Grafikkarten: Große Preisanalyse und Kaufberatung - Entspannung in Sicht?

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Grafikkarten: Große Preisanalyse und Kaufberatung - Entspannung in Sicht?
Quelle: PCGH

Nachdem Nvidia nun die GeForce RTX 3070 Ti und 3080 Ti seit einigen Tage auf den Markt gebracht hat, werfen wir einen allgemeinen Blick auf den Grafikkartenmarkt. Seit Ende Mai sind zahlreiche Grafikkartenreihen um 20 Prozent und mehr im Preis gefallen - trotzdem ist das Preisniveau noch hoch. Wir analysieren genau und bieten eine aktuelle Kaufberatung.

Grafikkarten: Aktuelle Marktanalyse

Der Grafikkartenmarkt leidet seit Monaten unter einen chronischen Unterversorgung. Begonnen hatte der Engpass mit dem Release der ersten RTX 3000-Modelle von Nvidia im September 2020. Seitdem sank die Verfügbarkeit, und zwar auch die anderer Grafikkarten-Serien - die Preise stiegen wiederum immer weiter an. Doppelte Preise für Gamer-Grafikkarten im Vergleich zum Herbst 2020 sind quasi zum Normalfall geworden.

Seit Anfang dieses Monats sinken die Preise aber erstmals wieder ein klein wenig.

Zum Teil macht dies dann schnell 200 Euro und mehr aus. Wir schauen uns daher die aktuelle Lage genauer an und versuchen, auf Basis der Preise eine kleine Grafikkarten-Kaufberatung anzubieten. Einleitend beschreiben wir zunächst die Entwicklung seit Herbst 2020 und die Ursachen, die dabei mit im Spiel sind.

Warum Grafikkarten zum Luxusgut wurden

Die heftigen Preissteigerungen seit etwa September 2020 haben viele Gründe, wobei man von außen betrachtet nur mutmaßen kann, welcher der Faktoren einen größeren oder kleineren Einfluss auf die hohe Nachfrage und ein (zu) niedriges Angebot hatte. Vier Dinge sind hier zu nennen: Auch die Playstation 5 von Sony und Microsofts Xbox Series X sind wegen Produktionsproblemen schwer zu bekommen. Quelle: Gamespress / Sony Auch die Playstation 5 von Sony und Microsofts Xbox Series X sind wegen Produktionsproblemen schwer zu bekommen.

  • Nachfrage durch Gamer: Wegen der Corona-Pandemie sind weltweit mehr Menschen zu Hause geblieben als üblicherweise. Viele Freizeitaktivitäten waren ab etwa April 2020 kaum mehr oder gar nicht möglich. Die Zahl an Menschen, die Gaming als Zeitvertreib in Betracht ziehen, ist daher stark gestiegen. Logischerweise stieg daher die Nachfrage nach Grafikkarten. Hinzu kam, dass viele, die schon länger am PC spielen, auf die neue RTX 3000er-Generation gewartet hatten. Nachdem diese Grafikkarten aber sofort ausverkauft waren, musste manch einer, dessen bisherige Grafikkarte mittlerweile selbst für moderate Ansprüche zu schwach geworden war, trotzdem irgendeine neue Grafikkarte unterhalb der RTX 3000-Serie suchen. Dies führte zu einem direkten Nachfragekonflikt mit Neu-Gamern, die als Einsteiger zuerst nach etwas erschwinglicheren Modellen als ausgerechnet der RTX 3000er-Reihe Ausschau hielten.
  • Nachfrage durch Miner: Es ist umstritten, wie hoch der Einfluss der sogenannten Miner ist. Miner nutzen Hardware, um beim Berechnen der Blockchains für Kryptowährungen zu helfen, wofür sie dann mit der entsprechenden Kryptowährung entlohnt werden. Es ist aber klar, dass es Miner gibt, die für manche dieser Währungen auch im großen Stil Gamer-Grafikkarten aufgekauft haben, da deren Rechenleistung rentabel genug für dieses Vorhaben ist. So berichtet die PC Games Hardware über einen Anteil von 25 Prozent, den Miner bei Grafikkartenkäufen im ersten Quartal 2021 zu verantworten haben. Ein Beweis dafür, dass Miner die Preise beeinflussen können, ist die Tatsache, dass manche Grafikkarten-Serien deutlich teuer verkauft wurden als andere, die in Games eigentlich stärker sind. Der einzig plausible Grund ist, dass die entsprechenden Serien für bestimmte Miningaufgaben besser geeignet sind als die in Games stärkeren, günstigeren Grafikkartenreihen.
  • Nachfrage nach Chips: Auch andere Produkte wie Tablets, Notebooks und Unterhaltungselektronik abseits von GPUs wurden stärker nachgefragt. Es entstand im Laufe der Monate eine Art Bestellstau, und GPUs für Gamer stehen dabei etwas weiter hinten, was das Sichern von Produktionskapazitäten angeht. Selbst in der Automobilbranche mussten Hersteller teilweise ihre Produktion anhalten, da schlichtweg Chips fehlten. Rund um Chips gab und gibt es Lieferengpässe, so dass AMD und Nvidia auch nicht mal eben die Produktionsmenge erhöhen konnten.
  • Produktions- und Lieferumstände: Wegen der Corona-Pandemie sind die Produktionsbedingungen, aber auch Dinge rund um Lagerhaltung und Lieferung zum Schutz vor Corona-Ausbrüchen schwieriger geworden. Der gesamte Prozess wird verlangsamt, so dass die Produktionsmengen pro Woche für viele Chip-Arten nicht mehr ganz so hoch sind wie noch vor zwei Jahren.

