Monitore:Auflösung, Größe, Reaktionszeit und Bildwiederholfrequenz
Nicht zuletzt wegen des Microsoft Flight Simulator 2020 kümmern wir uns in unseren Special um Monitore. Dabei schauen wir auf das Thema Multi-Monitoring, also der Nutzung mehrerer Monitore gleichzeitig, um das Blickfeld zu erweitern. Wir kümmern uns aber auch um eine Alternative dazu: Widescreen-Monitore. 40 aktuelle Breitbild-Monitore fassen wir zudem in einer Marktübersicht zusammen.
Tipps zum Monitorkauf
Beim Kauf eines neuen Monitors gibt es mehrere Dinge zu beachten. Die beiden wichtigsten Dinge sind zunächst einmal die Auflösung sowie die Größe des Monitors. Für Games sind aber auch die Bildwiederholfrequenz sowie Sync-Techniken wichtig. Für die Bildqualität wiederum sollte man auf den Panel-Typ des Displays achten - hier gibt es aktuell TN, VA und IPS als relevante Optionen. VA und IPS bieten in der Regel das bessere Bild, TN-Panels sind dafür schneller. Da aber fast alle Modelle mit VA und IPS inzwischen für Gaming schnell genug und zudem im Gegensatz zu früher auch nicht mehr viel teurer als TN-Panels sind, solltet ihr zu einem VA- oder IPS-Monitor greifen. Zu den anderen genannten Punkten fassen wir nun die wichtigsten Tipps nun zusammen, danach haben wir noch 40 Widescreen-Monitore in einer Marktübersicht für euch zusammengestellt.
In diesem Artikel
Auflösung und Größe
Die beliebteste Größe bei Monitoren für Gaming ist derzeit 27 Zoll bei einem Seitenverhältnis von 16:9. Dazu gehören die Auflösungen Full-HD, WQHD und 4K. Die Zoll-Angaben beziehen sich auf die Diagonale der Displays. Ein 32-Zoll-Monitor mit 16:9 ist also bei Breite und Höhe größer als ein 27-Zoll-16:9-Monitor. Es kann aber auch sein, dass ein Monitor genau so hoch, aber deutlich breiter als ein 27-Zoll-Modell ist und durch sein größeres Seitenverhältnis auf 32 Zoll kommt. Man kann allerdings nicht von der Diagonale auf die Auflösung schließen - dies dürfte klar sein, wenn man bedenkt, dass es beispielsweise 27-Zoll-Monitor im 16:9-Format in Varianten mit Full-HD, WQHD und 4K gibt.
Quelle: HP
Der HP Omen X Emperium ist ein Big Format Gaming Display (BFGD). BFGDs erfüllen bestimmte Anforderungen von Nvidia wie 65 Zoll Display-Diagonale und 4K - Breitbild-Modelle gibt es aber nicht.
Am besten macht ihr euch im Vorfeld klar, wie groß und wie breit euer neuer Monitor sein soll. Dazu könnt ihr beispielsweise eine Tageszeitung zuschneiden, so dass sie das Format eures Wunsch-Displays hat. Die zurechtgeschnittene Zeitung könnt ihr dann mit Klebestreifen an der Wand befestigen, um zu sehen, wie diese Größe für euch wirkt. Beachtet bei breiten Monitoren, dass eventuell der Platz von vorhandenen Lautsprechern knapp werden kann. Bezüglich der Auflösung für einen 16:9-Monitor empfehlen wir WQHD für 27 Zoll, da der Qualitätsgewinn zu Full-HD sichtbar ist und im Gegensatz zu 4K der Leistungshunger noch moderat bleibt. Wer einen Widescreen-Monitor sucht, sollte unsere vorigen Erläuterungen zu den entsprechenden Monitoren beachten.
Bildwiederholfrequenz und Reaktionszeit
Die Standard-Bildwiederholfrequenz bei Monitoren beträgt 60 Hertz. Der Monitor stellt also 60 Bilder pro Sekunde dar, und zwar im stets gleichen zeitlichen Abstand zueinander. Wenn sich am von der Grafikkarte gelieferten Bild nichts ändert, zum Beispiel beim Betrachten eines Fotos, leuchten die Pixel einfach in der bereits eingenommenen Farbe weiter. Gibt es eine neue Farbinformation, dann wechselt das Pixel die Farbe - die Dauer des Wechsels ist die so genannte Reaktionszeit. Eine hohe Reaktionszeit kann bei schnellen bewegten Bilden zu Schlieren führen. Dies war vor vielen Jahren noch ein Problem für Gaming oder auch Action-Filme.
Quelle: iiyama
Der iiyama G-Master GB3461WQSU-B1 Red Eagle hat je nach Messmethode 1-4ms Reaktionszeit laut Hersteller.
