Hü-hüpf! Hayden Christensen (Star Wars) hopst als paranormal befähigter Playboy durch dieses sprunghafte Fantasy-Abenteuer von Doug Liman (Mr. and Mrs. Smith).
Das morgendliche Müsli nimmt er auf einer Pyramide in Ägypten ein. Danach schaut er auf einen Sprung in Tokio vorbei. Anschließend geht's noch zum Blitzbesuch nach London. Und abends wieder zurück ins heimische New York. So sieht in etwa das ganz normale Tagesprogramm von Jungspund David (Hayden Christensen) aus. Der juvenile Globetrotter flitzt im Mach-3-Tempo rund um die Welt - allerdings benutzt er dazu weder einen Düsenjet noch Siebenmeilenstiefel. Nein, David hat eine ganz besondere Gabe:
Höhenangst sollte man als Jumper nicht haben.
Er ist ein "Jumper" - ein Mensch, der sich teleportieren kann! Als Teenager bemerkt er diese Fähigkeit zum ersten Mal. Während traditionelle Superhelden wie etwa Spider-Man ihre übernatürlichen Talente stets in den Dienst der Allgemeinheit stellen, ist Jumper David diesbezüglich weitaus realistischer: Er nutzt seine Gabe erst einmal, um eine Bank vollständig leer zu räumen, dann verlässt er sein marodes Elternhaus und verbringt die nächsten Jahre wortwörtlich nonstop auf dem Sprung. Davids Saus-und-Braus-Leben scheint endgültig perfekt zu sein, als er seine geliebte Highschool-Flamme Millie wiedertrifft. Doch ausgerechnet jetzt gerät der hopsende Hallodri ins Visier einer geheimen Bruderschaft, die alle Jumper dieser Welt eliminieren will.
David verbündet sich daraufhin mit dem abgebrühten Outlaw-Jumper Griffin (Jamie Bell) und gemeinsam hechtet das Hüpfer-Duo in den Kampf gegen den dunklen Orden. Man wird bei diesem Film zwar nicht vor Anspannung im Kinosessel auf und ab hopsen, doch unterhaltsam ist Jumper auf jeden Fall. Der etwas magere Plot und die teeniegerechten Gags richten sich eindeutig an ein jüngeres Publikum; sehenswert für alle Altersgruppen sind hingegen die tollen Spezialeffekte, mit denen sich die Jumper blitzschnell durch Zeit und Raum bewegen. Während der erste Teil der Handlung etwas viel Zeit darauf verschwendet, die stereotypen Figuren zu etablieren, geht beim Showdown endlich so richtig die Post ab.
Wer würde bei diesem Gesichtsausdruck nicht die Hosen runterlassen?
Action-Fachmann Doug Liman (Die Bourne Identität) lässt's dann in Sachen Speed und visuelle Spielereien ordentlich krachen. Nach knackigen 88 Minuten ist der Springer-Spaß auch schon vorbei; nett war's, kurzweilig und mitunter auch amüsant. Aber warum das Ende bereits eindeutige Anspielungen auf eine Fortsetzung macht, ist nicht ganz nachvollziehbar.