Auf der nächsten Seite schauen wir uns die Preisentwicklung genauer an und werden später noch das Preis-Leistungs-Verhältnis aktuell lieferbarer Grafikkarten genau bewerten und euch aktuelle Kauftipps geben.

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  1. Seite 1 Grafikkarten: Aktuelle Preise und Ursachen
  2. Seite 2 Grafikkarten: Preisanalyse - es wird günstiger
  3. Seite 3 Grafikkarten: Preis-Leistungs-Analyse und Kauftipps
    • Kommentare (33)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Ich spiele auch nur in Full HD, weil mein aktueller Monitor nicht mehr hergibt. Allerdings lasse ich gerne das Spiel selbst in 4k berechnen (sofern das möglich ist). Aus irgendeinem Grund, den mir bisher noch niemand beantworten konnte, ist die Grafik dann viel schärfer (obwohl Texturen etc. die gleichen sind).

        Da ich aber irgendwie zumeist nicht so die aktuellen Grafikkracher spiele, von einigen Ausnahmen mal abgesehen, reicht mir meine GF 1070TI momentan auch noch völlig, weil sie, bis auf wenige Ausnahmen, die meisten Games auch mit 60FPS schafft.
        EIGENTLICH reicht mir meine 1060 auch noch.
        THEORETISCH möchte ich mir in Zukunft mal gewisse Spiele wie Elite und Squadron in VR gönnen.
        (Wobei Elite alles daran setzt, dass dies mit der neuen Technik nicht mehr möglich ist :P)

        Wasserstandsmeldung 24.6.21 19:08
        RTX 2060 um die 450.- noch zu haben.

        Meine Schmerzgrenze war vor zwei Jahren 300.-
        Aber man geht ja mit der Zeit
        :P
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von Spiritogre
        Ich spiele auch nur in Full HD, weil mein aktueller Monitor nicht mehr hergibt. Allerdings lasse ich gerne das Spiel selbst in 4k berechnen (sofern das möglich ist). Aus irgendeinem Grund, den mir bisher noch niemand beantworten konnte, ist die Grafik dann viel schärfer (obwohl Texturen etc. die gleichen sind).

        Da ich aber irgendwie zumeist nicht so die aktuellen Grafikkracher spiele, von einigen Ausnahmen mal abgesehen, reicht mir meine GF 1070TI momentan auch noch völlig, weil sie, bis auf wenige Ausnahmen, die meisten Games auch mit 60FPS schafft.
        EIGENTLICH reicht mir meine 1060 auch noch.
        THEORETISCH möchte ich mir in Zukunft mal gewisse Spiele wie Elite und Squadron in VR gönnen.
        (Wobei Elite alles daran setzt, dass dies mit der neuen Technik nicht mehr möglich ist :P)

        Wasserstandsmeldung 24.6.21 19:08
        RTX 2060 um die 450.- noch zu haben.

