Monitore: Freesync, G-Sync und Marktübersicht
Nicht zuletzt wegen des Microsoft Flight Simulator 2020 kümmern wir uns in unseren Special um Monitore. Dabei schauen wir auf das Thema Multi-Monitoring, also der Nutzung mehrerer Monitore gleichzeitig, um das Blickfeld zu erweitern. Wir kümmern uns aber auch um eine Alternative dazu: Widescreen-Monitore. 40 aktuelle Breitbild-Monitore fassen wir zudem in einer Marktübersicht zusammen.
Sync-Techniken Freesync und G-Sync
Ein PC berechnet, wenn man in den Grafikoptionen V-Sync nicht aktiviert hat, so viele FPS, wie er schaffen kann. Doch diese FPS-Werte passen in der Regel nicht zur Bildwiederholfrequenz eines Monitors. Wenn der Monitor beispielsweise 53 FPS berechnen kann, der Monitor aber 60 mal pro Sekunde nach einem neuen Bild fragt (im übertragenen Sinne), wird er ab und an nur halb-fertige Bilder vorfinden und zur einen Hälfte das neue, zur anderen noch das letzte Bild zeigen. Die FPS und die Bildwiederholfrequenz sind also asynchron zueinander.
In diesem Artikel
Bei schnellen seitlichen Kamerabewegungen in Games kann dies dazu führen, dass die Grafik in der Mitte horizontal leicht zerrissen zu sein scheint. Hierbei hilft das anfangs schon erwähnte V-Sync, welches in seiner einfachsten Variante in unserem Beispiel die FPS auf 30 beschränken würde. Denn diese 30 Bilder pro Sekunde werden einfach je zwei Mal angezeigt, so dass man auf genau 60 Bilder pro Sekunde kommt, was zu den 60 Hertz passt - FPS und Bildwiederholfrequenz sind nun synchron zueinander.
Quelle: Acer
Einer der wenigen G-Sync-Widescreen-Monitore auf dem Markt: Acer Predator Z35P
Doch seit einigen Jahren gibt es Abhilfe: Freesync und V-Sync, so genannte Adaptive Sync-Features, sorgen dafür, dass sich der Monitor an die Grafikkarte anpasst, damit beides synchron zueinander sind - schafft der PC also nur 53 FPS, arbeitet der Monitor mit nur 53 Hertz. Schafft der PC aber 112 FPS, dann arbeitet der Monitor mit 112 Hertz (sofern er denn mindestens 112 Hertz darstellen kann). Freesync funktionierte früher nur mit AMD-Grafikkarten. Da G-Sync, was wiederum nur mit Nvidia-Grafikkarten nutzbar ist, einen Monitor spürbar teurer macht, hat Nvidia inzwischen seine Treiber so verändert, dass Freesync-Monitore auch mit Nvidia-Grafikkarten im Freesync-Modus funktionieren. Dazu gibt es von Nvidia auch eine Liste mit offiziell unterstützten Freesync-Monitore. Es sind aber auch viele Modelle kompatibel, die Nvidia noch nicht offiziell in die Liste aufgenommen hat. G-Sync-Monitore gibt es daher , da sie inzwischen unnötig teuer sind, immer weniger - die überwältigende Zahl an Monitoren mit adaptive Sync-Features bieten Freesync. Für den Microsoft Flight Simulator 2020 ist ein Monitor mit Freesync oder G-Sync durchaus attraktiv, wobei ihr aber darauf achten müsst, ab welchem FPS-Wert die Techniken greifen. Denn es gibt eine Untergrenze - bei manchen Monitoren greift die Sync-Technik erst bei 45 Hertz. Schafft euer PC in der neuen Flugsimulation aber nur 40 FPS, dann nutzt euch Freesync oder G-Sync nichts.
Übersicht: 40 Widescreen-Monitore
Zum Abschluss haben wir nun noch eine Übersicht mit 40 Widescreen-Monitoren.
