Gaming-Stromkosten: So berechnet ihr die Kosten

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Gaming-Stromkosten: So berechnet ihr die Kosten
Quelle: Lian Li

Für einen Gaming-PC oder eine Spiele-Konsole braucht man Strom. Wir zeigen, wie man die Kosten berechnen kann und womit man rechnen muss, wenn man eine Playstation 4 oder 5, Xbox One S oder Series X sowie einen PC miteinander vergleicht. Zudem geht es noch um PC-Netzteile und die Auswirkungen von deren Effizienz auf die Stromkosten.

Wie berechnet man den Stromverbrauch am besten? Dazu gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder ihr messt nach, was euer Setting an Strom benötigt, oder ihr schätzt es anhand von Verbrauchsangaben ab, die ihr zu euren Bauteilen und dem Zubehör erfahren könnt. Wir beginnen mit letzterer Methode: Wenn man weiß, wie viel Watt ein Gerät im Durchschnitt verbraucht, kann man ausrechnen, wie viel kWh es pro Stunde verbraucht. kWh steht für Kilowattstunden, also 1000 Wattstunden. Das bedeutet: Wenn ein Gerät ständig 1000 Watt an Stromleistung benötigt, erreicht es nach einer Stunde den Verbrauchswert von 1,0 kWh.

Kosten berechnen mit zwei Methoden

Verbraucht es 500 Watt, sind es nach einer Stunde 0,5 kWh. Ein Gaming-PC mit einem aktuellen Core i7 und einer Nvidia GeForce RTX 3070 benötigt (ohne Monitor und Soundequipment) im Schnitt beim Gaming etwa 350 Watt. Man kann dann pro Stunde also mit 0,35 kWh Strombedarf rechnen, beim Internetsurfen, Musikhören oder Office-Tätigkeiten sind es eher unter 0,1 kWh. Pro kWh bezahlt man aktuell in Deutschland im Durchschnitt gut 30 Cent - der Einfachheit halber rechnen wir mit 30 Cent pro kWh. Das heißt, dass eine Stunde PC-Gaming mit unserem RTX 3070-Beispiel demnach etwas weniger als 11 Cent kostet. Bei Tests von Grafikkarten finden sich oft auch Verbrauchswerte für das Gesamtsystem - mit solchen Tests könnt ihr also ein wenig genauer abschätzen, ob speziell euer eigener PC im Durchschnitt eher 300, 350 oder gar 400 Watt verbraucht, wenn er belastet wird.

In der Rechnung fehlen aber noch die Kosten für den Monitor und Lautsprecher. Hier gibt es aber teils enorme Unterschiede je nach dem, wie groß der Monitor (oder Fernseher) ist und welche Auflösung er hat. Auch beim Sound gibt es große Abweichungen zwischen einem kleinen 2.0-Boxenset und einem Surround-Setting über einen AV-Receiver. Bei letzteren kann es sogar je nach Alter und Modell sein, dass der AV-Receiver selbst im Leerlauf mehr verbraucht als ein anderes Modell bei ohrenbetäubender Lautstärke mit fünf Boxen plus Subwoofer. Besonders günstig ist beim Sound natürlich das Nutzen von Kopfhörern oder einem Headset. Wir nehmen Monitore und Lautsprecher aber nicht mit in unsere später noch folgenden Rechnungen auf, da die Unterschiede einfach zu groß sind. Trotzdem könnt ihr eventuell beim Hersteller erfahren, was ihr beim Verbrauch zu erwarten habt. Wichtig: Das, was die Netzteile leisten können, ist nur das Maximum und nicht das, was das Gerät im Betrieb verbraucht. Macht also nicht den Fehler, zum Beispiel bei einem Monitor, dessen Netzteil 200 Watt liefern kann, von 200 Watt als Verbrauch auszugehen.

Ein Sound-Setup mit Hi-Fi-Boxen und einem AV-Receiver (im Bild ein Denon X2600H) benötigt mehr Strom als ein simples 2.1-Boxenset. Quelle: Denon Ein Sound-Setup mit Hi-Fi-Boxen und einem AV-Receiver (im Bild ein Denon X2600H) benötigt mehr Strom als ein simples 2.1-Boxenset. Um den wahren Stromverbrauch zu ermitteln, sollte man aber lieber die oben als Erstes genannte Methode verwenden: Nachmessen. Bei vielen örtlichen Stromanbietern kann man ein passendes Messgerät ausleihen. Man schließt es an eine Steckdose an, dort kommt dann wiederum der Stecker der Steckerdosenleiste hinein, an der euer Gamer-Setting (PC/Konsole, Monitor/TV-Gerät und Lautsprecher/HiFi-Anlage) angeschlossen werden. Ihr könnt zum einem einfach für einige Tage messen, was euer Gamer-Setting insgesamt im Laufe der Zeit verbraucht - dann teilt ihr die gemessenen kWh durch die Tagesanzahl, an denen ihr gemessen habt. Auf diese Weise erfahrt ihr, wieviel kWh die Nutzung jeden Tag im Schnitt kostet, egal ob ihr nun wirklich gespielt habt oder vielleicht auch mal nur einen Film angesehen, im Internet gesurft oder eine Officeanwendung benutzt habt.

