Hearthstone: Heroes of Warcraft vs. Magic: The Gathering - Die Kosten

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Hearthstone: Heroes of Warcraft vs. Magic: The Gathering (1)
Quelle: Blizzard

Unter den Sammelkartenspielen ist Magic: The Gathering so etwas wie der Platzhirsch. Eine Rolle, die Blizzard mit World of Warcraft bei Online-Rollenspielen einnimmt. Mit Hearthstone: Heroes of Warcraft wildert Blizzard künftig in den Gefilden von Magic - und muss sich mit dessen Qualitäten messen. Wir haben beide Spiele im Detail verglichen.

Dieser Inhalt bringt uns zum letzten Thema unseres Artikels: Wie viel kostet das Vergnügen? Magic 2013 ist über die Steam-Plattform für 9,99€ verfügbar und erlaubt euch, zweimal kostenlos den Sealed Modus zu spielen. Außerdem könnt ihr euch gegen weitere Kosten sofort alle Karten eines Decks, die Umwandlung bestimmter Karten in ihre glänzende Variante und weitere Zugänge in den Sealed Modus erkaufen. Letzteres kostet pro Zugang um knapp zwei Euro - wobei berücksichtigt werden sollte, dass ihr im Spiel über keine Sammlung oder ähnliches verfügt, und ihr somit nur ein weiteres Mal die gleiche Mini-Kampagne spielen könnt und ein neues Sealed Deck für den Online-Modus erhaltet. Wer diesen Gegenwert für in Ordnung hält, kann bis zu 18 weitere Sealed-Kampangen spielen.

Heathstone hingegen ist vorerst kostenlos, momentan allerdings noch in der geschlossenen Betaphase - die folgenden Informationen können sich also bis zum offiziellen Release noch ändern. Die hauptsächliche Währung sind Goldmünzen, die ihr euch auf verschiedene Arten erspielen könnt. Einige erhaltet ihr nach dem Tutorial und euren ersten Spielen, danach steht euch eine tägliche Aufgabe zur Verfügung, die mit 40 Goldstücken entlohnt wird. Weiterhin erlangt ihr unterschiedlich viel Gold nach dem Ende einer Arena-Runde, und jeder fünfte Sieg in jeglichem Online-Modus gewährt euch ebenfalls 5 Goldmünzen. In Summe könnt ihr täglich circa 45 Goldstücke erspielen, sofern ihr bei einer durchschnittlichen Gewinnchance in zehn Spielen antretet und eure Tagesaufgabe absolviert. Der erste Eintritt in die Arena ist kostenlos, ab dann allerdings kostet euch jeder weiter Spieldurchlauf 150 Gold.

Wer seine Sammlung mit Boosterpackungen aufstocken will, kann dies für 100 Gold pro Päckchen tun, in welchem garantiert zumindest eine Karte von hoher Seltenheit und vier weitere Karten enthalten sind. Die Rarität ist an der typischen Farbkennzeichnung erkennbar, somit gibt es weiße (gewöhnliche), blaue (rare), lila (epische) und orangene (legendäre) Karten. Ein interessantes Feature ist außerdem, dass ihr per Boosterpack erhaltene Karten bei Nichtgefallen (oder mehr als zweifacher Ausführung) entzaubern könnt, was mit Arkanstaub belohnt wird. Mit diesem könnt ihr die Karten erstellen, die ihr gerne haben wollt - allerdings braucht ihr vor allem für epische und legendäre Karten eine riesige Menge Staub. Wollt ihr diesen doch sehr langsamen Fortschritt beschleunigen, steht es euch frei, echtes Geld zu investieren. Ein Zugang zur Arena kostet euch 1,79 Euro, Boosterpackungen kosten im Durchschnitt 1,25 Euro.

Fazit

Beide Spiele haben ihre Vor- und Nachteile, sind aber generell sehr gute Vertreter des CCG-Genres. Magic 2014 ist zwar komplexer ausgelegt, aber dank einer guten Einführung für Fans und Neulinge gleichermaßen geeignet. Zu bedenken ist allerdings, dass es weitaus mehr auf den Einzelspielermodus ausgelegt ist. Die Sealed-Kampangen sorgen für Abwechslung, genau wie die freischaltbaren Karten für die zehn Themen-Decks welche zumindest eine kleine Option für die Anpassung eures Decks bieten. Da das Erstellen komplett eigener Kartensets nicht verfügbar ist, verliert allerdings der ansonsten gut umgesetzte Online-Modus nach einer gewissen Zeit an Reiz, denn die Variation hier ist sehr eingegrenzt. Dafür ist die lange Entwicklungszeit von Magic the Gathering deutlich spürbar, wodurch das Spieldesign trotz der hohen Komplexität stets nachvollziehbar bleibt. Magic 2014 biete euch somit für die Investition von 10 Euro, abseits der etwas fragwürdigen Kosten für den Sealed Modus, einen großen Spielumfang, mit einem angenehmen und kostenlosen Fortschrittsprozess.

