Grafikkarten: Ein Musk-E-Tier gegen Mining
Die Grafikkartenpreise sind seit dem Herbst 2020 stark angestiegen. Zwar geht die Kurve nicht mehr steil bergauf - manche Grafikkarten-Serien steigen weiterhin im Preis an. Wir schildern die Situation sowie mögliche Ursachen wie Produktionsprobleme und Mining. Außerdem werfen wir einen Blick in die Zukunft, denn es naht ein kleiner Lichtblick.
Ein Musk-E-Tier gegen Mining
Da die Miner mit Anteilen an der virtuellen Währung entlohnt werden, bei deren Berechnung die Hardware der Miner hilft, spielen die Kurse für die Kryptowährungen natürlich eine entscheidende Rolle, ob sich der Kauf einer Grafikkarte trotz des Angebotes an Mining-Hardware für einen Miner lohnt. Hier könnte ein Musk-E-Tier helfen - beziehungsweise um es verständlicher auszudrücken: Es geht um den Einfluss von Elon Musk, Gründer von Tesla und SpaceX, Technik-Freak mit einem von seiner PayPal-Gründung stammenden Milliardenvermögen und Faible für Innovationen rund um Internet und Technik.
In diesem Artikel
Elon Musk interessiert sich neben Technik und IT im Allgemeinen auch für Kryptowährungen, und seine Kommentare, vor allem aber seine Tweets, haben es dabei in sich.
Quelle: Steve Jurvetson / Wikimedia
Elon Musk in einer Werkhalle seines SpaceX-Pojektes
Strenggenommen sind die Kommentare oftmals gar nicht mal sonderlich spektakulär, oft auch eher nicht ganz ernst oder ironisch gemeint. Aber wenn ein Elon Musk etwas sagt oder schreibt, können die Kurse von Unternehmen (auch seiner eigenen Firmen) oder Währungen in Null-Komma-Nichts eine stärkere Schwankung erfahren als Boris Jelzin bei seinen feucht-fröhlichen Staatsbesuchen. Zum einen hören viele Menschen auf das, was Musk von sich gibt, weil sie ihm voll vertrauen. Zum anderen gibt es aber auch Investoren, die zwar nur mit den Augen rollen und sich fragen, was Musk nun schon wieder geritten hat - sie wissen aber auch, dass viele Leute sich blind nach der Aussage von Musk orientieren und sehen sich daher gezwungen, auf den dabei entstehenden Trend einzugehen, also zu investieren oder auch Investments zurückzuziehen. Musk hatte zum Beispiel kürzlich verkündetet, dass man einen Tesla nicht mehr mit Bitcoins kaufen können wird. Obwohl der Beweggrund für die Entscheidung eher der Umwelt schadende Strombedarf war, deuten es viele so, dass Bitcoins beziehungsweise Kryptowährungen zu unsicher sind. So oder so litt das Image, und der Bitcoin-Kurs brach stark ein. Könnte also auch ein Musk dabei helfen, dass Mining kein Faktor mehr auf dem Grafikkarten-Markt ist?
Quelle: Twitter
Hier sollen angeblich Notebooks für Mining im Betrieb sein.
Denn es ist nicht von der Hand zu weisen, dass zumindest ein Teil der Preissteigerungen auch durch eine Nachfrage seitens Minern zustande kommt, und der Kurs der Kryptowährungen spielt dabei die zentrale Rolle, wenn es um gewerbliches Mining geht. Nun, das Szenario eines Musk quasi als Retter der Gamer ist leider nur ein vages Gedankenspiel. Aber die Kurse bei Kryptowährungen bleiben freilich ein fragiler Faktor, der die Situation bei Grafikkarten schnell ändern kann.
Was fallende Kurse bewirken könnten
Die Gewinnberechnung für Mining folgt auf den ersten Blick einer recht einfachen Formel: Man zieht von den Kosten der Hardware und deren Betrieb das ab, was die Kryptowährung an Belohnung im Laufe der Nutzung einbringt. Hierzu ein Beispiel: Nehmen wir an, eine Nvidia GeForce RTX 3070 bringt pro Tag 10 Dollar beim Mining von Ethereum ein. Pro Tag (und pro Grafikkarte) fallen wegen der Miete für die Räumlichkeiten, den Strom und das Personal 5 Dollar Kosten an. Somit macht die Grafikkarte jeden Tag 5 Dollar Gewinn. Nutzt man sie ein Jahr, dann sind das 1325 Dollar Gewinn. Ein Miner wäre also theoretisch bereit, bis zu 1325 Dollar zu bezahlen, wenn er davon ausgeht, die Grafikkarte mindestens ein Jahr zu nutzen. Es gibt dabei zwar eine Unsicherheit, da der Kurs der Kryptowährung ja fallen kann und es dann weniger Gewinn pro Tag gibt. Auf der anderen Seite ließe sich die Grafikkarte aber bei sinkenden Kursen noch ordentlich verkaufen.
