Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß?

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Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß?
Quelle: PC Games

Hogwarts Legacy verzückt weltweit die Fans von Harry Potter, schließlich war es für viele schon immer ein Traum, selbst in die berühmte Zauberschule zu kommen und dort Abenteuer zu erleben. Doch macht das Spiel auch Spaß, wenn man überhaupt keine Ahnung von Harry Potter hat? Unser Redakteur Chris hat das getestet und schreibt hier von seinen Muggel-Eindrücken zum Open-World-Action-RPG.

Ich habe zwar bereits die Namen dieser bei Fans sicherlich bekannten Sprüche vergessen, aber wenn ich einen Gegner hochhebe, beschieße, zu mir ziehe, Feuer auf ihn werfe und schließlich einen Finisher einsetze, ist das eine coole Nummer. Das Kampfsystem ist manchmal ein wenig schwerfällig, da man zwischen verschiedenen Zaubersprüchen wählen und gleichzeitig oftmals schnell ausweichen oder einen Schutzzauber sprechen muss, aber als ich dann mal drin war, stellten die Scharmützel mit den Gegnern mein klares Highlight dar. Überhaupt hege ich keinerlei Groll auf Hogwarts Legacy. Es hat mich an einigen Stellen genervt, weil ich mir dachte, dass es besser oder zumindest weniger umständlich ginge, aber schlecht fand ich es nie. Die aufgesetzte Freundlichkeit vieler Figuren, die platten Charaktere und die sowohl ausufernden als auch eher schwach geschriebenen Dialoge nehme ich dem Spiel nicht so übel. Schließlich werden viele jüngere Zocker zugreifen. Wenn dann mehr erklärt wird und die Gespräche gestelzt ausfallen, ist das schon okay.

Das Spiel lebt von seinem Fan-Service. Davon, dass es Lesern der Romane ermöglicht, selbst in diese Welt abzutauchen. Und dabei spielt es keine Rolle, ob man sich als Mittdreißiger nach Nostalgie sehnt, oder ob man ein Fünftklässler ist, der gerade jeden Abend in den Büchern versinkt, und sich selbst nach Hogwarts wünscht. Das finde ich wirklich schön. Als Fan kann man bei Hogwarts Legacy über viele Kleinigkeiten hinwegsehen, die mir als Muggel (ein Kollege nannte mich so und ich schlug das Wort nach) störend auffallen.

Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: Macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß? (9) Quelle: Warner Bros. Hogwarts Legacy aus Muggelsicht: Macht das Spiel auch ohne Fan-Brille Spaß? (9)

Nach etwa 15 Stunden mit Hogwarts Legacy habe ich ohne Fan-Brille keine Lust mehr weiterzuspielen. Dafür fand ich viele Dinge tatsächlich zu langweilig. Als ich an einer Stelle ewig lang einen Raum gestalten musste, indem ich Teppiche auf den Boden legte, war mir klar, dass ich hier nicht glücklich werde. Aber das Spiel hat etwas geschafft, was ich bisher für unmöglich hielt: Ich bin tatsächlich daran interessiert, zumindest mal die Filme zu Harry Potter zu schauen. Und wer weiß, vielleicht bin ich danach dann genug im Universum, um Hogwarts Legacy als das zu erleben, was es ganz klar ist: Ein Spiel für Leute, die das Potter-Universum mögen und sich zumindest ein bisschen darin auskennen.

Solltet ihr nicht so ein ungebildeter Dämlack wie ich sein und (wie anscheinend fast jeder Mensch) mal Kontakt mit Harry Potter und der Wizarding World gehabt haben, empfehle ich euch den ausführlichen Test zu Hogwarts Legacy von meiner Kollegin Toni. Und wenn ihr einer dieser fanatischen Potterheads seid, die den ganzen Bums viel zu ernst nehmen und sich über diesen Artikel hier beschweren möchten, schreibt mir gerne eine wütende Mail mit vielen Beleidigungen an sascha.lohmueller@computec.de.

