Mini-PCs: Mini-ITX oder µATX und Mainboards

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Mini-PCs: Mini-ITX oder µATX und Mainboards
Quelle: SilverStone

Die neuen Spielekonsolen PS5 und Xbox Series X sind zu Weihnachten kaum zu bekommen. Also bietet sich ein Mini-PC als eine Art Konsolen-Ersatz an. Doch auch bei den dafür wichtigen Grafikkarten gibt es Engpässe - wir liefern trotzdem Tipps zum Zusammenstellen eines Mini-PCs und vier Konfigurations-Vorschläge, bei denen euch die Grafikkartenwahl freisteht.

Gehäuse: Mini-ITX oder µATX?

Um einen relativ starken Spiele-PC zu verwirklichen, ist es so gut wie unmöglich, mit einem Gehäuse auszukommen, das vom Volumen her einer Playstation 5 oder Xbox Series X ähnelt. Die beiden Konsolen setzen auf hoch spezialisierte Hybrid-Chips für CPU und Grafik, hinzu kommt ein ausgeklügeltes, speziell auf die Komponenten abgestimmtes Kühlungssystem. Aber es gibt durchaus PC-Gehäuse, die nicht viel größer als eine Konsole sind und trotzdem eine ausreichend starke Grafikkarte beheimaten können. Prädestiniert dafür sind Gehäuse mit dem sogenannten Mini-ITX-Format. Hier passen nur Mainboards hinein, die ebenfalls den Mini-ITX-Formfaktor haben.

Dabei kann es zwei Fallstricke geben. Der eine ist, dass einige Mini-ITX Gehäuse ein sehr kurzes ATX-Netzteil oder gar ein Sonderformat wie SFX benötigen. Punkt Zwei ist: Manche solcher Gehäuse bieten zwar Platz für relativ lange Grafikkarten, sind aber nicht besonders breit und verlangen Grafikkarten im "low profile"-Format.

Das ASRock H410M ITX/ac für den Sockel Intel 1200 Quelle: ASRock Das ASRock H410M ITX/ac für den Sockel Intel 1200 Dies bedeutet, dass die Grafikkarte schmaler als eine normale Grafikkarte sein muss und auch ein schmaleres Slotblech hat. Gaming-fähige low-profile-Grafikkarten gibt es aber seit einer Weile nicht mehr, mal von sehr wenigen Ausnahmen im absoluten Einsteiger-Bereich abgesehen: Das höchste der Gefühle ist dabei eine Nvidia GeForce GTX 1650. Mini-ITX-Gehäuse, die für Gaminghardware geeignet sind, sind daher am Ende oftmals nicht viel kleiner als manch ein besonders kompaktes µATX-Gehäuse, aber da es trotzdem einen Tick enger zugeht, kann der Einbau der Komponenten schwieriger sein. Daher sollte man sich für ein "Projekt Mini-Gaming-PC" nicht zu sehr darauf versteifen, dass es unbedingt ein Mini-ITX-PC sein muss, außer vielleicht man ist in der Lage, sich ein perfektes Gehäuse selbst zu bauen, wie ihr im Artikel unserer Kollegen der PC Games nachlesen könnt. Wer aber ein fertiges Gehäuse kauft, der sollte folgenden Rat beherzigen: Für einen HTPC (Multimedia-PC für Filme, Musik und so weiter) oder Office-PC ist Mini-ITX ideal - für einen kleinen Gaming-PC aber kann der Griff zu µATX besser sein, auch was die Kosten angeht. Warum das so ist, erklären wir im nächsten Abschnitt.

Mainboards für Mini-PCs

Die meisten µATX-Mainboards sind nicht schlechter ausgestattet als richtige ATX-Modelle. Ihnen fehlen lediglich unten einige Slots für Erweiterungskarten, wobei heutzutage ohnehin kaum jemand außer der Grafikkarte noch eine weitere Karte verwendet - für eine Soundkarte wäre allerdings immer noch ein Slot frei, außer für den Sonderfall, dass eine drei Slots dicke Grafikkarte eingebaut wird. Neben Erweiterungsslots kann es auch sein, dass es etwas weniger Ports für Lüfter oder Onboard-USB gibt als bei einem ähnlichen ATX-Mainboard. Dafür sind die µATX-Platinen oftmals fünf bis 10 Euro günstiger. Besonders interessant aber, vor allem bei einem begrenzten Budget, ist die Tatsache, dass es für einen Gaming-PC geeignete µATX-Mainboards für die wichtigen CPU-Sockel Intel 1200 und AMD AM4 ab etwa 60 Euro gibt. Bei Mini-IXT geht es erst ab 90 bis 100 Euro los, und Mini-ITX-Mainboards haben in jedem Falle deutlich weniger Onboard-Anschlüsse: Es gibt maximal zwei RAM-Slots und nur einen einzigen PCIe-Slot, nämlich den für die Grafikkarte. Der Preisunterschied macht es noch attraktiver, bei der Gehäusegröße nicht um jeden Zentimeter zu kämpfen, sondern zu akzeptieren, dass das Gehäuse das µATX-Format und nicht nur das Mini-IXT-Format bietet.

