CPU-Mainboard-Kits: Kauftipps zum Aufrüsten für Call of Duty, Battlefield und Co
Call of Duty: Vanguard, Battlefield 2042, Age of Empires 4, Far Cry 6 oder auch Forza Horizon 5: Es stehen einige Spieleknaller im Herbst an. Wegen der hohen Grafikkartenpreise will manch einer vielleicht zuerst den CPU-Unterbau ersetzen. Wir bieten daher eine Kaufberatung rund um Aufrüstkits mit CPU, Mainboard und RAM inklusive Beispielen zum Kauf.
Aufrüsten für den Spieleherbst
Im Herbst stehen einige neue Games an, für die manch einer möglicherweise den PC aufrüsten möchte. Denn egal ob Call of Duty: Vanguard, Battlefield 2042, Age of Empires 4, Far Cry 6 oder auch Forza Horizon 5: In manch einem Fall macht eine neue CPU oder Grafikkarte Sinn, um das Spiel zu genießen. Da seit September 2020 die Grafikkartenpreise enorm angestiegen waren und nun zwar seit Juni wieder sinken, dies aber nur langsam, thematisieren wir heute CPUs, genauer gesagt: Aufrüstkits mit CPU, Mainboard und RAM.
In diesem Artikel
Voraussetzung dafür, dass eine neue CPU Sinn macht, ist natürlich, dass ihr keine allzu schwache Grafikkarte habt - ist die Karte stark genug, dann ist ab einem gewissen CPU-Alter in jedem Falle ein Leistungsgewinn in Spielen zu erzielen.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Z590 Gaming X für Intel 1200 (160 Euro)
Ist die CPU wirklich so alt, dass eine moderne CPU einen merkbaren Leistungsgewinn bringt, wird so gut wie immer auch ein neues Mainboard und neues RAM fällig. Wir haben daher heute für euch eine Kaufberatung zu Aufrüst-Kits bestehend aus CPU, Mainboard und Ram vorbereitet. In der Kaufberatung geben wir einige allgemeine Tipps, haben aber auch mehrere Aufrüstkits basierend auf den beiden Sockeln Intel 1200 und AMD AM4 in mehreren Preisklassen zusammengestellt. Diese beiden Sockel haben für Gamer ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis - die so genannten "Enthusiasten"-Sockel von AMD und Intel sind hingegen für Gamer vom Preis her gesehen ungeeignet. Sie bieten entweder für das gleiche Geld sogar weniger Leistung in Spielen als die Sockel 1200 und AMD4, oder aber sie bieten zwar ein klein wenig mehr Leistung, was aber einen enormen Aufpreis kostet. Wer also nicht aus bestimmten Gründen ein Enthusiasten-Setup zwingend benötigt, zum Beispiel für professionelle Anwendungen, braucht nicht gleich 600 Euro und mehr für ein Aufrüstkit, geschweige denn nur für die CPU auszugeben. Inklusive 16GB RAM geht es beim Sockel 1200 schon bei etwa 300 Euro los für ein Setup mit einer spielefähigen und nicht schon in zwei Jahren veralteten Sechskern-CPU und einem Einsteiger-Mainboard. Doch zu unseren Set-Vorschlägen kommen wir später noch. Zunächst klären wir das wichtigste rund um eine passende CPU.
Sechs oder acht Kerne? CPU-Kauftipps
Für einen Spiele-PC empfehlen wir eine CPU mit mindestens sechs Kernen und SMT, also der Eigenschaft, pro Kern zwei Threads zu verwalten. Somit verdoppelt sich - vereinfacht gesagt - die Anzahl der Prozessorkerne. Aktuelle Intel-Vierkerner mit acht Threads reichen zwar derzeit noch aus - bei einem Neukauf sollte man aber ein wenig auf die Zukunftssicherheit achten und daher ab sechs Kernen Ausschau halten.
Quelle: Asus
Asus Prime B560M-A für Intel 1200 (115 Euro)
Wer ab und an mehrere Anwendungen parallel laufen hat oder es für bestimmte Programme benötigt, zum Beispiel für ein Videoschnitt-Programm, nimmt eine CPU mit acht Kernen (16 Threads). Ebenso sind acht Kerne angesagt, wenn vom Budget her nichts dagegenspricht, da man durch die Kernanzahl den Prozessor vermutlich länger nutzen kann als einen Sechskerner. Beim Preis-Leistungs-Verhältnis sind unter 250 Euro aktuell als Sechskerner der Intel Core i5-10400F oder Core i5-11400F für 155 bis 180 Euro oder der AMD Ryzen 5 3600 für 180 Euro (Tray-Version ohne CPU-Kühler) eine Empfehlung. Die Intel-CPUs sind als der Ryzen schneller, dafür lässt sich letzterer auch mit einem recht günstigen Mainboard übertakten. Bei Intel geht es für Übertakter erst ab 190 Euro los (Core i5-10600KF), und es ist ein Mainboard mit Z-Chipsatz nötig.
Mit dem AMD Ryzen 5 5600X findet ihr für 260 Euro eine hervorragende Gamer-CPU, die zwar nur sechs Kerne hat, aber stärker als die bereits genannten CPUs und auch als der kaum günstigere Ryzen 7 3700X und teurere Ryzen 7 3800X ist, die beide mit acht Kernen arbeiten. Er ist auch schneller als der übertaktbare Achtkerner Intel Core i7-10700K(F), den es ab 290 Euro gibt.
Mit dem mit dem neueren Core i7-11700 für 320 Euro (übertaktbare Versionen ab 360 Euro) liegt der Ryzen 5 5600X gleichauf - insofern ist es hier fraglich, ob man wirklich einer Achtkern-CPU den Vorzug geben sollte, wenn man etwa 250 bis 350 Euro ausgeben will. Denn die Modelle unter 300 Euro sind dem Ryzen 5 5600X klar unterlegen, gleichauf ist erst die i7-11700-Reihe, kostet aber mindestens 60 Euro mehr. Stärker in Spielen als der Ryzen 5 5600X ist übrigens erst der Ryzen 7 5800X (380 Euro) sowie der Intel Core i9-10900K (490 Euro), beide bringen aber im Schnitt nur etwa fünf Prozent mehr Spieleleistung. Dies zeigt, wie stark der Ryzen 5 5600X aktuell beim Preis-Leistungs-Verhältnis für Gaming dasteht.
