenenbild aus "Kindeswohl" (2018)
Quelle: Concorde

Fionn Whitehead (links im Bild) ist ein recht neues Gesicht vor den Kameras Hollywoods. Tatsächlich hatte der junge Schauspieler erst einen Auftritt, dieser jedoch hatte es in sich. Vergangenes Jahr (2017) spielte er den jungen Soldaten Tommy in Christopher Nolans "Dunkirk". Tommy war in dem intensiven Kriegsfilm einer der Leitfiguren und schmückt auch das offizielle Filmplakat.

Als Kinder- und Jugendrichterin fokussiert Fiona Maye ihre gesamte Energie auf ihre Arbeit. Das gilt insbesondere für ihren aktuellen Fall: Die Eltern des jungen 17-jährigen Adam Whiteheads verweigern ihm aus religiösen Gründen eine lebensrettende Bluttransfusion. Währenddessen fühlt sich Fionas Ehemann vernachlässigt und verkündet, dass gerne eine außereheliche Affäre beginnen möchte.

Basierend auf einem Roman von Bestseller-Autor Ian McEwan inszeniert Regisseur Richard Eye ein reifes Erwachsenendrama, das Empathie für alle Figuren entwickelt, auch wenn ihre Motivation noch so fehlgeleitet erscheinen mag. Außerdem fängt er mit Subtilität die Spannungen einer 30 Jahre andauernden Ehe ein. Dank der formidablen Darstellung von erfahren Schauspielern wie Emma Thompson und Stanley Tucci sowie dem großartigen Newcomer Fionn Whitehead wird aus dem Drama ein äußerst sehenswertes Porträt über Gesetz und Religion in einer modernen Gesellschaft.

FAZIT:
Subtil gespieltes Gesellschaftsporträt über Gesetz, Religion und Ehe mit einnehmenden Alt- und Jungdarstellern.

Wertung zu Kindeswohl

Wertung:

8.0 /10
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