Ironcast: Test mit Video zum Mech-Taktikspiel

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Ironcast erschien am 26. März 2015 für PC.
Quelle: PC Games

Steampunk trifft FTL plus Puzzle Quest: In Ironcast stecken allerlei Einflüsse und Ideen, die sich zu einem interessanten Taktikspiel vereinen. Im Kurztest mit Video klären wir, warum das Spiel aber (noch) nicht genug aus seinen guten Grundlagen macht.

Ironcast im Kurztest: Auf Kickstarter war Ironcast kein durchschlagender Erfolg. Aber es reichte aus: 603 Backer spendeten 10,183 Britische Pfund und brachten das Projekt damit knapp über die Ziellinie. Die Moneten haben die drei Indie-Entwickler von Dreadbit in ihr Erstlingswerk Ironcast gesteckt und damit einen interessanten Genre-Mix geschaffen. In Ironcast landen wir in einem fiktiven Jahr 1886, wo wir uns aufseiten der britischen Armee gegen französische Invasoren zur Wehr setzen müssen. Historisch wunderbar inkorrekt führen wir dazu riesige dampfbetriebene Mechs in die Schlacht, mit denen wir taktische Rundenkämpfe ausfechten.

Da wir nur 3 Züge pro Runde machen dürfen, müssen wir möglichst viele Steine auf einmal abräumen. Quelle: PC Games Da wir nur 3 Züge pro Runde machen dürfen, müssen wir möglichst viele Steine auf einmal abräumen. Ungewöhnlich: Die Verwaltung des Stahlkolosses funktioniert über ein Match-3-System, das auf den ersten Blick an Bejeweled oder Puzzle Quest erinnert. In der Praxis spielt sich Ironcast aber etwas anders, denn wir haben nur drei Züge pro Runde zur Verfügung und teilen uns das Spielbrett auch nicht mit dem Computer-Gegner. Es ist also beispielsweise nicht möglich, dem Gegner Ressourcen vorzuenthalten oder ihm einen Zug zu vermiesen. Stattdessen kümmern wir uns nur um unseren Mech: Indem wir die bunten Steinchen miteinander verbinden, erhalten wir Energie, Kühlmittel und andere Ressourcen, um Waffen abzufeuern, Schilde einzusetzen oder unserem Stahlkoloss ordentlich Feuer unterm Hintern zu machen. Außerdem sammeln wir wertvollen Schrott, den wir zwischen Missionen in neue Upgrades wie Waffen und Rüstungssysteme investieren. Zudem leveln wir regelmäßig auf und schalten damit neue Skills frei.

Ironcast im Video-Review

Vom Zufall abhängig

Zwischen Missionen rüsten wir den Mech mit neuen Waffen, Schilden, Antrieben und mehr aus. Quelle: PC Games Zwischen Missionen rüsten wir den Mech mit neuen Waffen, Schilden, Antrieben und mehr aus. So schön diese Mechaniken auch sind, leiden sie doch unter dem hohen Zufallsprinzip. Wer Pech hat und partout nicht die dringend benötigten, bunten Steinchen bekommt, sieht ruck zuck den Game-Over-Bildschirm. Hart: In beliebter Permadeath-Manier ist unser zerstörter Mech unwiederbringlich verloren, ein Bildschirmtod ist also endgültig. Immerhin verdienen wir aber mit jedem Kampagnendurchlauf Erfahrungspunkte, die in ein globales Konto fließen und uns so nach und nach neue Upgrades freischalten. So leveln wir mit mit jeder Niederlage auf und werden stärker. Allerdings sorgt das auch für viele Wiederholungen: Die Kampagne besteht nämlich nur aus 14 Zufallsmissionen und zwei festgelegten Bosskämpfen. Man absolviert die eintönigen Kampfeinsätze einfach immer und immer wieder, bis man irgendwann stark genug ist, um die beiden Bosse zu knacken.

Abwechslungsreiche Missionsziele oder spannende Story-Entscheidungen wie in FTL gibt es nicht, fast alle Einsätze laufen darauf hinaus, dass wir die Gegner zusammenschießen und dabei versuchen, möglichst wenig Schaden zu nehmen.

Fazit: Der eigentliche Spielkern - also das Match-3-System und die Verwaltung unseres Mechs – ist gut gelungen und zeigt, dass in Ironcast noch mächtig viel Potenzial ungenutztes Potenzial schlummert. Umso mehr wünschen wir uns, dass die Entwickler weiter am Balancing feilen und vor allem an neuen Inhalten arbeiten: Ironcast braucht mehr Missionen, mehr Bosse, mehr Upgrades, mehr Abwechslung, um auf Dauer zu motivieren.

Wertung zu Ironcast (PC)

Wertung:

6.5 /10
Pro & Contra
Interessantes KampfsystemSchönes Steampunk-DesignGlobale Kampagnenfortschritte mildern Permadeath-Frust
Hoher ZufallsfaktorEintönige MissionszieleNur zwei BossgegnerKeinerlei AbwechslungÜberteuerte Mech-Upgrades bremsen SpielflussMäßiges Balancing
Fazit

Solider Mix aus Match-3-Knobelei und Taktikspiel, der aber unter eintönigen Einsätzen und schwachem Balancing leidet.

Bildergalerie

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