Wenn ihr genauer wissen wollt, was speziell euer Gaming verbraucht, dann müsst ihr immer vor Beginn einer Gaming-Session das Messgerät zurücksetzen, nach der Session die kWh ablesen und diese sowie auch die Dauer der Session (am besten in Minuten) notieren. Nach einigen Tagen addiert ihr dann die kWh und berechnet Sessions-Gesamtdauer. Teilt die kWh durch die Gesamtdauer und nehmt das Ergebnis mal 60 - somit wisst ihr, was euch eine Stunde Gaming im Durchschnitt an kWh kostet. Wenn ihr dann überlegt, wie viele Stunden ihr jeden Tag spielt, könnt ihr die Jahres-Stromkosten für euer Gaming-Hobby berechnen. Beachtet bei der Überlegung nach der täglichen Spieledauer, dass euer Verhalten im Messzeitraum vielleicht nicht repräsentativ für das komplette Jahr ist - wenn ihr gerade ein brandneues Game habt und das Wetter draußen schlecht ist, habt ihr vielleicht deutlich mehr pro Tag gespielt als normalerweise üblich.

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  1. Seite 1 Gaming-Stromkosten: Was ihr beachten müsst
  2. Seite 2 Gaming-Stromkosten: So berechnet ihr die Kosten
  3. Seite 3 Gaming-Stromkosten: Rechenbeispiele und Netzteile
  4. Seite 4 Gaming-Stromkosten: Effizienz von Netzteilen
  5. Seite 5 Gaming-Stromkosten: Rechenbeispiele zur Effizienz
    • Kommentare (14)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hunterseyes Mitglied
        Hab mir einfach nen Messgerät besorgt und mein PC-System inkl.Soundsystem und Monitor usw ausgemessen. Verbrauch war unter voller Last beim Zocken und bei rasender GPU 240Watt.
        (i7 12700, 64gb 3600 Ram, RTX3070, 1tb M2, gespielt hab ich DualUniverse auf max-settings, was wohl derzeit ein Extremtest für dauerhaften Leistungshunger darstellt.)

        Da verballern dann meine Kids mit der XBOx one X und TV mehr
      • Von hunterseyes Mitglied
        Hab mir einfach nen Messgerät besorgt und mein PC-System inkl.Soundsystem und Monitor usw ausgemessen. Verbrauch war unter voller Last beim Zocken und bei rasender GPU 240Watt.
        (i7 12700, 64gb 3600 Ram, RTX3070, 1tb M2, gespielt hab ich DualUniverse auf max-settings, was wohl derzeit ein Extremtest für dauerhaften Leistungshunger darstellt.)

