John Carter - Zwischen zwei Welten (3D)

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John Carter - Zwischen zwei Welten (3D)
Quelle: Disney

Ein opulentes Sci-Fi-Fantasy-Spektakel. John Carter hat alles, was vor allem die Herzen der Fans von Sword & Sorcery höher schlagen lässt.

John Carter - Zwischen zwei Welten (3D) Quelle: Disney Der Mars hat schon immer eine besondere Faszination auf die Menschheit ausgeübt, auf Forscher und Träumer gleichermaßen. So auch auf den Groschenroman-Autor Edgar Rice Burroughs (1875-1950), den Erfinder von Tarzan. Doch Burroughs ist noch für andere Figuren bekannt. Vor hundert Jahren, im Juli 1912, erschien die erste Geschichte um den Helden John Carter, einen Captain im US-Bürgerkrieg, der sich auf der Flucht vor Apachen in einer Höhle versteckt und sich kurz darauf auf einem fremden Planeten wiederfindet: auf dem Mars, der von seltsamen Wesen bewohnt wird. Dabei war der Mars für Burroughs lediglich eine Kulisse, eine damals noch unerforschte Projektionsfläche jugendlicher Heldenträume, eine Art exotischer Wilder Westen im Weltraum. Schon lange plante Hollywood, Burroughs Träume auf die Leinwand zu hieven: der erste Versuch scheiterte 1935, beim letzten plante man gar mit Tom Cruise in der Titelrolle. Nun wurde der Plan verwirklicht, mit einem Newcomer Taylor Kitsch als John Carter, der seine Figur als einen virilen Athleten, aber auch als einen zerrissenen, melancholischen Helden mit einer dunklen Seite spielt.

Gewissenskonflikt
John Carter - Zwischen zwei Welten (3D) Quelle: Disney Als sich der Bürgerkriegsveteran urplötzlich in einer fremdartigen Welt wiederfindet, gerät er erst einmal im wahrsten Wortsinn ins Stolpern; die veränderte Schwerkraft scheint ihm Superkräfte zu verleihen. Gefangen genommen von den vierarmigen und rund drei Meter großen Tharks, muss Carter nicht nur lernen, sich auf dem Mars zu bewegen, sondern auch die völlig andersartige Zivilisation der Tharks zu verstehen. Durch die schöne Menschenprinzessin Dejah Thoris wird er zudem wenig später in einen Krieg hineingezogen, in dem eine humanoide Rasse eine andere brutal zu unterwerfen versucht - ein Krieg, befeuert von einer geheimnisvollen Sekte, deren Motive im Dunklen liegen. Von Dejah erfährt Carter, dass er sich auf dem Mars befindet, und gerät in einen Gewissenskonflikt: Einerseits will er nur wieder heim zur Erde. Andererseits entwickelt er Sympathien für den Führer der Tharks (Willem Dafoe) sowie Gefühle für die Prinzessin, die den barbarischen Herrscher ihrer Feinde ehelichen soll.

Faszinierende Landschaft
John Carter - Zwischen zwei Welten (3D) Quelle: Disney John Carter wird Fans klassischer Sci-Fi-Fantasy-Abenteuer in Verzücken versetzen, denn der Streifen bedient alle Konventionen des Genres: eine mysteriöse Welt mit monströsen Kreaturen, muskulöse Helden und exotische Frauen, fantastische Städte und märchenhafte Flugobjekte, wilde Schwertkämpfe und digitale Schlachtenszenarien. Dass dabei so manches Element an Flash Gordon, Star Wars, Avatar und andere fantastische Klassiker erinnert, darf nicht falsch interpretiert werden: Nicht die Macher von John Carter um Regisseur Andrew Stanton haben von jenen Filmen abgekupfert, sondern Cameron, Lucas & Co. haben sich allesamt von Edgar Rice Burroughs inspirieren lassen. Daher bietet John Carter zwar keine wirklich neue Story und kann den Wow-Effekt eines Avatar nicht toppen, besticht jedoch mit einer visuell faszinierenden Wüstenlandschaft und malerischem Computer-Design. Mit Letzterem beeindrucken auch die faszinierenden Tharks, denen Darsteller wie Willem Dafoe per Performance-Capture-Verfahren Leben einhauchten, um digital in grünhäutige Riesen verwandelt zu werden. Dass der 3D-Effekt nachträglich eingebaut wurde, sieht man dem Film stellenweise leider an, das Abenteuer-Vergnügen wird dadurch aber kaum getrübt.

Fantasy-Klischees
John Carter - Zwischen zwei Welten (3D) Quelle: Disney Erfreulich ist, dass sich die Macher mit ihrem Mammut-Budget von 250 Millionen Dollar nicht allein auf den CGI-Effekten ausruhten. Vielmehr nahm man sich für die Einführung der Figuren - auch wenn die meisten von ihnen weitestgehend eindimensional bleiben - und für die Entwicklung der Geschichte richtig schön Zeit. Da sieht man gern über alle Fantasy-Klischees hinweg, die wohl der 100 Jahre alten Story geschuldet sind. Denn der Film mag das Genre nicht neu erfinden, die Buchvorlage hat es jedoch einst getan.

Auf den folgenden Seiten zeigen wir Ihnen sechs weitere fantastische Kinoverfilmungen, die das Sci-Fi-Fantasy-Genre prägen.

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