        Meine Schmerzgrenze war vor zwei Jahren 300.-
        Aber man geht ja mit der Zeit
        :P
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von McDrake
        Erstaunlich, dass die 2060er noch jetzt in Bestand sind.
        Mir reicht sowas zZ vollkommen und ich spiele doch recht viel, aber nur in 1920*1080
        Bin wohl zu genügsam
        Ich spiele auch nur in Full HD, weil mein aktueller Monitor nicht mehr hergibt. Allerdings lasse ich gerne das Spiel selbst in 4k berechnen (sofern das möglich ist). Aus irgendeinem Grund, den mir bisher noch niemand beantworten konnte, ist die Grafik dann viel schärfer (obwohl Texturen etc. die gleichen sind).

        Da ich aber irgendwie zumeist nicht so die aktuellen Grafikkracher spiele, von einigen Ausnahmen mal abgesehen, reicht mir meine GF 1070TI momentan auch noch völlig, weil sie, bis auf wenige Ausnahmen, die meisten Games auch mit 60FPS schafft.
      • Von McDrake Mitglied
        Erstaunlich, dass die 2060er noch jetzt in Bestand sind.
        Mir reicht sowas zZ vollkommen und ich spiele doch recht viel, aber nur in 1920*1080
        Bin wohl zu genügsam
      • Von McDrake Mitglied
        So... Nägel mit Köpfen
        Heute mein Lieferant des Vertrauens (Digitec/Galaxus) ab 16:00 neue Lieferung von Grakas wieder zum "Normalpreis" im Verkauf.
        2060 für knappe 455€ (umgerechnet) geschossen.

        Die werten aber jede Bestellung aus.
        Ob ich sie bekomme, sagt mir gleich das Licht (und wer DEN Spruch noch kennt, der ist wirklich alt :P )

        // Krass: Nach 20 Minuten sind die 3060/70/80 weg von der Shopseite... wohl ausverkauft.
        2060 noch immer verfügbar
        Plus die 1650er auch noch drin.

        Hab geliebäugelt mit einer 3060. Aber ich hab mich an mein Limit gehalten.
        Die 2060 hab ich wohl auf sicher.
      • Von Basileukum Hobby-Spieler/in
        Zitat von weazz1980
        Sorry, aber 2000 Euro für ne Graka ist einfach lachhaft... früher haben die Highend-Karten so um die 1000 Euro gekostet und das Mittelsegment war so 250-500 Euro in etwa... solange dass Niveau so bleibt, werde ich mir als nächstes einfach eine Konsole anschaffen für 500 Euro, hab ich mehr von. Mein PC kann dann den Rest auch noch 10 Jahre locker stemmen... von daher würde ich Jedem empfehlen einfach abzuwarten, der Markt reguliert sich von selbst, wenn diese Wahnsinns-Summen nicht mehr gezahlt werden. Dann stellt halt mal eine Detail-Stufe runter, davon stirbt man nicht :) Und ja, ich weiss, es wird immer Leute geben, die alles sofort haben wollen und/oder bei denen Geld keine Rolle spielt.
        Ja, aber das ist noch gar nicht solange so. Und wenn man sich die Grakas anschaut, dann kommt nach den aufgebauten Kühlern nicht mehr soviel dabei rüber. Da sind weder die Materialkosten, noch die Entwicklungskosten, noch die Herstellungskosten derart gestiegen, daß es solche Märchenpreise rechtfertigt.

        Highend geht auch gut für 500-700 Euro, mehr ist dann eine XX80 oder XX80ti nicht wert, rein von den Faktoren. Da kannst dann noch die gehobene Mittelklasse einfügen, zwischen 350-450 Euro. Normale Mittelklasse geht halt von 250-350 Flocken und der Rest ab 150 Euro ist Einstieg. Ne 980ti gabs noch UVP für 740 Euronen. Die 780ti gabs noch für 650 Euro UVP.

        Das Problem besteht aber schon seit Jahren, aus den Fugen geraten sind die Preise schon mit der 1000 Serie. Weder Pascal noch später Turing boten ein gutes P/L Verhältnis, Ampere oder eher "Krampfpierre", machte es auch aktuell nicht viel besser (wir laßen mal die derzeitige Situation außer Acht und schauen auf die UVP). Lustigerweise wurde die Verteuerung in diesem Bereich nie richtig thematisiert (das hätte ich z.B. gerade von Hardwaremagazinen /Redaktionen erwartet), vor allem weil es da, wie oben erwähnt in diesen Steigerungen so keinen plausiblen Erklärungsgrund gab.
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