Hell is Us im Test: Das düstere Action-Adventure überzeugt mit Tiefgang und Symbolik, schwächelt aber in der Ausführung

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Hell is Us im Test: Das düstere Action-Adventure überzeugt mit Tiefgang und Symbolik, schwächelt aber in der Ausführung
Quelle: PC Games

In Hell is Us verschmelzen Krieg und Horror zu einer gnadenlosen Reise in die Abgründe der Menschheit. Dabei geht das Spiel mutige Wege und hält uns einen unbarmherzigen Spiegel vor - ist jedoch bei Weitem nicht perfekt.

Die meisten unter uns hatten bisher das Glück, nie einen Krieg aus nächster Nähe miterleben zu müssen. Kaum vorstellbar, was all das Grauen, die Gewalt und der allgegenwärtige Tod mit der Psyche eines Menschen machen. Es heißt nicht umsonst "Krieg ist die Hölle auf Erden". Und dennoch kann es der Mensch einfach nicht lassen.

Die Gründe dafür? Ebenso vielfältig wie unerheblich, denn das Ergebnis bleibt immer gleich. Ob es um wirtschaftliche Vorteile, den Kampf um Ressourcen, die Erweiterung des eigenen Landes oder religiösen Fanatismus geht, am Ende bringt Krieg nur eins: Leid.

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Die Grausamkeit des Krieges steht auch in Hell is Us (jetzt kaufen 24,90 € / 42,49 € ) durchgehend im Vordergrund. Kombiniert mit einer übernatürlichen Seuche erleben wir hautnah, wozu Menschen fähig sind und was sie sich gegenseitig antun im Namen einer größeren Sache.

Nachdem wir nun die Abgründe Hadeas kennengelernt haben, verraten wir euch, wie die Kombination aus realen Tragödien und übernatürlichem Horror funktioniert. Willkommen in der Hölle.

Die Hölle ist ausgebrochen

Auf der Suche nach unseren Eltern schmuggeln wir uns als abtrünniger Friedenswächter Remi in das abgeriegelte Hadea, das früher einmal unsere Heimat war. Dort angekommen wütet bereits ein verheerender Bürgerkrieg, der bereits Berge an Leichen hinter sich gelassen hat. Doch damit nicht genug, brach außerdem eine übernatürliche Seuche aus, die die wenigen Überlebenden des Krieges zusätzlich bedroht.

Unsere Aufgabe ist es, den Geheimnissen des Landes und unserer eigenen Vergangenheit auf den Grund zu gehen und den Bewohnern Hadeas im Kampf gegen die mysteriösen Ungeheuer, die sogenannten Hollow Walker, die die Seuche hervorgebracht hat, zu helfen. Vielleicht können wir Hadea so vor sich selbst bewahren.

Eine Grube voller Leichen des Bürgerkriegs in Hell is Us. Quelle: PC Games Hadeas Bürgerkrieg forderte unzählige Opfer.

Allein in einem fremden, zerrütteten Land

Die freie Erkundung ist eines der Kernstücke von Hell is Us. Die Entwickler sind hier bewusst von der üblichen geführten Entdeckung mit Karten, Kompass im HUD, Minimap und Questmarkern abgewichen und werfen uns beinahe ohne Hilfsmittel in die düstere Welt. Lediglich ein manueller Kompass, den wir als Item im Inventar haben, hilft uns bei der Orientierung. Ansonsten sind wir voll und ganz auf unsere Sinne angewiesen.

Wichtige Schauplätze finden wir relativ einfach, indem wir uns mit Einheimischen unterhalten. In den Gesprächen erfahren wir beispielsweise die Richtung, in die wir müssen - hier kommt wieder unser Kompass ins Spiel -, oder einen signifikanten Punkt in der näheren Umgebung, wie zum Beispiel eine markante Statue oder Ähnliches.

Außerdem haben einige der NPCs auch kleine Nebenaufträge für uns parat. Natürlich fragen sie nie direkt nach Hilfe, denn die Bewohner Hadeas sind ein stolzes Volk. Doch bei genauem Zuhören wird schnell klar, was ihnen fehlt und wie wir ihnen helfen können.

Bauer Ernest, der sich im Keller seiner Farm vor den Folgen des Krieges versteckt. Quelle: PC Games Bauer Ernest gibt uns trotz seiner Trauer um seine im Krieg gefallenen Söhne wichtige Hinweise auf unser nächstes Ziel. Allerdings handelt es sich dabei lediglich um Besorgungsaufgaben. Die jeweiligen Bewohner benötigen ein oder mehrere Items, die wir beim Erkunden der Welt finden und schließlich zu den entsprechenden NPCs (zurück-)bringen. Viel Abwechslung wird hier leider nicht geboten.

Anders verhält es sich bei den Rätseln. Immer wieder stoßen wir auf unserer Reise durch Hadea auf geheimnisvolle Orte, Truhen und Türen, die sich nur durch das Lösen von Rätseln öffnen lassen. Hier haben sich die Entwickler wirklich Mühe gegeben, die verschiedenen Knobelaufgaben abwechslungsreich zu gestalten.

