Horizon: Zero Dawn-Kommentar zur Story - Die gute, alte Postapokalypse mit einem neuen Twist

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Horizon: Zero Dawn-Kommentar zur Story - Die gute, alte Postapokalypse mit einem neuen Twist
Quelle: Sony

Die Geschichte von Horizon: Zero Dawn wirkt auf den ersten Blick abseits des Science-Fiction-Szenarios mit Roboter-Dinos recht unspektakulär. Doch dann macht eine einzelne, wahnwitzige Idee aus einer soliden eine großartige Story. Achtung: In seiner Kolumne spoilert Redakteur Peter Bathge, was das Zeug hält!

Ich hatte Horizon: Zero Dawn schon abgeschrieben. Nach gut 25 Stunden im PS4-exklusiven Action-Rollenspiel von Guerilla Games schien alles zur Story gesagt zu sein, das Science-Fiction-Setting hielt keine Überraschungen mehr für mich bereit - dachte ich. Doch dann kam ein Twist aus dem Nichts, der das Abenteuer von Heldin Aloy von jetzt auf gleich in neue Sphären katapultierte. Was erst wie die x-te Geschichte vom Weltuntergang wirkte, wo zur Abwechslung mal haushohe Roboter-Dinosaurier die Rolle von Zombies und Mutanten übernahmen, wurde plötzlich zu einer faszinierenden Vision einer untypischen Post-Apokalypse; ideenreich, konsequent umgesetzt und vor allem richtig, richtig mutig für ein AAA-Spiel im Jahr 2017.

Um über diese bittersüße Story-Wendung zu sprechen, muss man zwingend Horizon: Zero Dawn gespielt und im Idealfall bis zum Ende durchgehalten haben. Über einen Monat nach dem Release für Playstation 4 scheint mir der Zeitpunkt gekommen, da man diese Diskussion endlich halbwegs sicher führen kann, ohne dass dadurch etlichen Spielern die Endsequenz vorweggenommen wird. Aber weil es nunmal um Details zur Hintergrundgeschichte geht, beginnt dieser Artikel mit einer Warnung:

ACHTUNG, SPOILER!

Der folgende Artikel dreht sich um die Story von Horizon: Zero Dawn und insbesondere einen Twist, der erst nach vielen Stunden offensichtlich wird. Falls ihr noch vorhabt, das PS4-Rollenspiel zu spielen, ist das eure letzte Chance, diesen riesengroßen Spoiler zu vermeiden - damit ihr euch den Spaß an dieser Wendung der Geschichte nicht verderbt. Ihr wurdet gewarnt!

SPOILER-WARNUNG ENDE

Wie passen das Zukunftssetting und die primitiven Menschen von Horizon: Zero Dawn zusammen? Die Story liefert eine elegante Antwort. Quelle: Neogaf Wie passen das Zukunftssetting und die primitiven Menschen von Horizon: Zero Dawn zusammen? Die Story liefert eine elegante Antwort. In Horizon: Zero Dawn erforscht ihr eine Welt, in der eine große Katastrophe die bestehenden Strukturen der modernen Zivilisation aufgelöst hat. Die Menschen leben in kleinen Stämmen und praktizieren primitive Rituale, sie wohnen in Häusern aus Holz und Lehm, gehen auf die Jagd, bereiten ihr Essen über offener Flamme zu. Soldaten nutzten Pfeil und Bogen oder Speere, um sich gegen mörderische Maschinen zu verteidigen, die der Science-Fiction-Version eines Jurassic Park entstiegen sind. Turmhohe Brontosaurier mit Metallpanzerung statt Schuppen. Riesenkrokodile mit Kameras statt Augen. Scheue Herdentiere, die mit ihren motorisierten Hörnern den Boden umpflügen. Es ist eine sehr fremde Welt, in die ihr da entlassen werdet, ein Aufeinandertreffen zweier komplett unterschiedlicher Kulturen: Wilde in Fellen auf der einen Seite, auf Hochglanz polierte Dino-Maschinen auf der anderen. Und mittendrin: Aloy, die menschlich überzeugende Heldin des Spiels.