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    • Kommentare (43)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von matrixfehler
        Sei es nun das Rumgefuchtel mit den albernen Zahnstochern (und der Fakt, dass man ohne diese Magie-Protesen offenbar nutzlos ist)
        Ungefragter Fun Fact: Es gibt laut Lore auch Regionen auf der Welt, in der ohne Zauberstab gezaubert wird. (Afrika)
        Dass man in Europa einen Stab benutzt, ist also wohl eher eine Style-Entscheidung. :D
      • Von Carlo Siebenhuener Videoredakteur
        Zitat von matrixfehler
        Sei es nun das Rumgefuchtel mit den albernen Zahnstochern (und der Fakt, dass man ohne diese Magie-Protesen offenbar nutzlos ist)
        Ungefragter Fun Fact: Es gibt laut Lore auch Regionen auf der Welt, in der ohne Zauberstab gezaubert wird. (Afrika)
        Dass man in Europa einen Stab benutzt, ist also wohl eher eine Style-Entscheidung. :D
      • Von Toni Autorin
        Zitat von AlBundyFan
        ich habe witcher 3 auch nach knapp über 10h aufgehört weil es mich gelangweilt hat so wie der schreiber es bei hogwarts gemacht hat.
        Ich kam bei the Withcer 3 auch nicht weit, da hat mich Legacy deutlich mehr gefesselt, vor allem die Kämpfe fühlen sich ganz anders an
        Zitat von joker02221
        Was mir noch gefehlt hat wären Aussagen über die Güte der Hauptstory, also ist die einigermaßen gut oder nur so Beiwerk. Aber wenn das Spiel nach 15 Stunden abgebrochen wurde, dann wohl eher nicht so fesselnd.
        So wie ich es auch im Podcast verstanden habe, hat es Chris vor allem genervt, dass er Nebenaufgaben machen muss, um die Hauptquest weiterzuspielen. Da ich jetzt nicht für ihn sprechen will, kann ich zumindest meine Meinung über die Hauptquest teilen. Ich fand sie sehr gut und hat sogar gegen Ende nochmal angezogen, was kreatives Design anging. Aber gerade in den ersten Stunden, kann man sie nicht komplett getrennt von den Nebenmissionen spielen.
      • Von LuciusSolari Anwärter/in
        Zitat von matrixfehler
        Ich weiß nicht, was man für ein Mensch sein muss um dieses Universum zu feiern.

        Hier kommt ein ganz abartiger Gedanke: Jemand mit einem anderen Geschmack als Du? Die spinnen, die Menschen.
        Zitat von AlBundyFan
        ich habe diesen test gelesen und mir bei jedem absatz gedacht: wie ist das bei witcher 3 - dem angeblich besten spiel der welt - das ich aber einfach nur langweilig fand.

        und in jedem absatz des artikels dachte ich mir - das ist doch bei witcher 3 auch nicht besser.
        ich habe witcher 3 auch nach knapp über 10h aufgehört weil es mich gelangweilt hat so wie der schreiber es bei hogwarts gemacht hat.

        allein wenn ich daran denke, dass ich hofknickse üben musste nach abschluss von kapitel 1. das ist in etwa gleich lustig wie das zimmer mit teppichen ausstatten.
        Ja mit dem Witcher versuche ich es auch immer wieder. 3 Versuche 3 Mal abgebrochen. Mein Gott ist das Spiel langweilig.
      • Von LeoSchranke NPC
        Wow, sehr sehr unterhaltsames Video. Danke dir dafür... "er hätte mich ja vorher zum Essen einladen können"... ????So lustig. Auch inhaltlich top.
      • Von joker02221 Mitglied
        Bisher habe ich nur Reviews aus Fansicht gesehen oder doch zumindest von Leuten, die HP ausgiebig konsumiert hatten. Oder JK Rowling Hatern (Wired). Dachte mir daher, wie würde HL wohl für jemanden sein, der absolut Null Ahnung hat vom ganzen HP-Universum (also quasi jemand wie ich). Da kommt dieser Artikel gerade recht. Was mir noch gefehlt hat wären Aussagen über die Güte der Hauptstory, also ist die einigermaßen gut oder nur so Beiwerk. Aber wenn das Spiel nach 15 Stunden abgebrochen wurde, dann wohl eher nicht so fesselnd. Denke mir würde es wohl ähnlich gehen. Danke für den interessanten Artikel. Nur das mit dem "muggel" würde ich mir abgewöhnen bzw. verbitten. Bei dem Wort stellen sich einem ja die Nackenhaare auf.
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