Heimkino und Co: Planung und Kosten einer Anlage
Bei genügend Platz und Budget bringt eine Heimkino-Anlage mit AV-Receiver und Hi-Fii-Boxen einen deutlich besseren Sound und somit auch mehr Spaß als eine Soundbar oder gar die Lautsprecher des TV-Gerätes. Wir geben dazu Tipps zum Kauf und zur Technik, bieten auch eine Übersicht mit 20 AV-Receivern und gehen zudem auf normale PC-Lautsprechersystem genauer ein.
Planung und Preise: Stereo, Surround und Subwoofer
Das, was man im weitesten Sinne als "Heimkino" zusammenfassen kann und mit Hilfe eines AVRs umsetzt, ist in aller Regel ein 5.1-Setting: zwei Lautsprecher vorne links und rechts, ein Center sowie zwei Boxen hinten plus Subwoofer. Sinnvoll ist dabei die Verwendung von Standboxen vorne links und rechts sowie Kompaktboxen hinten. Hinten hat man nämlich selten Platz, um auch dort Standboxen hinstellen - vorne hingegen passiert in Filmen und Spielen meist deutlich mehr, so dass sich die Qualität der Standboxen auszahlt, und für Musik kann man ohnehin allein auf die Standboxen setzen, da Musik ja (bis auf einige Konzerte) in Stereo produziert wird.
In diesem Artikel
- Seite 1 Heimkino und Co: Einleitung; PC- und Hi-Fi-Lautsprecher
- Seite 2 Heimkino und Co: 2.0, 2.1 und 5.1 für PCs
- Seite 3 Heimkino und Co: AV-Receiver, passive Hi-Fi-Boxen
- Seite 4 Heimkino und Co: Planung und Kosten einer Anlage
- Seite 5 Heimkino und Co: Übersicht mit 20 AV-Receivern
- Seite 6 Bildergalerie
Natürlich kann man aber, wenn der Platz fehlt, auch vorne Kompaktboxen verwenden. Einen Subwoofer muss man in allen Fällen nicht zwingend anschaffen - er kann aber die Boxen im unteren Bereich ergänzen beziehungsweise bei relativ kleinen Lautsprechern überhaupt erst für einen richtigen Bass sorgen. Wer Standboxen hat, der kann auch für Filme und "Bombastsound" den Subwoofer nutzen, bei Musik aber weglassen und sie eher puristisch in Stereo über die Standboxen hören.
Quelle: Pioneer
Die meisten AVRs gibt es in schwarz oder - wie dieser Pioneer VSX LX503 - in silber.
Doch was kostet dies alles? Wir rechnen für einen ordentlichen AVR mit Preisen ab 350 Euro, für Regalboxen (egal ob für vorne oder hinten) empfehlen wir einen Stückpreis ab 100, besser 150 Euro, beim Center ab 100 Euro. Wer Standboxen möchte, sollte sich ab etwa 200 Euro umsehen. Nach oben hin gibt es kaum Grenzen - viele echte Hi-Fi-Fans würden Boxen für 200 Euro nicht mal mit der Kneifzange anfassen und empfinden selbst Regalboxen für 500 Euro pro Stück als "billig" - wir wollen es aber an dieser Stelle nicht übertreiben und wenden uns eher an die Nutzer, die vielleicht bisher höchstens an eine Soundbar für 250 Euro gedacht hatten. Wer direkt zum Einstieg auf Surround und Subwoofer setzen will, muss also auch ohne Standboxen ab etwa 1000 Euro einrechnen. Dies ist viel Geld auf einmal, so dass am Ende der ein oder andere dann doch auf ein nicht-erweiterbares Komplettset oder eine Soundbar setzen will.
Unser Tipp, falls es euch zu teuer erscheint: Kauft nicht alles auf einmal. Ordentliche Hi-Fi-Boxen behält man meistens deutlich länger als 10 Jahre, auch ein AVR wird viele Jahre ausreichen und muss allenfalls wegen völlig neuer Sound-Standards oder TV-Anschlüsse ersetzt werden. Eine solche Anlage ist also eine Investition für etliche Jahre, die euch lange Zeit viel Spaß bereiten wird, auch wenn sie anfangs nur Stereosound bietet. Unser Autor hat sich auch zuerst einen AVR und zwei Regalboxen (zusammen 700 Euro) gekauft, eine Weile später eine centerbox und einen Subwoofer für jeweils 150 Euro, und am Ende noch zwei Standboxen zu je 300 Euro - die Regalboxen sind nun die hinteren Boxen seiner nach fünf Jahren zum Surroundsystem gereiften Heimkinoanlage, die viel besser klingt als ein Surround-Komplettsystem für 700 bis 1000 Euro. Dank der Standboxen ist vor allem der Musikgenuss höher, als wenn jede der Boxen, wie es bei einem Komplettsystem oft der Fall ist, gleich groß gewesen wäre.

Für ein sinnvolles Surroundsetup hätte ich den eh nicht. Ich schaff's ja noch nicht mal, die beiden Standboxen für Stereo für mich auf gleichem Abstand hinzustellen. Mein PC Tisch steht in der Ecke, aus der er auch nicht raus kann, um daneben Platz für ne Standbox zu machen, weil in der Mitte der Wand Fenster + Heizung im Weg stehen.
Daher sitze ich hier mit der linken Box 50cm hinter und 30 links von mir, während ich der anderen 1,5m weiter rechts und 50 cm nach vorne zuwinken kann. :D
Für hintere Boxen müßten diese direkt in der Tür stehen und die rechte ganz am Ende vom Raum. Was keinerlei vernünftige Kabelverlegung ermöglicht, da dann 12/15m lange Kabel verwendet werden müßten.
Wie lang dürfen Audiokabel eigentlich max sein?
Harman Cardon Receiver mit 2 Magnat Standboxen
Gefüttert wird der an einem einzigen Stereo Cinch Eingang (damals gab's noch kein HDMI und an 5.1 Material hatte ich wahrscheinlich eh nur die The Wall DVD.
An diesem Cinch Eingang hängt ein
Rolls Stereo Mixer (kleiner als 10 Streichholzschachteln),
an dem bis zu vier Eingänge zusammen gemischt werden.
Ein Eingang ist natürlich der Spiele (und Musik Verwaltungs) PC.
Ein weiterer mein Mini PC, der nur zum Musik Abspielen da ist (Medien sind auf einem NAS gespiegelt).
Ein weiterer Eingang wird mal mein TV, der gleichzeitig mein PC Bildschirm ist. (Da muß ich nur mal schauen, wie ich den Ton von HDMI auf Cinch bekomme - geht aber auch erstmal so).
Und dann hab ich noch einen weiteren Receiver, der mal irgendwann an die hinteren Kanäle des PCs angeschlossen werden könnte, so daß ich damit quasi Surround Sound hätte.
Sound kommt hier oft viel zu kurz!
Neeee. Pool fällt aus wegen Soundsystem. Aber, damit das hier nicht komplett Offtopic wird: mich würde echt mal interessieren welches Format das Rennen gewinnt, mein Tipp ist ja fast Dolby Atmos. So gut wie jede neue Serie bei Netflix kommt mit Dolby Atmos und/oder Dolby Vision und hören sich super an (bzw. sehen super aus).
Gestern die ersten 10min. von Project Power gesehen, der Inhalt vom Film wird Gaga sein, aber die Qualität ist für eine Netflix Produktion ziemlich krass.