Bei modernen Monitoren ist die in ms (Millisekunden) gemessene Reaktionszeit für Gaming aber bis auf sehr wenige Ausnahmen stets gut genug, um keine negativen Effekte zu sehen. Ihr müsst also nicht unbedingt darauf achten, ob der Monitor nun mit 1ms, 4ms oder "nur" 8ms gekennzeichnet ist. Doch zurück zur Bildwiederholfrequenz: Für Gaming gibt es Monitore mit mehr als 60 Hertz. 120 oder 144 Hertz sind dabei sehr beliebte Werte, es gibt inzwischen aber auch Modelle mit 200 Hertz und mehr. Der Vorteil: Ein Monitor mit beispielsweise 144 Hertz updatet 144 mal pro Sekunde das Bild. Somit kann er mehr Bilder anzeigen ein 60 Hertz-Modell, was für ein weicheres, angenehmeres Gefühl sorgt. Er kann aber bereits fertig vorliegende Bilder auch früher anzeigen, was in schnellen Spielen ähnlich wirkt wie ein leicht verbesserter Ping. Zur Veranschaulichung: Bei 60 Hertz sind es 60 Bilder pro Sekunde - zwischen jedem Bild sind also 1/60 Sekunden Pause, was knapp 17ms entspricht. Bei 144 Hertz sind es nur noch knappe 7ms - ein Vorteil von 10ms. Dies ist zwar wenig, aber wer oft online auf einem gewissen Niveau spielt weiß, dass es durchaus einen Unterschied machen kann, ob man nun mit einem Ping von 30 oder 40 spielt. Daher macht es durchaus Sinn, sich einen Monitor mit einem hohen Hertz-Wert zu leisten, sofern man actionreiche Games spielt oder auch Spiele hat, bei denen der PC hohe FPS-Werte erzielt. Beides trifft auf den Microsoft Flight Simulator 2020 allerdings weniger zu, so dass Flugsimulations-Fans von hohen Hertz-Werten allenfalls durch ein möglicherweise weicheres, flüssiges Bildgefühl profitieren.

Es ist natürlich aber auch a) eine Performancefrage (3 x die Pixel berechnen lassen kostet entsprechende Last; möchte nicht wissen wie die Performance bei 3 x 4K aussieht)
Das Problem ist halt nur, daß die 2/3 Monitore dann nur für 1-2 Programme genutzt werden und ansonsten sinnlos herumstehen und obsolet sind. Das ist wohl neben den Finanzen ein weiterer großer Knackpunkt dabei. Wer aber zu 99% nur den FS nutzt dann macht es Sinn.
Und wegen des Preises: So was ist natürlich fast immer purer Luxus (genau so, wie manche Nutzer sich eine RTX 2080 Ti kaufen) und hängt vom Nutzer ab, ob man das machen möchte. Es gibt ja auch Leute, die sich für 400-500€ ein Lenkrad kaufen, obwohl sie "nur" 1-2x die Woche 2 Stunden ein Renngame zocken, oder auch mal 5-6 Stunden, aber ein paar Wochen dann auch gar nicht. Und wer sich einen PC leisten kann, der drei Monitore beim FS 2020 versorgen kann, dazu noch einen guten Joystick mit HOTAS-System, DER wird auch nicht unbedingt besonders nervös beim Gedanken werden, dass er nochmal 700-800€ für zwei Zusatzmonitore ausgeben "muss". ;)
Das Problem ist halt dann aber auch, daß man die 2/3 Monitore am Ende nur für 1-2 Programme sinnvoll nutzt und ansonsten 1 oder 2 davon sinnlos herumstehen und obsolet sind (und nur Platz auf dem Schreibtisch wegnehmen). Das ist wohl neben den Finanzen ein weiterer großer Knackpunkt dabei. Wer aber zu 99% nur den FS nutzt dann macht es Sinn.
Deinem Gedankengang konnte ich nicht auf Anhieb folgen.
Wie kommst du zu der Aussage?
Es ist so: Wenn man drei Monitore nebeneinander hat, sieht man nun mal mehr als wenn es ein breiter Monitor ist, und die meisten Flugsim-Fans würden gerne drei Monitore statt nur einem nutzen, wenn dies möglich ist. Das war das, was meinte mit dem "nicht so gut"-Comment zu Breitbildmonitore. Selbstverständlich bezieht sich das auf ein Setting, bei dem die drei Monitore ein größeres Seitenverhältnis als der eine breite Monitor bieten, was bei fünf Monitoren sowieso der Fall ist. Im Einzelfall kann EIN sehr breiter Monitor natürlich auch insgesamt mehr zeigen. Das war aber ja nur ein Nebensatz zum Einstieg - da wollte ich nicht ausholen und jedes denkbare Setting auf die Goldwaage legen.
Da ein großer Teil des Specials und auch die Marktübersicht sich ja um das Thema "Widescreen" dreht, sollte klar sein, dass der zitierte Nebensatz nicht überzubewerten ist und Widescreens mindestens eine wunderbare Alterative sind, je nach Geschmack sogar die bessere. Manche hassen ja allein schon die beiden Rahmen, die bei Triple-Monitoring entstehen, und lehnen so ein Setting daher sowieso ab.
Zunächst ist eine Unterstützung für das neue Reverb G2 VR-Headset vorgesehen, das zusammen von Microsoft und Valve entwickelt wurde. Später dürften auch Modelle wie Oculus Rift, HTC Vive und Co. unterstützt werden.
Update: Das Reverb ist wohl ein neues VR-System von HP und ist wohl in Zusammenarbeit mit Microsoft und Valve entwickelt worden. Obwohl Valve mit seinem eigenen System auch auf dem Markt ist. Der Preis klingt aber mit unter 700 EUR relativ günstig. (billiger als das Vive und Index aber teurer als das OR)
Ich hatte eh den Eindruck selbst die Fachpublikationen taten sich bisher schwer die ganzen Bottlenecks genau an die Wand zu nageln.