Ein Klon, war doch klar!

In Horizon: Zero Dawn besitzt der Spieler lange Zeit einen Wissensvorsprung vor Protagonistin Aloy. Während die junge Ausgestoßene anfangs darüber rätselt, wer ihre biologischen Eltern sind, habe ich die Puzzleteile schnell zusammengesetzt - und dürfte dabei nicht der einzige gewesen sein. Dass Aloy ein Klon der Forscherin Elisabet Sobeck sein muss, die offensichtlich viele hundert Jahre vor den Ereignissen von Zero Dawn gelebt hat, diese Schlussfolgerung kann man innerhalb der ersten paar Spielstunden ziehen. Wir Spieler wissen, dass irgendetwas Dramatisches geschehen sein muss, um den Wechsel von der zivilisierten Moderne hin zu dieser Wiederkehr einer prähistorischen Epoche zu bewirken. Aloy kennt dagegen keine andere Welt, ihr erschließen sich die Geheimnisse von Horizon: Zero Dawn erst nach und nach.

Aloy weiß nichts über die Hintergründe ihrer Welt, sie lernt im Spielverlauf zusammen mit dem Spieler die Details. Quelle: PC Games Aloy weiß nichts über die Hintergründe ihrer Welt, sie lernt im Spielverlauf zusammen mit dem Spieler die Details. Der Spieler findet schon früh Notizen und Audio-Tagebücher, die sehr deutlich auf die Zustände in der Welt vor dem Auftritt der Roboter-Dinos eingehen. Und wer sich auch nur ein bisschen im Science-Fiction-Genre auskennt, der wird früh ahnen, dass es sich bei der "Mutter unter dem Berg" von Aloys Stamm der Nora um eine Künstliche Intelligenz handeln muss. Von da ist es nur ein kleiner Gedankensprung hin zu der Vermutung, dass eine zweite, "böse" KI verantwortlich für den Aufstieg der Roboter und die Zerstörung der alten Weltordnung ist - Skynet lässt grüßen. Doch was weder Spieler noch Aloy ahnen können, sind die Details dieses Kampfs Mensch gegen Maschine. Und genau in diesem Bereich hält das niederländische Entwicklerstudio Guerilla Games eine faustdicke Überraschung in petto.

Ups, Weltuntergang!

Nach etwa der Hälfte der Spielzeit erhalten wir endlich die Bestätigung: Ja, Roboter haben die Menschen angegriffen. Aber gleich die erste Abweichung von der Konvention: Dahinter steckt kein böser Geist in der Maschine, kein Anführer einer finsteren Geheimorganisation mit Schnurrbart und Monokel, keine so oft in Buch und Film gesehene "Die Menschheit wird von der KI als Bedrohung angesehen"-Erklärung - sondern purer Überlebenswille, glasklare Logik. Die Roboter, als neue Waffe in Kriegen ersonnen, wurden von ihren Erfindern mit der Fähigkeit ausgestattet, Energie aus Biomasse herzustellen, falls ihnen im Gefecht der Saft ausgeht.

Die finsteren Todesmaschinen waren für den Kriegseinsatz vorgesehen, machten sich aber schnell selbstständig. Quelle: Sony Die finsteren Todesmaschinen waren für den Kriegseinsatz vorgesehen, machten sich aber schnell selbstständig. Doch ein kleiner Fehler im Code sorgt dafür, dass die vernetzte Intelligenz, die diese Maschinen steuert, dieses praktische Transformationstalent ohne Limit anwendet. Alles wird zu Energie umgewandelt, Bäume, Pflanzen, Tiere - und eben auch Menschen. Die Welt wird buchstäblich vertilgt, bis am Ende nichts mehr da ist. Nicht aus Bosheit, sondern weil die Technik stur dem vorgegebenen Protokoll folgt - und der Appetit der Maschinen unstillbar ist. Horizon: Zero Dawn ist intelligente Science-Fiction, weil es die Gefahren und Ängste in Zusammenhang mit neuer Technologie geschickt aufgreift und dazu einen cleveren Kommentar abgibt - aber das ist noch nicht der geniale Story-Twist, von dem ich gesprochen habe.