Quelle: Philips
Philips P line 439P9H
Besonders viel Auswahl gibt es beim Seitenverhältnis 21:9 - hier haben wir daher einige zusätzliche Bedingungen festgelegt, damit die Masse an Modellen nicht unsere Übersicht sprengt. Die 21:9-Monitore, die wir herausgesucht haben, bieten mindestens 100 Hertz Bildwiederholfrequenz, Freesync oder G-Sync und sind curved, haben also ein gebogenes Display, durch das man etwas tiefer ins Spielgeschehen eintauchen kann. Nicht alle Modelle auf dem Markt mit einem Seitenverhältnis von 21:9 sind curved - ganz anders als bei Monitoren mit einem Seitenverhältnis von 24:10, 32:9 und 32:10, bei denen ihr aktuell ausschließlich Monitore mit gebogenem Display findet. Für diese drei Seitenverhältnisse ist die Auswahl an verfügbaren Modellen deutlich kleiner als bei 21:9, so dass wir zwar Freesync fordern (G-Sync-Modelle dieser Art gibt es aktuell keine), bei der Bildwiederholfrequenz aber auch drei Monitore mit weniger als 100 Hertz mit in der Auswahl haben. Die Monitore haben übrigens alle ein VA- oder IPS-Panel. Beide bieten ein kontrastreicheres und blickwinkelstabileres Bild als es typischerweise ein TN-Panel bieten kann. Letzteren Display-Typ, der bis vor wenigen Jahren noch deutlich günstiger als VA oder IPS war, findet ihr allerdings nur noch bei 16:9-Monitoren. Hier nun unsere tabellarische Übersicht, die aus mehreren Seiten besteht - pro Seite seht ihr 10 Monitore und deren wichtigste technische Eckdaten. Die Monitore sind nach Preis sortiert - bei Bedarf könnt ihr die Tabelle auch nach einem anderen Kriterium ordnen.
| Modell | Diagonale | Auflösung | Seitenverh. | Panel | BWF | Sync-Technik | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| LC-Power LC-M34-UWQHD-100-C | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 345 Euro |
| LG UltraGear 34GL750-B | 34 Zoll | 2560 x 1080 | 21 zu 9 | IPS | 144 Hz | Freesync | 380 Euro |
| AOC CU34G2/BK | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 410 Euro |
| Philips B-Line 345B1C | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 420 Euro |
| Lenovo G34w-10 | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 440 Euro |
| LC-Power LC-M34-UWQHD-144-C | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 460 Euro |
| MSI Optix MAG341CQ | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 480 Euro |
| Philips B-line 346B1C | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 480 Euro |
| Samsung C34H890 | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 500 Euro |
| AOC CU34G2X/BK | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 520 Euro |
| LG 35WN75C-B | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 530 Euro |
| BenQ EX3501R | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 550 Euro |
| Asus TUF Gaming VG35VQ | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 590 Euro |
| Asus Designo Curve MX34VQ | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 620 Euro |
| AOC Agon AG352UCG6 | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 120 Hz | G-Sync | 650 Euro |
| Samsung C34J791 | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 650 Euro |
| LC-Power LC-M49-DFHD-144-C | 49 Zoll | 3840 x 1080 | 32 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 700 Euro |
| Acer Predator Z35P | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | G-Sync | 730 Euro |
| ViewSonic VP3481 | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 100 Hz | Freesync | 770 Euro |
| Acer Predator X34P | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | IPS | 100 Hz | G-Sync | 790 Euro |
| Acer Nitro EI1 EI491CRP | 49 Zoll | 3840 x 1080 | 32 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 800 Euro |
| Philips P-line 439P9H | 43,4 Zoll | 3840 x 1200 | 32 zu 10 | VA | 100 Hz | Freesync | 840 Euro |
| Acer XR2 XR342CKPb | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | IPS | 100 Hz | Freesync | 850 Euro |
| MSI Optix MPG341CQR | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 860 Euro |
| Asus ROG Strix XG49VQ | 49 Zoll | 3840 x 1080 | 32 zu 9 | VA | 144 Hz | Freesync | 880 Euro |
| Asus ROG Strix XG43VQ | 43,4 Zoll | 3840 x 1200 | 32 zu 10 | VA | 120 Hz | Freesync | 880 Euro |
| LG 38WK95C-W | 37,5 Zoll | 3840 x 1600 | 24 zu 10 | IPS | 75 Hz | Freesync | 930 Euro |
| Asus Designo Curve MX38VC | 37,5 Zoll | 3840 x 1600 | 24 zu 10 | IPS | 60 Hz | Freesync | 970 Euro |
| Samsung C49RG90 | 49 Zoll | 5120 x 1440 | 32 zu 9 | VA | 120 Hz | Freesync | 980 Euro |
| Asus ROG Swift PG349Q | 34,1 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | IPS | 100 Hz | G-Sync | 980 Euro |
| Lenovo Legion Y44w-10 | 43,4 Zoll | 3840 x 1200 | 32 zu 10 | VA | 144 Hz | Freesync | 1080 Euro |
| Dell Alienware AW3420DW | 34 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | IPS | 120 Hz | G-Sync | 1090 Euro |
| Lenovo ThinkVision P44w-10 | 43,4 Zoll | 3840 x 1200 | 32 zu 10 | VA | 144 Hz | Freesync | 1140 Euro |
| LG 38WN95C-W | 37,5 Zoll | 3840 x 1600 | 24 zu 10 | IPS | 144 Hz | Freesync | 1360 Euro |
| LG UltraGear 38GN950-B | 37,5 Zoll | 3840 x 1600 | 24 zu 10 | IPS | 144 Hz | Freesync | 1400 Euro |
| Samsung Odyssey G9 C49G94T | 49 Zoll | 5120 x 1440 | 32 zu 9 | VA | 240 Hz | Freesync | 1450 Euro |
| LG 38CK950N-1C | 37,5 Zoll | 3840 x 1600 | 24 zu 10 | IPS | 75 Hz | Freesync | 2050 Euro |
| AOC Agon AG353UCG | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 200 Hz | G-Sync | 2120 Euro |
| Acer Predator X35 | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 180 Hz | G-Sync | 2420 Euro |
| Asus ROG Swift PG35VQ | 35 Zoll | 3440 x 1440 | 21 zu 9 | VA | 180 Hz | G-Sync | 2720 Euro |
Hinweis: Mit BWF kürzen wir das Wort "Bildwiederholfrequenz" ab.

