Grottenschlechtes Inline-Skating-Programm
Wenn Sie auf dem Geländer die Balance verlieren, landen Sie auf der Nase.
Kennen Sie noch die Simpsons-Folge, in der Homer aus seinem vertrauten Springfield in die grausame 3D-Welt gezogen wird? Umgekehrt geht es nichts ahnenden Skatern, die sich plötzlich in einer größtenteils zweidimensionalen und noch dazu hässlichen Umgebung wiederfinden. Mit abfotografierten, schlecht ausgeschnittenen Häuserwand-Texturen wollen die Entwickler den Eindruck erwecken, es handele sich um bekannte Schauplätze in München (Marienplatz), Berlin (Breitscheidplatz), Hamburg (Rathausmarkt) und Köln (Roncalliplatz). Spätestens wenn Sie es trotz behäbiger Steuerung und chaotischer Kameraperspektiven geschafft haben, zu einem Springbrunnen zu skaten, reißt selbst dem gutmütigsten Zocker der Geduldsfaden: Allen Ernstes soll ein ausgefranstes, flaches, weißes Etwas die Fontäne darstellen. Nach dem gleichen Schema sind die grafischen Objekte aufgebaut, die Bäume, Büsche und Blumen darstellen sollen. Haben Sie das Programm zu diesem Zeitpunkt noch nicht deinstalliert, dürfen Sie theoretisch mit den Funsportlern über Geländer rutschen, Fußgänger umkurven oder Balancefiguren von Eiskunstläufern imitieren. Wo Tony Hawk"s Pro Skater 2 mit ähnlicher Thematik die Spieler wochenlang an den Monitor fesselt, versagt Inline Skating auf der ganzen Linie - peinlich.

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