Wo ist der Rettungsring?

In Aufzeichnungen aus der Zeit der sich anbahnenden Katastrophe erfahren Aloy und der Spieler mehr über das Festgelage der Roboter und wie die Menschen sich gegen das Ende ihrer Zivilisation, ja ihres ganzen Planeten stemmen. Angeführt von Aloys Ahnin Elisabet Sobeck wird mit der Arbeit am "Zero Dawn"-Protokoll begonnen. Worum handelt es sich dabei? Dieses Mysterium wird vorerst nicht gelüftet, aber wir wissen: Es war erfolgreich, denn Aloy und die anderen Menschen sind ja ganz offensichtlich noch da, die Erde ist noch intakt und die Maschinen haben verloren.

In der Folge spielt Guerilla Games bewusst mit den Erwartungen der Konsumenten. In einem Bunker, einem der letzten Überbleibsel der untergegangen Zivilisation, versammelt sich ein internationales Forscherteam, um die drohende Apokalypse noch abzuwenden. Tagebuch-Einträge sprechen über die Spekulationen der Teilnehmer: Ist Zero Dawn ein Raumschiff, das die Menschheit auf einen fremden Planeten evakuieren wird? Ziehen sich alle Überlebenden unter die Erdoberfläche zurück? Wird eine Superwaffe gebaut? Oder arbeitet das Team an einer Lösung, um die inzwischen weltumspannende Künstliche Intelligenz doch noch zu deaktivieren? Zwangsweise deckt sich die ein oder andere dieser von NPCs gestellten Fragen mit den Gedanken, die dem Spieler zu diesem Zeitpunkt durch den Kopf schießen; das ganze wirkt wie eine Parodie, wie ein Meta-Kommentar von Entwickler Guerilla Games.

Schließlich ist es das Hologramm von Elisabet Sobeck, die Aloy und uns, den Spielern, die schockierende Wahrheit eröffnet: Es wird keine Rettung geben. Die Menschheit ist zum Aussterben verurteilt. Kein Last-Minute-Plan, kein letzter herorischer Kampf, keine Deus ex machina. Um die Firewall der KI zu durchbrechen, die gerade dabei ist, den Planeten leer zu futtern, benötigen die fortschrittlichsten Computer 50 Jahre. Die Welt aber ist schon in 16 Monaten ein grauer, lebloser Planet, die Menschheit hat da aufgehört zu existieren. Game over. Oder doch nicht? Hier war früher nur graue Schlacke, erst Zero Dawn reicherte die Welt wieder mit organischem Leben an. Quelle: PC Games Hier war früher nur graue Schlacke, erst Zero Dawn reicherte die Welt wieder mit organischem Leben an.

Düstere Zukunftsaussichten

Hoffnung gibt es nur noch für nachfolgende Generationen, das Protokoll Zero Dawn ist im Grunde eine Arche: Eine Reihe von freundlichen KIs soll das Ende allen organischen Lebens auf der Erde abwarten und in dieser Zeit die Firewall der Roboter durchbrechen. Es folgt die Abschaltung aller feindlichen Maschinen - und dann die Neubesiedlung des Planeten, eine Art zweite Genesis. Nicht Gott erschafft die Erde 2.0, sondern Computer sollen aus dem leblosen Planeten ein neues Paradies formen. Und was ist mit den Menschen? Die werden aus vor der Apokalypse bewahrten DNS-Strängen geklont, eine neue Generation wird im Labor erschaffen, von Computern erzogen und schließlich in die Welt entlassen. Was für ein fantastisches Konzept!