Genau hierin liegt die einzige Kritik an Hearthstone. Der Fortschritt geht nach dem Freischalten aller Decks und deren Extra-Karten ohne echtes Geld nur sehr langsam voran. Die täglichen Quests und die Belohnungen für gewonnene Spiele ändern daran nur wenig. Ein großer Pluspunkt wären die frei erstellbaren Kartendecks, doch ist das sehr schwer umzusetzen, sobald ihr mehrere Karten von hoher Seltenheit verwenden wollt. Natürlich ist die Nutzung des Spiels vorerst komplett kostenfrei - wer allerdings in kurzer Zeit mehr in Hearthstone erleben will, der muss zweifelsohne in die Geldbörse greifen. Die Preisgestaltung ist zwar fair, doch es fehlt die Möglichkeit den Fortschritt auch mit einer überschaubaren Zeitinvestition zu erlangen. Abseits dieser negativen Punkte ist Hearthstone ein für alle Arten von Spieler geeigneter Titel mit hoher Einsteigerfreundlichkeit und zunehmend taktischer Tiefe, der somit ebenfalls für erfahrenere Spieler eine Herausforderung darstellt. Experten des Genres werden allerdings schnell merken, dass durch die begrenzte Kartenanzahl und die teilweise sehr schnellen Runden das Kartenglück eine etwas höhere Rolle einnehmen kann als in anderen CCGs.

Doch gerade wegen den kurzen und sehr actionreichen Partien kann man ein Auge zudrücken und einfach auf die nächste Runde warten. Die Synergien zwischen den Karten und auch dem Helden ist sehr gut verständlich, dennoch nicht zu simpel gehalten und bietet in erweiterten Decks eine hohe Spieltiefe. Das generelle Spieldesign wirkt Blizzard-typisch einladend und nett, und ist mit vielen kleinen Details versehen - beispielsweise kann man auf den liebevoll designten Spielfeldern per Mausklick mit der Umgebung interagieren. Durch die neun von Grund auf verschiedenen Helden und den insgesamt über 380 unterschiedlichen Karten ist auch der Langzeitspaß gesichert. Für Spieler die mehr Zeit investieren wollen gibt es außerdem die Möglichkeit innerhalb einer Rangliste zu spielen. Doch auch wenn Hearthstone somit nahezu den Ansprüchen jedes Spielertyps gerecht wird, ist es ohne Geld auszugeben nach der anfänglichen Spielzeit eher als Titel für eine Runde zwischendurch oder unter Freunden geeignet.

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    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von pathh80 NPC
        Spiele gerne mal ne Runde Magic am PC. Aber mir gefällt die "Papierversion" besser :)

        Vielleicht sollte ihr mal eine Bericht über Hex TCG (http://hextcg.com/) bringen, denke das wird ne ganze Ecke besser als Blizzards Hearthstone.
      • Von pathh80 NPC
        Spiele gerne mal ne Runde Magic am PC. Aber mir gefällt die "Papierversion" besser :)

        Vielleicht sollte ihr mal eine Bericht über Hex TCG (http://hextcg.com/) bringen, denke das wird ne ganze Ecke besser als Blizzards Hearthstone.
      • Von LordDelany Anfänger/in
        Bei diesem Artikel muss man leider ein paar Sachen klar stellen.

        Das von euch im Titel als "Magic: The Gathering" beschriebene Spiel heißt eigentlich "Magic 2014 - Duels of the Planeswalkers": http://store.steampowered...

        Magic: The Gathering ist auf Papier entstanden, und das von euch im Vergleich beschriebene Spiel kann höchstens als Demo-Version für das komplette Spiel gewertet werden!

        Wenn ihr wirklich Magic mit Hearthstone vergleichen wollt, dann nehmt doch bitte das richtige Spiel, Magic Online: https://www.wizards.com/M...
        oder stellt zumindest im Titel klar, was ihr da miteinander vergleicht!

        Vielen Dank!

        Edit: In Magic Online gibt es übrigens gleich ZWEI Modi, die etwas dem Helden Ähnliches aufweisen können: Einmal das Format "Commander" (oder EDH), in dem eine legendäre Kreatur als General dient, um den das ganze Deck aufgebaut wird und einmal den Planeswalker-Modus, in dem der ausgewählte Avatar gleichzeitig noch einen Einfluss auf das Spielgeschehen hat.

        Mir ist klar, dass ihr ihr zwei CCGs vergleichen wollt, aber wenn das eine nur als Demo-Version gedacht ist, um einen Einstieg in das Volle Spiel zu bieten, macht es wohl kaum Sinn, dieses Spiel als einzigen Repräsentanten der Familie zu nennen. Da kann man ja gleich Guild Wars 2 mit der kostenlosen Einsteigerversion von World of Warcraft vergleichen!

        Das soll übrigens keineswegs heißen, dass Hearthstone kein gutes Spiel ist. Im Gegenteil, ich werde es auf jeden Fall spielen! Und euer Vergleich mag inhaltlich auch gelungen sein, aber ich bitte ausdrücklich darum, darauf hinzuweisen, welche Rolle Duels of the Planswalkers für Magic spielt, und es nicht als DAS Magic: The Gathering darzustellen.
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