Hearthstone: Heroes of Warcraft Beta gespielt - Vielfältige Karten sorgen für Tiefgang
Ein kleines Trading-Card-Game mit Free2Play-Modell? Von den Schöpfern der Warcraft-, Diablo- und Starcraft-Reihen ist man anderes gewohnt. Trotzdem ist Hearthstone kein Reinfall, ganz im Gegenteil: In der US-Beta überrascht das Kartenspiel mit knackigen Kämpfen, fröhlicher Atmosphäre und jeder Menge Spielwitz.
Vielfältige Karten sorgen für Tiefgang
Neben den grundlegenden Werten – Manakosten, Angriffskraft und Lebenspunkte – besitzen die meisten Einheiten-Karten spezielle Eigenschaften. Sie liefern die nötige Spieltiefe und sorgen dafür, dass die Kämpfe vom einfachen Schlagabtausch zur taktischen Zerreißprobe werden. Da gibt es etwa raffinierte Gnome, die Mana-Kosten für befreundete Einheiten senken. Jägerinnen, die beim Beschwören eine Bonuseinheit aufs Schlachtfeld rufen. Totems, die jede Runde befreundete Einheiten heilen. Mächtige Ritter, die Angriffs- und Lebenspunkte aller ausgespielten Karten um je einen Punkt erhöhen. Und viele, viele mehr. Besonders wichtig sind dabei die defensiven Karten mit der Eigenschaft "Spott" ("taunt"). Wird so eine Einheit ausgespielt, bildet sich um sie ein Schildsymbol – das bedeutet, dass alle gegnerischen Truppen zunächst diese Einheit besiegen müssen, bevor sie den Helden angreifen können. Taunt-Karten können selbst die beste feindliche Taktik durcheinanderbringen und – im richtigen Moment gespielt – eine aussichtslose Runde in einen Sieg verwandeln.
Zwischen Jubeln und Fluchen: die Emotionen spielen mit
Die unterschiedlichen Karten und natürlich auch das Zufallselement sorgen für Gefechte, die wunderbar unberechenbar sind. Ein Jubelschrei lässt sich dann kaum noch verkneifen, wenn man mit nur einem mickrigen, letzten Lebenspunkt einen übermächtigen Gegner in zwei, drei mutigen Zügen plattmacht. Und weil so viele Emotionen mitspielen, hat Blizzard eine wichtige Sperre eingebaut: Wer gegen fremde Spieler per Matchmaking antritt, muss gänzlich auf die Chat-Funktion verzichten. Nur wer Spieler aus seiner Freundesliste herausfordert, kann ihm oder ihr beliebig Lob, Anerkennung oder wüste Beschimpfungen ins Textfenster schreiben. Bei fremden Spielern stehen hingegen nur vorgefertigte Emotes zur Auswahl: Legt der Gegner beispielsweise einen cleveren Zug hin, so kann man ein respektvolles "Gut gespielt" rüberschicken. Und wenn man solches Lob erhält, antwortet man artig mit einem "Danke!".
Ein Detail hat uns dabei besonders gefallen: Wenn man mit dem Mauscursor eine Karte oder eine Fähigkeit untersucht, so wird diese für den Gegner rot umrandet. Man sieht also immer, wie sich der Gegenspieler gerade verhält und welche Karten er betrachtet. Und wenn man beim Ausspielen einer Karte zögert oder ob gar einen Rückzieher macht, bekommt der Gegner diese Unsicherheit genauso mit – man kann seinem Gegenüber also bis zu einem gewissen Grad auf die Finger schauen.
Gold oder Geld: So kommt man man neue Karten
Quelle: PC Games
Gute Ausbeute beim Öffnen eines Booster Packs. Die blauen Steine unter den Motiven symbolisieren den Seltenheitsgrad einer Karte. Die goldene Karte "Pint-Sized Summoner" können wir auf Wunsch auch zu einer großen Menge Arkanstaub zerlegen.
Für gespielte Partien verdient der ausgewählte Held Erfahrungspunkte. Alle Klassen kann man dabei unabhängig voneinander hochleveln und zwischen den Partien wechseln, ganz wie man möchte. Nur in den ersten Levels, bis zur Stufe 10, werden neue Basiskarten für eine Klasse freigeschaltet. Wer danach weitere Karten bekommen will, benötigt dazu Booster Packs, die fünf zufällige Karten enthalten. Unter diesen fünf finden sich auch oft seltene und legendäre Exemplare, die natürlich besonders mächtig sind. Darum kann in manchen Partien durchaus mal der Eindruck entstehen, dass der Gegner deutlich im Vorteil ist – doch genau das gehört eben bei Trading Card-Spielen dazu.
Booster Packs kann man entweder gegen echtes Geld kaufen, oder aber es wird Gold fällig, das man durch gewonnene Matches verdient. In der Beta reichte unser Gold allerdings nur selten für neue Booster Packs aus. Zwar gibt es auch tägliche Mini-Aufgaben wie "Gewinne zwei Partien mit einer bestimmten Klasse", für die man etwas mehr Gold erhält, doch ingesamt war uns die Währung doch etwas zu knapp bemessen. Allerdings ist zu bedenken, dass es sich hier noch um die Beta-Fassung handelt – es ist gut möglich, dass die Kosten noch gesenkt werden. Erst die fertige Version wird also zeigen, ob das Free2Play-Konzept von Blizzard aufgeht.
In diesem Artikel
- Seite 1 Hearthstone: Heroes of Warcraft Beta gespielt - Fröhlicher Kartenspaß im Warcraft-Universum
- Seite 2 Hearthstone: Heroes of Warcraft Beta gespielt - Vielfältige Karten sorgen für Tiefgang
- Seite 3 Hearthstone: Heroes of Warcraft Beta gespielt - Arena-Modus, Crafting, Inszenierung
- Seite 4 Bildergalerie

es ein Blizzardtitel, natürlich werden da dumme Kommentare von wegen P2W gepostet und wo man merkt: Ah, der hat noch nie so ein Spiel gespielt
Das ist die normale Größe für ein Set. In der Regel bringen TCG 2 bis 3 Sets pro Jahr raus. Kannst dir überlegen ob du Geld für 1000 Karten zu Beginn ausgeben würdest, oder doch ne realistische Chance auf alle Karten haben willst.
Bzgl. FTP, P2W... das ist nen TCG... da gehts um kaufen von Boostern, einzelenen Karten etc. logisch kostet das Geld. Magic kostet auch nen Schweinegeld.
Das selbe denke ich inzwischen von Retail spielen.
Free2play spiele wie DOTA2,World of Tanks,Mechwarrior Online, LoL, Warthunder und co bieten eine Spielzeit an die kein 08/15 50€ Spiel jemals bieten kann.
Ich überleg mir inzwischen dreimal ob ich mir ein Spiel zum Vollpreis kaufe.
BTT:
Habe mir schon lange einige Streams auf twitch angeschaut. Wird sicher spassig aber lange werde ich mich damit wohl nicht beschäftigen.