Dass ein AAA-Spiel wie Horizon: Zero Dawn 2017 das Versagen der Menschheit derart ins Zentrum der Geschichte rückt, ist allein schon eine Besonderheit. Dass die Autoren aber auch allerlei zynische Untertöne in die Story einbringen, hebt sie auf eine ganz neue Stufe. Denn das Protokoll Zero Dawn macht eine große Lüge erforderlich: Während im Bunker die Forscher die Arche zusammenstellen und die KIs programmieren, sollen die restlichen Menschen den Vormarsch der Roboter verzögern. Gewinnen können sie dabei nicht, doch dieses Detail wird der Öffentlichkeit vorenthalten. Zu Zehntausenden werden sie verzeiht, in den Tod geschickt für eine falsche Hoffnung. Es ist ein Kampf ums Überleben, ja, aber es geht nicht ums Überleben der Menschen, die zu diesem Zeitpunkt noch atmen - sondern um das Überleben künftiger Generationen, um die Existenz von Erde 2.0.

Als sich dieser Twist im Laufe der Geschichte von Horizon: Zero Dawn entfaltete, war ich erst einmal baff. Wie mutig, wie kreativ diese Idee doch ist! Das ist mal eine wahre Postapokalypse: Die Welt ist wortwörtlich untergegangen. Wo in anderen Spielen und praktisch allen Hollywood-Filmen vielleicht ein paar Menschlein unter der Erde ausgeharrt und dann Aloys Stammeszivilisation gegründet hätten, wo die Roboter in letzter Sekunde noch aufgehalten worden wären und die Menschheit durch Wagemut und Stärke gerade noch so an der Auslöschung vorbei geschrammt wäre, da geht Horizon: Zero Dawn konsequent den Weg der "Hard Sci-Fi" und lässt sich nicht im letzten Moment eine faule Ausrede einfallen, um ein Star Wars-kompatibles "Alles wird gut"-Märchen-Ende zu garantieren.



Philosophie der Marke Guerilla Games

Zugegeben: Dass die KI Gaia ausgerechnet Dinosaurier-Roboter erschafft, um die neu begründete Erde 2.0 bewohnbar zu machen, ist etwas weit hergeholt. Quelle: Sony Zugegeben: Dass die KI Gaia ausgerechnet Dinosaurier-Roboter erschafft, um die neu begründete Erde 2.0 bewohnbar zu machen, ist etwas weit hergeholt. Um den faszinierenden Story-Twist zu erleben, muss man in Horizon leider erst einmal so einige Stunden Durchschnitts-Plot über sich ergehen lassen. Dann jedoch baut Guerilla Games clever auf seiner rabiaten Ausrottungs-Fantasie auf und stellt spannende philosophische Fragen. Etwa nach dem Wert eines einzelnen Menschenlebens, als sich Aloys Klon-Mutter Elisabet opfert und den Forschungsbunker verlässt, um eine Entdeckung durch die Roboter zu verhindern. Obwohl draußen die Welt untergeht und bereits Milliarden Menschen gestorben oder zu Brennstoff umgewwandelt wird, reagieren Elisabets Mitforscher geschockt und verzweifelt. Doch was macht es schon für einen Unterschied, ob Frau Sobeck später stirbt oder zu diesem Zeitpunkt? So gibt es zumindest noch eine Art Wiedersehen zwischen Heldin Aloy und ihrer Ahnin - die Endsequenz zeigt die beiden (junge Frau und in eine Rüstung eingeschlossener Leichnam) friedlich vereint auf einer Parkbank inmitten eines Blumenmeeres. Trotz der großen Distanz von mehreren hundert Jahren zwischen ihren beiden Geburtsstunden sind sich die beiden so doch noch nahe. Ein schöner Moment.

Und Aloys andere Mutter? Das ist die KI Gaia, die das Kommando über Zero Dawn hat. Kurios: Diese Maschine beweist menschliche Züge, indem sie aus Sobecks DNS Aloy klont - denn sie setzt ihre Hoffnung darin, dass Aloy später zum richtigen Zeitpunkt einen weiteren Bunker öffnen und so die drohende zweite Apokalypse durch die gegnerische KI Hades verhindern wird. Mensch, Gott, Maschine - die Begriffe scheinen in Guerillas Erzählung beinahe beliebig austauschbar.