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  1. Seite 1 Mini-PCs: Konsolen und Grafikkarten als Mangelware
  2. Seite 2 Mini-PCs: Mini-ITX oder µATX und Mainboards
  3. Seite 3 Mini-PCs: Maße, Lüfter und weitere Tipps
  4. Seite 4 Mini-PCs: Vier Basis-Mini-PCs
    • Kommentare (6)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gast1689714604 Mitglied
        Nochmal meine Frage: Wieso steht unter Vorschlag für AMD-PC immer ein Intel Core irgendwas? Soll das nur wegen den Grafikkarten sein? Oder hat da wer aus der Redaktion eher statt einer AMD Ryzen CPU eine Intel CPU (mit Board) reingeschrieben? Bitte um Aufklärung.

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      • Von Cryptic-Ravage Mitglied
        Zitat von zukolada
        Is ja schön. Aber was soll man mit dem Mini PC Müll, wenn selbst mein PC (2080Ti, 32gb, i9 9900k) schlechter in aktuellen Spielen performt als die Series X?

        Sowohl in WD Legion, in Valhalla, Fenyx und Cold War liegt mein PC hinten.

        Alle Games refunded und für serues x deshalb geholt
        Das ist nicht dein Ernst, oder? :-B
        Wenn das bei dir tatsächlich so gewesen sein sollte lag es wohl eher an einer falschen Konfiguration deinerseits als an der Hardware.
        Der von dir genannte Rechner in Verbindung mit einer M.2-SSD ist jeder Xbox-X und PS5 mindestens ebenbürdig, eher sogar schneller.
        Jeder noch bessere Rechner ist den Konsolen auf jeden Fall überlegen.
        Aber gut, is deine Entscheidung. Dann viel Spaß mit der Konsole.

        Jeder der seinen Rechner sorgfältig mit hochwertigen Komponenten zusammenstellt wird zwar mehr Geld investieren müssen als beim Kauf einer Konsole, aber eben auch deutlich mehr davon haben.
        Egal ob in Sachen Gaming (Auflösung, FPS, Einstellmöglichkeiten, Mods etc), Arbeit oder Audio (entsprechend hochwertige Soundkarten/-systeme vorausgesetzt natürlich).
      • Von zukolada Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Basileukum
        Ja, als "Wohnzimmerkonzept" ist wohl auch der "Mini-PC" der Konsole überlegen, wie auch der PC generell immer noch die Nummer 1 unter den Untenhaltungsplattformen ist, allein wegen seiner Vielfältigkeit in allen Aufgabenbereichen.

        Wenn es dann zu Dingen wie Musik etc. oder wie erweiterten Einstellungen ("Audiophilie") kommt, dann scheinen die Konsolen auch abzukaggen. Bleibt das Abspielen von DVDs oder Blue Rays. Und auch hier schaut es manchmal mau aus.

        Ja, der Mini PC ist die bessere Konsole. Allerdings ist die Konsole für 500 Euro wohl das bessere Angebot, was Hardware und Leistung anbelangt, das schafft man bei den Mongopreisen des Elektroschrottkartells im PC Bereich derzeit nicht.


        Hab alle Geräte an meinem OLED. Wüsste jetzt nicht, wo ich bei meinem PC einen Vorteil hätte in Sachen Gaming und Audiophilie.

        Die Laufwerke der aktuellen Konsolen sind nicht nur UHD fähig, sondern kompatibel mit den allerneuesten Audio Standards.

        Also die Nummer 1 wäre der PC nur wenn du die Möglichkeit des Arbeitens dazuziehst.

        In Sachen Home-Hifi-Cinema isser den Konsolen klar unterlegen.
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Ja, als "Wohnzimmerkonzept" ist wohl auch der "Mini-PC" der Konsole überlegen, wie auch der PC generell immer noch die Nummer 1 unter den Untenhaltungsplattformen ist, allein wegen seiner Vielfältigkeit in allen Aufgabenbereichen.

        Wenn es dann zu Dingen wie Musik etc. oder wie erweiterten Einstellungen ("Audiophilie") kommt, dann scheinen die Konsolen auch abzukaggen. Bleibt das Abspielen von DVDs oder Blue Rays. Und auch hier schaut es manchmal mau aus.

        Ja, der Mini PC ist die bessere Konsole. Allerdings ist die Konsole für 500 Euro wohl das bessere Angebot, was Hardware und Leistung anbelangt, das schafft man bei den Mongopreisen des Elektroschrottkartells im PC Bereich derzeit nicht.
      • Von zukolada Gelegenheitsspieler/in
        Is ja schön. Aber was soll man mit dem Mini PC Müll, wenn selbst mein PC (2080Ti, 32gb, i9 9900k) schlechter in aktuellen Spielen performt als die Series X?

        Sowohl in WD Legion, in Valhalla, Fenyx und Cold War liegt mein PC hinten.

        Alle Games refunded und für serues x deshalb geholt
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