Einige lösen wir durch intensives Beobachten unserer Umgebung, bei anderen erhalten wir durch geschicktes Kombinieren von Hinweisen den passenden Code für die Tür. Bei den geheimnisvollen, lymbischen Truhen gilt es, die richtigen Schlüssel in die dafür vorgesehenen Steckplätze zu platzieren. Denn die Schlüssel haben nicht nur verschiedene Gravuren, sie sind auch mit unterschiedlichen lymbischen Energien geladen. Darüber hinaus müssen sie erstmal überall in der Welt gefunden werden.

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  1. Seite 1 Hell is Us im Test: Das düstere Action-Adventure überzeugt mit Tiefgang und Symbolik, schwächelt aber in der Ausführung
  2. Seite 2 Hell is Us im Test: Fraktionen des Krieges und Gegnerdesign
  3. Seite 3 Hell is Us im Test: Einsatz der Drohne, Kampfsystem und Symbolik
  4. Seite 4 Hell is Us im Test: Technik und Performance, Fazit und Wertung
    • Kommentare (5)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Orkhammer Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von VZiermann
        Die Demo zeigt den Prolog, daher ist das Gebiet recht klein und es wirkt alles sehr linear. Im späteren Spiel sind die verschiedenen Gebiete deutlich größer und bieten mehr Raum zum Erkunden. Was bleibt ist, dass du Orte (z.B. Dorf Jova) nur besuchen kannst, wenn du Infos über deren Lage hast (die du nur mit fortschreitender Geschichte bekommst) und dass die Orte in sich geschlossen sind, also keine richtige Open World, nur offene Areale. Einige Bereiche, die zunächst durch z.B. Barrikaden verschlossen sind, sind auch erst im späteren Verlauf der Geschichte verfügbar.
        Danke für die Info.
        Da ich jedoch ein großer Fan von Karten in solchen Spielen ist und mein Orientierungssinn quasi nicht vorhanden ist, fürchte ich, dass ich damit nicht lange Freude haben würde.
        Fehlende deutsche Lokalisierung kommt noch dazu.
      • Von Orkhammer Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von VZiermann
        Die Demo zeigt den Prolog, daher ist das Gebiet recht klein und es wirkt alles sehr linear. Im späteren Spiel sind die verschiedenen Gebiete deutlich größer und bieten mehr Raum zum Erkunden. Was bleibt ist, dass du Orte (z.B. Dorf Jova) nur besuchen kannst, wenn du Infos über deren Lage hast (die du nur mit fortschreitender Geschichte bekommst) und dass die Orte in sich geschlossen sind, also keine richtige Open World, nur offene Areale. Einige Bereiche, die zunächst durch z.B. Barrikaden verschlossen sind, sind auch erst im späteren Verlauf der Geschichte verfügbar.
        Danke für die Info.
        Da ich jedoch ein großer Fan von Karten in solchen Spielen ist und mein Orientierungssinn quasi nicht vorhanden ist, fürchte ich, dass ich damit nicht lange Freude haben würde.
        Fehlende deutsche Lokalisierung kommt noch dazu.
      • Von Kahlmoix Gelegenheitsspieler/in
        Ich finds geil, auch die Kämpfe mit Einsatz der Drohne 🥳
      • Von VZiermann Redakteurin
        Zitat von Orkhammer
        Aber zumindest in der Demo gab es diese angepriesene freie Erkundung ohne Questmarker zwar, jedoch wirklich frei war es nicht, denn das Spiel war strikt linear. Eine Erkundung selbst hat also nicnt stattgefunden.

        Daher die Frage an die Testerin: Ist das im fertigen Spiel auch noch so?
        Die Demo zeigt den Prolog, daher ist das Gebiet recht klein und es wirkt alles sehr linear. Im späteren Spiel sind die verschiedenen Gebiete deutlich größer und bieten mehr Raum zum Erkunden. Was bleibt ist, dass du Orte (z.B. Dorf Jova) nur besuchen kannst, wenn du Infos über deren Lage hast (die du nur mit fortschreitender Geschichte bekommst) und dass die Orte in sich geschlossen sind, also keine richtige Open World, nur offene Areale. Einige Bereiche, die zunächst durch z.B. Barrikaden verschlossen sind, sind auch erst im späteren Verlauf der Geschichte verfügbar.
      • Von Orkhammer Spiele-Enthusiast/in
        Zitat von OldShatterhand
        Das gekloppe wirkt schon allein im Testvideo langweilig. Tu ich mir nicht an. Schade um die schöne Spielwelt.
        Hast du die Demo gespielt?
        Dort hatte ich den Eindruck, dass beim Kampfsystem noch viel Luft nach oben ist, wobei man da nicnt wirklich viel kämpft.
        Aber zumindest in der Demo gab es diese angepriesene freie Erkundung ohne Questmarker zwar, jedoch wirklich frei war es nicht, denn das Spiel war strikt linear. Eine Erkundung selbst hat also nicnt stattgefunden.

        Daher die Frage an die Testerin: Ist das im fertigen Spiel auch noch so?

        Ein weiterer Punkt für mich: Keine deutsche Sprachausgabe. Somit fällt es wohl eher durch. Ein Spiel ohne Deutsch muss es auf anderen Ebenen wieder rausreißen und das sehe ich hier nicht.
      • Von OldShatterhand Mitglied
        Das gekloppe wirkt schon allein im Testvideo langweilig. Tu ich mir nicht an. Schade um die schöne Spielwelt.
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