Grafikkarten: Abhilfe durch neue Grafikkarten?

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Grafikkarten: Abhilfe durch neue Grafikkarten?
Quelle: MSI

Die Grafikkartenpreise sind seit dem Herbst 2020 stark angestiegen. Zwar geht die Kurve nicht mehr steil bergauf - manche Grafikkarten-Serien steigen weiterhin im Preis an. Wir schildern die Situation sowie mögliche Ursachen wie Produktionsprobleme und Mining. Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft, denn es naht ein kleiner Lichtblick.

Kommt bald Abhilfe durch neue Grafikkarten?

Die Chipproduktion bleibt noch eine auf absehbare Zeit sehr problematisch, so viel scheint klar zu sein. Trotzdem könnte es etwas Entspannung geben, da neue Grafikkarten-Modelle von Nvidia anstehen. So dürften die GeForce RTX 3070 Ti und 3080 Ti zur Keynote Anfang nächster Woche präsentiert werden, wie auch unsere Kollegen der PC Games Hardware berichten. Dies allein hilft natürlich nicht weiter, da es nur zwei weitere vermutlich kaum lieferbare Grafikkarten-Serien sein werden.

Allerdings hat Nvidia das Mining-Problem erkannt und will die aktuelle RTX-Serie, zumindest die RTX 3060 Ti, 3070 und 3080, so modifizieren, dass die Mining-Leistung nicht mehr so stark ist, wie sie potenziell sein könnte. Dies könnte durchaus dafür sorgen, dass die Nachfrage durch Miner nicht mehr so groß wie aktuell ist, beziehungsweise zumindest, dass die Schmerzgrenze für einen Kauf bei Minern sinkt, so dass die Preisschraube eine deutlich niedrigere Grenze als bisher hat.

Einige Modelle der Nviidia RTX 2060 werden inzwischen wieder produziert und sind - relativ gesehen - akzeptabel beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Quelle: PC Games Hardware Einige Modelle der Nviidia RTX 2060 werden inzwischen wieder produziert und sind - relativ gesehen - akzeptabel beim Preis-Leistungs-Verhältnis. Die modifizierten Grafikkarten erhalten das Kürzel LHR als Hinweis, was für "Low Hash Rate" steht. Die Hash Rate ist ein Maß für die Eignung, was Rechenpower für Kryptowährungen angeht. Natürlich könnte man sich fragen, wozu Nvidia dies macht. Denn wer am Ende die Grafikkarten kauft, könnte dem Team Green ja egal sein. Nvidia bietet aber auch spezialisierte Mining-Hardware an - durch die LHR-Modelle macht Nvidia die Grafikkarten weniger attraktiv, was wiederum einige Miner dazu bewegen kann, doch auf Mining-Hardware umzuschwenken.

Nvidia will im Zusammenhang mit LHR die Produktion komplett umstellen, so dass alle neu produzierten RTX 3060 Ti, 3070 und 3080 LHR-Varianten sind. Ob auch die RTX 3070 Ti und 3080 Ti so produziert werden, dass sie quasi LHR-Grafikkarten sind, ist nicht bekannt. Es kann gut sein, dass Nvidia die Grafikkarten genau so modifiziert wie die drei schon genannten Reihen, aber ohne eine Kennzeichnung mit LHR, da es dann ja ohnehin gar keine non-LHR-Modelle gibt. Ob diese Umstellung einen spürbaren Einfluss auf die Preise haben wird, kann man selbstverständlich aktuell noch nicht genau sagen. Da es aber klare Hinweise darauf gibt, dass Miner für teilweise unerklärlich hohe Preisabstände mancher RTX 3000er-Grafikkarte zu Konkurrenz-Boliden verantwortlich sein dürften, wird es unserer Einschätzung nach sinkende Preise bei manchen Modellen geben. Allerdings wird dies immer noch weit von einem normalen Niveau entfernt sein, und falls die Kurse von Kryptowährungen ansteigen, verpufft der LHR-Effekt schnell wieder.

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  1. Seite 1 Grafikkarten: Mangel und seine Ursachen
  2. Seite 2 Grafikkarten: Ein Musk-E-Tier gegen Mining
  3. Seite 3 Grafikkarten: Die aktuelle Preis-Situation
  4. Seite 4 Grafikkarten: Abhilfe durch neue Grafikkarten?
    • Kommentare (38)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von GaryTh3Goat NPC
        Zitat von Herbboy
        Also, das wäre dann, wenn man einen Zeitrahmen erwischt hat, als die 6700 XT für 900 Euro zu haben war, ein plausibler Preis. Aber trotzdem ein sehr guter Preis. Das ist aber 1578€ mit MWSt, oder ohne?
        Yup komplett mit mwst
      • Von GaryTh3Goat NPC
        Zitat von Herbboy
        Also, das wäre dann, wenn man einen Zeitrahmen erwischt hat, als die 6700 XT für 900 Euro zu haben war, ein plausibler Preis. Aber trotzdem ein sehr guter Preis. Das ist aber 1578€ mit MWSt, oder ohne?
        Yup komplett mit mwst
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von GaryTh3Goat
        Hab mir alle Teile nochmal genauer durchgerechnet und es ist so ziemlich genau uvp, hab den Rechner bei CSL bestellt, hatten die im Angebot um 1399,wobei ich die Case getauscht habe und 2x16gb RAM statt 2x8gb RAM genommen habe. Kostenpunkt war 1578 Euro.
        Ryzen 5 5600x
        Asus Radeon RX 6700xt TUF-RX6700XT-O12G-GAMING
        32 GB DDR4-RAM, Dual Channel (2x 16 GB), 3200 MHz, Kingston HyperX Predator
        ASUS TUF B450-PLUS GAMING II motherboard
        Bequiet 601 case (kein Fenster)
        500gb M2 pcle ssd Kingston NV1
        600 Watt BoostBoxx
        Also, das wäre dann, wenn man einen Zeitrahmen erwischt hat, als die 6700 XT für 900 Euro zu haben war, ein plausibler Preis. Aber trotzdem ein sehr guter Preis. Das ist aber 1578€ mit MWSt, oder ohne?
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von 1xok
        Na ja, ohne Kryptowährungen hätten wir (noch) mehr Spekulation in anderen Bereichen. Und es ist doch gut, wenn die Spekulanten mit Dingen spekulieren, die keinen volkswirtschaftlichen nutzen haben. So machen sie zumindest nicht die Preise für Ackerland kaputt oder treiben die Mieten in schwindelerregende Höhen.