Doch nicht nur das Göttliche ist ein Thema für die Story-Autoren, ein Kernmotiv der Geschichte ist auch die Vergangenheit und was wir daraus lernen können - oder sollten. In einer weiteren eindrucksvollen Szene, die Aloy und der Spieler im Rahmen einer Video-Aufzeichnung erleben, nimmt die Geschichte noch einmal eine abrupte Wendung. Denn Ted Faro, ausgerechnet der Erfinder der Killer-Roboter, die das Ende der Welt herbeiführen, überkommen Zweifel an Projekt Zero Dawn. Eigentlich soll die KI Apollo nach der Neuordnung der Erde und der Wiedereinführung menschlicher DNS die Menschen mit ihrem Erbe vertraut machen, soll sie lehren und so die Kultur und Geschichte der untergegangen Zivilisation in ihnen weiterleben lassen.

Die Zerstörung der Apollo-KI verdammt die Menschen effektiv zur Unwissenheit, aber sie nimmt der neuen Generation auch eine große Bürde ab. Quelle: PC Games Die Zerstörung der Apollo-KI verdammt die Menschen effektiv zur Unwissenheit, aber sie nimmt der neuen Generation auch eine große Bürde ab. Aber Ted Faro fürchtet den korrumpierenden Einfluss dieses Wissens: Wird die neue Menschheit nicht wieder genau dieselben Fehler machen, wird das Wissen um Technologie nicht Begehrlichkeiten wecken und die niederen Instinkte der Menschheit schüren? Also zerstört er Apollo und seine gigantischen Archive voller Wissen; ein Verbrechen am Kulturschatz der Menschheit, der die Zerstörung der Bibiliothek von Alexandria noch weit in den Schatten stellt (die Wissenschaftler bringt er zur Sicherheit auch gleich noch um). Ted Faro verdammt die Menschen dadurch zum wahren Neuanfang: Alles geht wieder bei Null los. Es ist das absolute Ende der Menschheit, in mancher Hinsicht noch schlimmer als die Auslöschung allen Lebens. Denn nun erinnert sich niemand mehr an die einstigen Höhenflüge der Zivilisation, alle Errungenschaften, all das Wissen großer Denker ist unrettbar verloren.

Wir dürfen uns selbst darüber eine Meinung bilden, ob das eine gute Idee war. Ob es sinnvoller ist, die Vergangenheit schlafen zu lassen (die im Spiel aus der Erde hervorbrechenden, von Aloys Feinden erweckten Todesmaschinen dienen hier als überdeutliche Metapher) und die neuen Menschen ohne Altballast ihr eigenes Schicksal schmieden zu lassen. Oder ob man nicht gerade dadurch ermöglicht, dass alte Fehler erneut begangen werden - weil die Menschen es nicht besser wissen. Erzählen wir heutzutage zum Beispiel unseren Kindern etwa nicht über die Verbrechen des NS-Regimes, damit derlei Abscheulichkeiten niemals wieder verübt werden?

Es sind diese Art von Fragen, die Horizon: Zero Dawn zu mehr als einem äußerst spaßigen, grafisch herausragenden Action-Rollenspiel für die PS4 machen. Man muss der anfangs gewöhnlich erscheinenden Story nur ein bisschen Zeit geben - dann überrascht sie selbst Science-Fiction-Liebhaber noch mit der ein oder anderen unvorhergesehenen Wendung. Ich jedenfalls habe auch noch lange nach Spielende noch über so manches Detail der Story von Horizon: Zero Dawn gegrübelt. Wenn das mal kein Zeichen einer unvergesslichen Hintergrundgeschichte ist!

