Hogwarts Legacy - Ein Abschiedsbrief an Harry Potter? - Seite 4
Nach 25 Jahren wurde die Welt von Harry Potter zusehends ausgeschöpft. Hogwarts Legacy könnte nun den Abschied der Geschichte bedeuten.
Auch in den bisherigen Videospieladaptionen gab es genügend Gefechte, in denen sich die Beteiligten die Sprüche und Flüche nur so um die Ohren gehauen haben. Da die Spiele allerdings eher als unterhaltsame und mäßig gute Begleiterscheinung zum Film dienten, hielt sich die Komplexität in Grenzen. Bei Hogwarts Legacy haben wir es dafür mit einem System zu tun, das deutlich mehr Freiheit bieten möchte. Je nach Vorliebe lässt sich euer Charakter unterschiedlich ausrichten.
Vielleicht nehmt ihr euch den Tarnumhang zum Vorbild und schleicht euch an nichts ahnende Gegner heran, bevor ihr sie ausschaltet. Oder ihr bevorzugt kunstvolle Techniken gegenüber roher Schockzaubergewalt. Laut den Entwicklern soll es genügend Spielraum geben, um seinen eigenen Stil zu finden. Die ersten Gameplay-Szenen machen auf jeden Fall Mut, dass wir es hier mit einem durchdachten System zu tun bekommen, dass auf viele der altbekannten Zaubersprüche zurückgreift. Während Harrys Arsenal an Magie in erster Linie aus "Expelliarmus" und "Stupor" besteht, gibt es noch zahlreiche weitere Möglichkeiten.
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Auch Zauber, die man nicht direkt in einem Kampf erwarten würde, ließen sich kreativ einsetzen. Wie wäre es zum Beispiel, wenn ihr euren Gegner mit durch Lumos Solem heraufbeschworenem Sonnenlicht für kurze Zeit blendet? Oder mithilfe von Langlock die Zunge des Gegners im Zaum haltet, damit er keine Zauber wirken kann, die er aussprechen müsste? Wir haben jedenfalls eine Menge Ideen.
Quelle: Warner Bros.
Es scheint ziemlich düster in dem neuen Spiel von Warner Bros. und Avalanche Software zu werden.
Dass das Spiel eine düstere Atmosphäre als die anderen Adaptionen haben wird, wurde bereits angedeutet. In einem Trailer werdet ihr davor gewarnt, gefährliche Wege zu beschreiten, da sie euch auf den dunklen Pfad locken könnten. Von einem Moralsystem war in der Vergangenheit ebenfalls die Rede, auch wenn bisher nicht klar ist, wie stark sich dieses auf das Spiel auswirken wird.
Unter bestimmten Umständen seid ihr sogar in der Lage, unverzeihliche Flüche zu nutzen. Darauf steht eigentlich eine lebenslange Haftstrafe in Askaban, also seid nicht überrascht, wenn danach eine Horde an Auroren auftaucht und euch mitschleift. Allerdings hat sogar Harry ein paar Male während des Zaubererkrieges auf unverzeihliche Flüche zurückgegriffen.
Jenseits der Schlossmauern: Die offene Spielwelt
Wenn ihr erschöpft davon seid, die 142 Treppen in Hogwarts zu erklimmen, und gerade keine dunkle Bedrohung eure Aufmerksamkeit verlangt, steht euch eine offene Welt zur Verfügung. Wer braucht schon einen Portschlüssel, wenn ihr auf dem Besen oder mit einem Hippogreif durch die Welt reisen könnt?
In den Filmen und Büchern haben wir zwar diverse Schauplätze wie die Winkelgasse, den Fuchsbau oder das Zaubereiministerium zu Gesicht bekommen, aber was genau sich auf und hinter den Ländereien von Hogwarts verbirgt, blieb weiterhin ein Mysterium.
Wir kennen den See, den verbotenen Wald und den Weg zu Hagrids Hütte. Nach Hogsmeade durften wir Harry ab dem dritten Teil ebenfalls begleiten, wenn auch zunächst nur heimlich. Das magische Dorf in der Nähe der Schule wird auch in Hogwarts Legacy eine Rolle spielen. Dort könnt ihr eure Vorräte aufstocken, um im Raum der Wünsche weiter nützliche Tränke zu brauen und Ausrüstung herzustellen. Gebt jedoch auf euch Acht, da auch zwielichtige Personen dort ihr Unwesen treiben.