        Glaubst Du das jetzt ernsthaft? ^^ DIE, die in Kryptowährung "spekulieren", sind nur die, die ein extremes High-Risk eingehen. Das ist nur ein kleiner Teil der Spekulanten. So was wie Ackerland, Immobilien usw. ist ein VIEL viel viel, also um es mal so zu sagen: VIEL größerer Markt, weil du da eine sehr hohe Sicherheit hast, dass die Investitionen nicht stark an Wert verlieren. Vor Bitcoins kommen zuerst noch ganz andere "nicht greifbare" Spekulationsobjekte wie Geld (Devisen), Rechte am Besitz von Edelmetallen usw. und natürlich Aktien.

        Nur mal nachgerechnet: es existieren derzeit Bitcoins im Wert von 570 Milliarden Euro. 2018 wurden allein in Deutschland für 280 Mrd Euro Immobilien verkauft => https://www.manager-magaz... das ist nur EIN Investmentbereich in EINEM Land der Erde und schon fast 50% dessen, was ALLE Bitcoins wert sind. Natürlich sind nicht alle Immobilienumsätze auch "Spekulationen", aber das gilt auch für die Käufe von Bitcoins, für den Wert der Bitcoins erst recht.

        Also, dass es bei einer Abschaffung von Kryptowährungen ein Problem für zB Ackerland aufkommen würde, nur weil vermeintlich irrsinnig hohe Mengen als Spekulationsgeld eine neue Heimat sucht: da müsstest du einsehen, dass das Quatsch ist, weil der Wert der Währungen in der Summe im Vergleich zum Rest, den man auf dem Finanzmarkt machen kann, ein Witz ist.
      • Von Strauchritter Hobby-Spieler/in
        Vor 1,5 Wochen auch für einen Bekannten nen Rechner mit Ryzen 5 5600X und ner 6700er für aktuell schmalen Taler bestellt, was dann dieses Jahr schon der dritte Rechner war^^ Fühle mich von der Thematik also wenig tangiert xD :B
      • Von MichaelG Mitglied
        Das Problem ist tatsächlich nicht eine nicht vorhandene Energie sondern die vorhandene Energie entsprechend zu kategorisieren und die sinnvoll nutzbar zu machen ohne dadurch Spätfolgen auszulösen. Da sitzt der Haken.

        Das bedeutet aber auch, an essentiellen Stellen (Pflanzen z.B.) selbst wenn es möglich wäre diese Energie nicht für seine Zwecke "abzuleiten" sondern an den Stellen wo bislang ungenutzte, große, freie Energiereserven lauern.

        Und auch da muß man sicher sein, daß man in laufende Systeme nicht eingreift. Z.B. wenn man die Energie aus dem Erdkern (Wärme) für seine Zwecke abzieht und das in zu starkem Maße geschieht hat das eventuell unabsehbare Folgen. Ähnlich wie dem Prinzip des Frackings von Ölreserven.

        Beispiel: Theoretisch könnte der aktuelle Strombedarf auf der gesamten! Welt gedeckt werden, wenn man sich auf der Welt einig wäre und zusammenschalten würde und nur rund 5% der Fläche der Sahara mit Solarkollektoren der aktuellen Generation bestücken würde. Das Problem ist danach "nur" die Speicherung und der möglichst verlustfreie/-arme Transport der Energie zu den jeweiligen Verbrauchsstellen. Das ist derzeit noch das größte Problem.

        Da bräuchte man die Umwelt nicht mehr mit Windräderparks zuzupflastern, man bräuchte keine Atomkraftwerke etc. pp. Wenn man diese Probleme lösen könnte wäre das Thema schon mal vom Tisch und der Strom wäre zu 95 % "grün".

        Energie geht im Prinzip eigentlich auch nie verloren. Sie wandelt sich nur permanent um. Beispielsweise Bewegung in Reibung usw.

        Hier wäre es sinnvoll Ansätze zu finden, "verbrauchte" Energie dort wo es möglich ist wieder einzufangen und die umgewandelte Form in wieder nutzbare Energie unzuwandeln. Und darin liegt aktuell das größte Problem einer Umsetzbarkeit.
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