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    • Kommentare (17)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Cyberthom Mitglied
        zu weit hergeholt ? Nein sondern Logisch ! Denn bevor Menschen Menschen Gebären oder gar "Entwickeln können, muss eine "hohere Instanz dar sein also in diesem Szenario ist es Logisch das erst Maschinen die auch DNS Reproduzieren können und Infrastruktur geschaffen werden.
        Eine Evolution aus "Primaten" hätte dies niemals schaffen können ..
        Selbst wenn so ein Affe … jetzt beschleunigen wir mal das hätte ein Primat ein Mensch geboren... Ja dann wäre Moglie daraus entstanden ;-))

        Also somit ist die Geschichte von Horizon Zero Down absolut realistischer als die Evolutions Theorie!
      • Von Cyberthom Mitglied
        zu weit hergeholt ? Nein sondern Logisch ! Denn bevor Menschen Menschen Gebären oder gar "Entwickeln können, muss eine "hohere Instanz dar sein also in diesem Szenario ist es Logisch das erst Maschinen die auch DNS Reproduzieren können und Infrastruktur geschaffen werden.
        Eine Evolution aus "Primaten" hätte dies niemals schaffen können ..
        Selbst wenn so ein Affe … jetzt beschleunigen wir mal das hätte ein Primat ein Mensch geboren... Ja dann wäre Moglie daraus entstanden ;-))

        Also somit ist die Geschichte von Horizon Zero Down absolut realistischer als die Evolutions Theorie!
      • Von Daederlus NPC
        Ich stimme den meisten Kommentaren zu. Das einzige was mich so richtig gestört hat war das man selbst keine Bewegung im Wasser auslöst Pfeile und Explosionen klar, aber bei Aloy selbst? Nichts. Die Bereiche von Maschinen sind für mich auch ein Kritikpunkt. Vor allem bei Steinbrechern man konnte Seelenruhig am Rand des Gebietes bleiben und auf sie drauf schießen. Ich möchte mal Gegner die einen bis ans Ende der Welt verfolgen wenn das ihrer Persönlichkeit entspricht.

        Das war zwar noch nicht alles, aber ich weis das ich ziemlich genaue Vorstellungen von einem beinahe perfektem Spiel habe, was Entwickler eindeutig überfordern dürfte. Immerhin wurde Horizon in drei Jahren entwickelt und das Geld für Spiele wird ja immer vorgestreckt, was immer ein Risiko bedeutet. Was damit einhergeht ist ein (meist) feststehender Release Termin. Also immer dann wenn das Geld zu ende ist. Was bis dahin fertig ist wird veröffentlicht und der Rest verworfen oder in ein DLC gepackt. Aber trotzdem tolles Spiel.

        !!!Spoiler-Warnung für möglichen Teil 2!!!

        Ich hoffe das wenn es einen Zweiten Teil gibt dieser wie in dem Artikel genannt wieder eine tolle Wendung enthält auch wenn die grobe Story schon quasi durch das Ende des Abspanns feststeht. (Ich meine nicht die Szene von Aloy und Elisabet auf dem Sofa, sondern die noch danach mit Sylens) Sylens ist, mit Hades unterm Arm, der neue Feind, mit einem "Metallteufel" als Bossgegner. Jetzt wo ich das schreibe merke ich das das auch gut der Inhalt des "The Frozen Wilds-DLCs" sein könnte. Wie auch immer ich bin dabei.
      • Von huenni87 Hobby-Spieler/in
        Ich habe es seit gestern durch. 100% Alles gemacht was geht außer ein paar Textdokumente aus der Welt. Die fand ich auch nicht so spannend. Die beleuchten halt eher die Welt wie sie war, kurz vorm Untergang. Die Texte und Audiologs aus den Quests habe ich aber richtig verschlungen. Jede Info aufgesaugt und drüber nachgedacht und mir dann ein weiteres Bild gebaut was da eigentlich los ist.

        Ich bin eigentlich kein Freund davon eine Story in Spielen nur über Texte und Audiologs zu erfahren. In Horizon passt das aber einfach super da das nun mal alles ist was von den Alten noch da ist. Die Entscheidung dem Spieler in den Ruinen nicht ständig Gegner zu schicken fand ich auch gut. Abgesehen von ein paar Fällen wo mal menschliche Gegner kamen konnte man die Ruinen voll in Ruhe erkunden und sich alles anschauen.