Es ist natürlich aber auch a) eine Performancefrage (3 x die Pixel berechnen lassen kostet entsprechende Last; möchte nicht wissen wie die Performance bei 3 x 4K aussieht)
Das Problem ist halt nur, daß die 2/3 Monitore dann nur für 1-2 Programme genutzt werden und ansonsten sinnlos herumstehen und obsolet sind. Das ist wohl neben den Finanzen ein weiterer großer Knackpunkt dabei. Wer aber zu 99% nur den FS nutzt dann macht es Sinn.
Und wegen des Preises: So was ist natürlich fast immer purer Luxus (genau so, wie manche Nutzer sich eine RTX 2080 Ti kaufen) und hängt vom Nutzer ab, ob man das machen möchte. Es gibt ja auch Leute, die sich für 400-500€ ein Lenkrad kaufen, obwohl sie "nur" 1-2x die Woche 2 Stunden ein Renngame zocken, oder auch mal 5-6 Stunden, aber ein paar Wochen dann auch gar nicht. Und wer sich einen PC leisten kann, der drei Monitore beim FS 2020 versorgen kann, dazu noch einen guten Joystick mit HOTAS-System, DER wird auch nicht unbedingt besonders nervös beim Gedanken werden, dass er nochmal 700-800€ für zwei Zusatzmonitore ausgeben "muss". ;)
Das Problem ist halt dann aber auch, daß man die 2/3 Monitore am Ende nur für 1-2 Programme sinnvoll nutzt und ansonsten 1 oder 2 davon sinnlos herumstehen und obsolet sind (und nur Platz auf dem Schreibtisch wegnehmen). Das ist wohl neben den Finanzen ein weiterer großer Knackpunkt dabei. Wer aber zu 99% nur den FS nutzt dann macht es Sinn.
Deinem Gedankengang konnte ich nicht auf Anhieb folgen.
Wie kommst du zu der Aussage?
Es ist so: Wenn man drei Monitore nebeneinander hat, sieht man nun mal mehr als wenn es ein breiter Monitor ist, und die meisten Flugsim-Fans würden gerne drei Monitore statt nur einem nutzen, wenn dies möglich ist. Das war das, was meinte mit dem "nicht so gut"-Comment zu Breitbildmonitore. Selbstverständlich bezieht sich das auf ein Setting, bei dem die drei Monitore ein größeres Seitenverhältnis als der eine breite Monitor bieten, was bei fünf Monitoren sowieso der Fall ist. Im Einzelfall kann EIN sehr breiter Monitor natürlich auch insgesamt mehr zeigen. Das war aber ja nur ein Nebensatz zum Einstieg - da wollte ich nicht ausholen und jedes denkbare Setting auf die Goldwaage legen.
Da ein großer Teil des Specials und auch die Marktübersicht sich ja um das Thema "Widescreen" dreht, sollte klar sein, dass der zitierte Nebensatz nicht überzubewerten ist und Widescreens mindestens eine wunderbare Alterative sind, je nach Geschmack sogar die bessere. Manche hassen ja allein schon die beiden Rahmen, die bei Triple-Monitoring entstehen, und lehnen so ein Setting daher sowieso ab.
Zunächst ist eine Unterstützung für das neue Reverb G2 VR-Headset vorgesehen, das zusammen von Microsoft und Valve entwickelt wurde. Später dürften auch Modelle wie Oculus Rift, HTC Vive und Co. unterstützt werden.
Update: Das Reverb ist wohl ein neues VR-System von HP und ist wohl in Zusammenarbeit mit Microsoft und Valve entwickelt worden. Obwohl Valve mit seinem eigenen System auch auf dem Markt ist. Der Preis klingt aber mit unter 700 EUR relativ günstig. (billiger als das Vive und Index aber teurer als das OR)
Ich hatte eh den Eindruck selbst die Fachpublikationen taten sich bisher schwer die ganzen Bottlenecks genau an die Wand zu nageln.