        Da verballern dann meine Kids mit der XBOx one X und TV mehr
      • Von Cybnotic Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von LarryMcFly
        Hier im Artikel wurden die Effizienzvorgaben schon aufgelistet.
        Bei einem Platinum liegt die Effizienz bei 100% Last über 90%, bei 50% Last über 94%, bei 20% Last über 92%.
        Alles unter einem Titanium hat keine verpflichtende Zertifizierung bei 10% Last, aber man kann ja das Titanium nehmen, um sich daran zu orientieren und da liegt die Effizienz bei 10% Last über 90%
        Es kann im Leerlauf nicht mehr verbrauchen als unter Last- das Netzteil liefert nur den Strom der angefordert wird, die Effizienz zeigt ja bekanntermassen lediglich an, wieviel von 100 angeforderten Watt sich in Wärme auflöst bzw. bei 200 Watt oder 500 Watt.
        Bei einer 3080er/5900x Kombi, hängt man im Idle bei einem Monitor, irgendwo zwischen 35 - 45 Watt.
        Bei einem Titanium wären das dann gerundet 0,5 Watt pro Stunde an Verlust.
        Also da muß der Rechner schon 24/7 á 365 Tage im Idle laufen übertrieben formuliert, daß man das auf der Stromrechnung auch nur erahnen kann - das wären gerade mal 4,5 kWh Verlust bzw. 1,50€ an Kosten.
        Selbst bei den in den Raum geworfenen 70% Effizienz dann halt 13,5 kWh bzw. 4,50€.
        Diese sehr geringe Einsparung steht in keinem Verhältis zum Mehrwert eines stärkeren und länger nutzbaren Netzteils (Platinum & Titanium sind auch aufgrund der höherwertigen Lüfter normalerweise auch noch leiser).
        Das ganze Thema erinnert mich irgendwie immer wieder an die Mythen von der rentablen nachträglichen Wärmedämmung bei Immobilien....
        Hi, ja gerade das Wärme Dämmen das bei Neubauten ja Politische Zwangsplicht ist oder wird.. ist Irre da die Herstellung der Wärme Dämmung die Umwelt schädigt und Unnötig Energie verschwendet, wenn man dann auch das Anbringen ans Gebäude mitrechent brauchte es Jahrzehnte um eine Sinnfolle Kosten / Nutzen für die Umwelt zu erreichen EEG und alles was die Politik den Bürgern aufzwingt ist ne Mogelpackung und dient nicht der Umwelt sondern nur der Industie und Wirtschaft und ist ne Abzocke an den Bürgern ;( EEG Ablasshandel etc. alles Politik Propaganda ;( MfG
      • Von Cybnotic Gelegenheitsspieler/in
        Na da stehen die neuen Konsolen jedenfalls zum High Endrechner sehr gut da :-)
        Meine PS5 verbraucht zur Zeit weniger als meine PS4 da ich noch Überwiegend PS4 Spiele spiele . PCs außer vielleicht Laptops verbrauchen viel mehr . Auch ein Grund warum ich Konsole Spiele!
      • Von Strauchritter Hobby-Spieler/in
        Zitat von Loosa
        Wenn du dir einen neuen Rechner baust, dann willst du das Netzteil möglichst knapp auf den Bedarf kalkulieren, weil es da am Effizientesten arbeitet.
        Bis dann deine GPU unter Last höher peaked als auf der Verpackung steht und du dich wunderst warum dein Rechner ausgeht :D Solche Spikes schießen ein knapp bemessenes und dann möglicherweise günstiges und nicht so tolles Netzteil in den Orbit. Das machen die Kondensatoren nicht lange mit.
        Muss ja kein 1200 Watt Titanium Netzteil sein, aber Gold oder drüber mit ausreichend Puffer muss sein.
        Neben dem Gehäuse und den Platten dürfte ein Netzteil die Komponente sein, welche die meisten Umzüge in einem Rechner mitmacht. Vorausgesetzt du kaufst was gescheites^^
        Bei anderen Stromfressern wie Kühlschrank und Waschmaschine schaust ja auch das du da was effizient-langlebiges bekommst und kaufst nicht den günstigen weil du den alle X-Z Jahre wechselst^^

        Zitat von LarryMcFly
        Diese sehr geringe Einsparung steht in keinem Verhältnis zum Mehrwert eines stärkeren und länger nutzbaren Netzteils (Platinum & Titanium sind auch aufgrund der höherwertigen Lüfter normalerweise auch noch leiser).
        Korrekt.
        Zitat von LarryMcFly
        Es kann im Leerlauf nicht mehr verbrauchen als unter Last- das Netzteil liefert nur den Strom der angefordert wird
        This.
      • Von Gast1664917803 Mitglied
        Zitat von Loosa
        Wenn du dir einen neuen Rechner baust, dann willst du das Netzteil möglichst knapp auf den Bedarf kalkulieren, weil es da am Effizientesten arbeitet. Wenn du da auf "mehr Power" setzt, schafft es vielleicht immer noch 95% unter Last. Läuft beim reinen Browsen aber vielleicht nur mit 70% (oder so). Überspitzt formuliert, wenn dein Netzteil im Leerlauf mehr heizt als beim Zocken merkste das auch auf der Stromrechnung. ;)
        Hier im Artikel wurden die Effizienzvorgaben schon aufgelistet.
        Bei einem Platinum liegt die Effizienz bei 100% Last über 90%, bei 50% Last über 94%, bei 20% Last über 92%.
        Alles unter einem Titanium hat keine verpflichtende Zertifizierung bei 10% Last, aber man kann ja das Titanium nehmen, um sich daran zu orientieren und da liegt die Effizienz bei 10% Last über 90%
        Es kann im Leerlauf nicht mehr verbrauchen als unter Last- das Netzteil liefert nur den Strom der angefordert wird, die Effizienz zeigt ja bekanntermassen lediglich an, wieviel von 100 angeforderten Watt sich in Wärme auflöst bzw. bei 200 Watt oder 500 Watt.
        Bei einer 3080er/5900x Kombi, hängt man im Idle bei einem Monitor, irgendwo zwischen 35 - 45 Watt.
        Bei einem Titanium wären das dann gerundet 0,5 Watt pro Stunde an Verlust.
        Also da muß der Rechner schon 24/7 á 365 Tage im Idle laufen übertrieben formuliert, daß man das auf der Stromrechnung auch nur erahnen kann - das wären gerade mal 4,5 kWh Verlust bzw. 1,50€ an Kosten.
        Selbst bei den in den Raum geworfenen 70% Effizienz dann halt 13,5 kWh bzw. 4,50€.
        Diese sehr geringe Einsparung steht in keinem Verhältis zum Mehrwert eines stärkeren und länger nutzbaren Netzteils (Platinum & Titanium sind auch aufgrund der höherwertigen Lüfter normalerweise auch noch leiser).
        Das ganze Thema erinnert mich irgendwie immer wieder an die Mythen von der rentablen nachträglichen Wärmedämmung bei Immobilien....
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