        Was ich super fand ist auch wie sich mit der Zeit alles nach und nach zusammen setzt. Man hat so viele Fragen und versteht nicht was eigentlich passiert ist. Aber dann baut sich ein Bild auf und man versteht ganz genau was los war. Ich selbst saß teilweise dann doch etwas geschockt vor dem TV weil ich eben nicht damit gerechnet habe. Auch wie die Nora dann plötzlich auf Aloy reagieren und man ihr einfach anmerkt wie sie das eigentlich verabscheut fand ich super. Hat meiner Meinung nach auch mal wieder gut das Thema blinder Gehorsam im Bezug auf Religionen aufgezeigt.

        Ich bin wirklich gespannt was da noch kommt. Denke aber auch das Zukünftige Erweiterungen bzw. Teil 2 es schwerer haben wird, da dieser Aspekt der Unwissenheit fehlt. Man kennt jetzt die Geschichte der Alten. Man versteht was los ist. Dieses Interesse an der Herkunft der Maschinen und wie es zur Apokalypse kam ist bei einem DLC oder Teil 2 dann weg.

        Die Szene zum Abschluss wo Aloy die Leiche von Elizabeth findet fand ich auch super. Das war ja das Zuhause von ihr. In einer Storyquest erfährt man das Elizabeth nachdem sie den Bunker verlassen hat vermutlich nach Hause gegangen ist.
      • Von OField Mitglied
        Okay, die Story scheint mir sehr kreativ. bzw die Hintergrundstory. Aber was genau ist daran mutig?^^

        @PeterBathge

        Hast du eigentlich Enderal gespielt? Die Storyauflösung im Finale müsste dir eigentlich auch gefallen. Für mich eine der genialsten in letzter Zeit.
      • Von Schaschlikschmuggler Mitglied
        Zitat von OldMCJimBob
        Auf dem höchsten Schwierigkeit konnte ich mich nie über mangelnde Herausforderung beschweren. Die KI ist zwar zugegeben nicht optimal, aber Spaß gemacht haben mir die Kämpfe trotzdem; gegen die RoboDinos fand ichs sogar furios. Letzten Endes ist eine Wertung ja immer subjektiv, ich habe neben der lahmen Inszenierung noch viele andere Negativpunkte (der Tag/Nacht-Wechsel wirkte so abrupt, das störte mich jedes Mal). Da aber meiner Meinung nach ein Spiel mehr ist, als die Summe seiner Plus und Minuspunkte auf dem Papier, schließen viele Minuspunkte eine (sehr) hohe Wertung ja nicht zwangsläufig aus. X-Com 2 oder Civ 6 wären vergleichbare Fälle aus ganz anderen Genres. Beide haben imo eine Reihe eklatanter Schwächen, beiden würde ich eine Wertung um die 90% geben. 84%, das ist bei mir das Niveau von Watchdogs (1), oder AC Black Flag.
        Du hast natürlich recht, jeder gewichtet Dinge anders. Mich haben auch noch mehr Dinge gestört als KI/lahme NPC, der Tag/Nacht-Wechsel ist mir aber z.B. überhaupt nicht negativ aufgefallen. Was mir überhaupt nicht gefallen hat, war die Designentscheidung mit der unendlichen Ausdauer. Durch permanentes Sprungrollenspammen waren die Kämpfe zu leicht. Notfalls konnte man sich auch jederzeit mit XY Sprungrollen aus der Reichweite der DInos retten und vollgeheilt zurückkommen, denn sie selber haben ja keine HP-Reg und können so auch in Raten leicht erledigt werden. Auch konnte man dadurch jedem ungewünschten Kampf spielend leicht aus dem Weg gehen, die Welt hat dadurch irgendwie an Bedrohung eingebüßt. Wenn ich da an World of Warcraft denke, da war jedes abmounten durch Mobs eine Gefahr und die sind einem auch noch ewig nachgerannt.
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