Es lohnt sich also trotz des Risikos, um die 1300 Dollar für eine RTX 3070 zu bezahlen. Aber eine Kursschwankung schlägt direkt heftig ins Kontor. Nehmen wir nun an, dass Elon Musk einen abfälligen Kommentar abgegeben hat, so dass das Ethereum-Mining nur noch 8 statt 10 Dollar pro Tag einbringt. Die Kosten bleiben aber bei 5 Dollar pro Tag, der Gewinn schrumpft also auf 3 Dollar pro Tag. Das heißt: 20 Prozent weniger Kurs führt zu satten 40 Prozent weniger Gewinn. Daher sinkt der Preis, der sich für eine RTX 3070 aus Sicht eines Miners noch lohnt, nicht nur um 20 Prozent auf 1059 Euro, sondern um 40 Prozent auf 794 Euro. An dieser Rechnung sieht man, wie schnell der Marktpreis einer Grafikkarte potenziell sinken kann, falls das Thema Mining bei dem Preis einer Grafikkarte relevant ist. Natürlich dreht sich der Spieß komplett um, wenn es um eine Kurssteigerung geht - aber malen wir den Teufel nicht an die Wand.

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Nur mal nachgerechnet: es existieren derzeit Bitcoins im Wert von 570 Milliarden Euro. 2018 wurden allein in Deutschland für 280 Mrd Euro Immobilien verkauft => https://www.manager-magaz... das ist nur EIN Investmentbereich in EINEM Land der Erde und schon fast 50% dessen, was ALLE Bitcoins wert sind. Natürlich sind nicht alle Immobilienumsätze auch "Spekulationen", aber das gilt auch für die Käufe von Bitcoins, für den Wert der Bitcoins erst recht.
Also, dass es bei einer Abschaffung von Kryptowährungen ein Problem für zB Ackerland aufkommen würde, nur weil vermeintlich irrsinnig hohe Mengen als Spekulationsgeld eine neue Heimat sucht: da müsstest du einsehen, dass das Quatsch ist, weil der Wert der Währungen in der Summe im Vergleich zum Rest, den man auf dem Finanzmarkt machen kann, ein Witz ist.
Das bedeutet aber auch, an essentiellen Stellen (Pflanzen z.B.) selbst wenn es möglich wäre diese Energie nicht für seine Zwecke "abzuleiten" sondern an den Stellen wo bislang ungenutzte, große, freie Energiereserven lauern.
Und auch da muß man sicher sein, daß man in laufende Systeme nicht eingreift. Z.B. wenn man die Energie aus dem Erdkern (Wärme) für seine Zwecke abzieht und das in zu starkem Maße geschieht hat das eventuell unabsehbare Folgen. Ähnlich wie dem Prinzip des Frackings von Ölreserven.
Beispiel: Theoretisch könnte der aktuelle Strombedarf auf der gesamten! Welt gedeckt werden, wenn man sich auf der Welt einig wäre und zusammenschalten würde und nur rund 5% der Fläche der Sahara mit Solarkollektoren der aktuellen Generation bestücken würde. Das Problem ist danach "nur" die Speicherung und der möglichst verlustfreie/-arme Transport der Energie zu den jeweiligen Verbrauchsstellen. Das ist derzeit noch das größte Problem.
Da bräuchte man die Umwelt nicht mehr mit Windräderparks zuzupflastern, man bräuchte keine Atomkraftwerke etc. pp. Wenn man diese Probleme lösen könnte wäre das Thema schon mal vom Tisch und der Strom wäre zu 95 % "grün".
Energie geht im Prinzip eigentlich auch nie verloren. Sie wandelt sich nur permanent um. Beispielsweise Bewegung in Reibung usw.
Hier wäre es sinnvoll Ansätze zu finden, "verbrauchte" Energie dort wo es möglich ist wieder einzufangen und die umgewandelte Form in wieder nutzbare Energie unzuwandeln. Und darin liegt aktuell das größte Problem einer Umsetzbarkeit.