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Doch auch auf den umliegenden Wegen und Feldern, die ihr Aussehen der aktuellen Jahreszeit entsprechend verändern, gibt es einiges zu entdecken. Unter anderem erwarten euch Händler, bei denen ihr nicht nur besondere Waren erwerben, sondern auch Aufträge annehmen könnt. Um es zu einem klassischen Action-Rollenspiel zu machen, dürfen natürlich auch Rätsel nicht fehlen. Diese findet ihr ebenfalls in der Spielwelt verteilt und fordern euren Gehirnschmalz; das ist im Gegensatz zum Ohrenschmalz allerdings keine Geschmackssorte von Bertie Botts Bohnen.
Quelle: Warner Bros.
Phantastische Tierwesen dürfen natürlich auch nicht fehlen. Charlie Weasley hätte sicher einiges über Drachen zu erzählen.
Ihr werdet außerdem auf verschiedenste Tierwesen stoßen, manche davon brauchen eure Hilfe, während andere von dunkler Magie verdorben wurden. Im Raum der Wünsche, der euch als eine Art Basis zum Craften dient, könnt ihr auch euren eigenen kleinen Zoo aufbauen. Dabei handelt es sich allerdings nicht um kleine Gehege für die faszinierenden Wesen, sondern eine richtige kleine Außenwelt, die ihr ganz nach eurem Geschmack bebauen könnt.
Der krönende Abschluss oder zu viel gewollt?
Was das Entwicklerteam mit Hogwarts Legacy vorhat, klingt erst einmal toll. Grafisch kann der Titel auf den ersten Eindruck auch überzeugen, insofern steht dem Erfolg eigentlich nichts im Weg.
Außer, ja außer, Warner Bros. und Avalanche Software haben sich vielleicht etwas übernommen und wollen zu viel auf einmal. Denn auf dem Papier beinhaltet es alles, was die Fans wollen. Das allein macht es bereits schwierig, den Erwartungen gerecht zu werden, die genauso hoch sind wie der Astronomieturm der Zauberschule.
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Das wäre durchaus der Reihe angemessen und es gäbe in dem Universum sicher noch genügend Potential für frische Ideen und Umsetzungen.
Die Gesellschaft in der wir leben ist halt das letzte.
Ich kann diese Überpolitisierung von jedem einzelnen Aspekt des menschlichen Lebens nicht mehr ertragen. Ich will ein verdammtes Spiel spielen und in eine andere Welt eintauchen und mir dabei NICHT Gedanken darüber machen müssen, ob das Ding jetzt irgendwie transinklusiv ist.
Und ich will auch nicht, dass die Bewertung einer renommierten Games-Seite davon abhängt, ob jede an der Entstehung des Spiels beteiligte Person politisch absolut "sauber" im Sinne einer kleinen Twitterbubble ist:
" sie setzen ein deutliches Zeichen: Ihr könnt in dem Spiel einen Transgender-Charakter erstellen.
Spätestens jetzt wird klar: Wir haben es hier nicht mit einer weiteren lieblosen Story zu tun "
Echt? Die Story ist gut, weil man einen Transcharakter erstellen kann? Ist das euer Ernst?
Und dann noch das übliche Gelaber, das ich inzwischen JEDES EINZELNE MAL quasi gecopypastet sehe, wenn über Harry Potter geredet wird: JK Rowling ist problematisch und spricht Transpersonen ihre Daseinsberechtigung ab. Und angeblich hat sie deshalb die ganze Fancommunity, schlimmer noch, die gesamte Öffentlichkeit gegen sich aufgebracht.
Verbrennt die Hexe!
Dieses Narrativ wird einfach ungeprüft übernommen. Irgendwelche Transpersonen sagen "ich fühle mich davon verletzt" und dann ist das auch so. Let the shitstorm begin. Und bevor ihr auf diesen Zug aufspringt, hätte ich von euch zumindest eine kritische Auseinandersetzung mit Rowlings Äußerungen erwartet. Mal nüchtern und unkommentiert durchlesen und selbst schauen, oh die denn wirklich so schlimm sind.
Ich weiß, dieser Aspekt hat nur einen kleinen Teil dieses Artikels ausgemacht. Aber genau wegen sowas macht mir eure Seite kaum noch Spaß beim Lesen.
Ich seh einen Artikel mit einem Absatz zu irgend einer Minderheit o.ä., seufze kurz und scrolle vorbei, weil ich eh schon weiß, was drin steht.