Intel Comet Lake-S: Was leisten die neuen Core i-10000-CPUs für den Sockel 1200?

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Intel Comet Lake-S: Was leisten die neuen Core i-10000-CPUs für den Sockel 1200?
Quelle: Intel

Der Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten. Der Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten.

Intel: Sky Comet-S taucht am Himmel auf

Seit wenigen Tagen sind neue Mainstream-Prozessoren von Intel auf dem Markt, und zwar die Intel Core-i-10000er-Serie der Comet Lake-S-Familie. Zusammen mit den neuen CPUs gibt es auch einen frischen Sockel, den Intel Sockel 1200. Dies bedeutet naturgemäß, dass es ebenfalls neue Mainboards im Handel gibt, um die CPUs überhaupt nutzen zu können. Da es inzwischen schon mehrere Tests, vor allem von den beiden Modellen Core i5-10600K und Core i7-10900K, seitens Fach-Redaktionen wie auch von unseren Kollegen der PC Games Hardware gibt, wollen wir in unserem Special anhand dieser Tests die Leistung der neuen Prozessoren einordnen und damit einhergehend freilich auch das Preis-Leistungs-Verhältnis bewerten.

Bei unserer Analyse gibt es zwei Grundfragen: Können die neuen Modelle in Sachen Gaming eine Stufe auf den Sockel 1151 v2 draufsetzen? Und wenn ja: sind die Preise dafür in Ordnung? Denn der Core i7-9700K - nur als Beispiel - ist in Spielen etwas schneller als die Ryzen 3000er-CPUs, kostet dafür aber deutlich mehr.

Asus ROG STRIX Z490-F Gaming Quelle: Asus Asus ROG STRIX Z490-F Gaming Zusätzlich werden wir natürlich zuerst noch einen Blick auf die Technik und die (wichtigsten) neuen CPU-Modelle von Intel werfen. Auch was Mainboards angeht haben wir einige Infos sowie eine Auswahl an 20 Modellen zusammengestellt - dies tun wir aber erst zum Abschluss, also nach unserer Leistungs-Einschätzung der neuen CPUs. Da Bilder zu CPUs nicht besonders abwechslungsreich sind, haben wir übrigens unseren Artikel mit einigen Bildern von Mainboards ausgeschmückt, die in unseren späteren Übersicht ebenfalls vorkommen.

Core i-10000: Die wichtigsten Modelle

Für den neuen Sockel 1200 gibt es aktuell 17 Prozessoren als Boxed-Version, also mit einer für den Handel gedachten offiziellen Verpackung angeboten werden - je nach Modell mit oder ohne beigefügtem CPU-Kühler. Bei den CPUs mit einem K im Modellnamen ist kein Kühler dabei, denn durch den bei diesen CPUs frei wählbaren Multiplikator lässt sich zusammen mit einem passenden Mainboard sehr simpel übertakten, wofür ohnehin ein halbwegs ordentlicher separater Kühler nötig wäre. Die Boxed-Modelle gibt es auch ohne offizielle Packung als "Tray"-Version (stets ohne Kühler), zudem gibt es noch ein paar weitere Modelle ausschließlich als Tray-Variante, so dass man am Ende auf mehr als 17 gelistete Core i-10000-CPUs kommt. Darunter sind auch Modelle, die ein T im Namen haben und eine stromsparendere Alternative darstellen, dafür aber auch nicht so hoch takten. In Unserer Übersicht findet ihr fast CPUs, die es auch als Boxed-Version gibt.

Modell Kerne Threads Basistakt Boosttakt IGP TDP Preis ab
Core i3-10100 4 8 3,6 GHz 4,3 GHz ja 65W 140 Euro
Core i5-10400F 6 12 2,9 GHz 4,3 GHz nein 65W 170 Euro
Core i3-10300 4 8 3,7 GHz 4,4 GHz ja 65W 180 Euro
Core i5-10500F 6 12 2,9 GHz 4,3 GHz nein 65W 185 Euro
Core i3-10320 4 8 3,8 GHz 4,6 GHz ja 65W 190 Euro
Core i5-10400 6 12 2,9 GHz 4,3 GHz ja 65W 205 Euro
Core i5-10500 6 12 3,1 GHz 4,5 GHz ja 65W 230 Euro
Core i5-10600 6 12 3,3 GHz 4,8 GHz ja 65W 250 Euro
Core i5-10600KF 6 12 4,1 GHz 4,8 GHz nein 125W 280 Euro
Core i5-10600K 6 12 4,1 GHz 4,8 GHz ja 125W 310 Euro
Core i7-10700F 8 16 2,9 GHz 4,8 GHz nein 65W 360 Euro
Core i7-10700 8 16 2,9 GHz 4,8 GHz ja 65W 370 Euro
Core i7-10700KF 8 16 3,8 GHz 5,1 GHz nein 125W 415 Euro
Core i7-10700K 8 16 3,8 GHz 5,1 GHz ja 125W 450 Euro
Core i9-10900KF 10 20 3,7 GHz 5,3 GHz nein 125W 550 Euro
Core i9-10900K 10 20 3,7 GHz 5,3 GHz ja 125W 590 Euro

Wer die Tabelle genauer unter die Lupe nimmt wird feststellen, dass ein F im Modellnamen automatisch bedeutet, dass die CPU keine IGP (interne Grafikeinheit) hat. Dies war auch schon bei den Modellen für den Sockel 1151 v2 so und spielt bei einem Gaming-PC keine Rolle, da man ja eh eine Grafikkarte verwendet - eine F-CPU kann aber günstiger sein als ihr ansonsten identischer Bruder ohne ein F im Modellnamen. Eine KF-CPU wie der Core i5-10600KF hat also keine IGP, ist aber dank freiem Multiplikator leicht zu übertakten. An diesem Modell sieht man alle Faktoren beispielhaft, denn der Core i5-10600KF ist aktuell 30 Euro günstiger als der bis auf die vorhandene IGP identische Core i5-10600K.

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  1. Seite 1 Core i-10000: Einleitung und Modelle
  2. Seite 2 Core i-10000: Technische Betrachtung
  3. Seite 3 Core i-10000: Leistungsbewertung
  4. Seite 4 Core i-10000: Mainboards für den Sockel 1200
    • Kommentare (2)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von AntonioFunes Freier Autor
        Zitat von JohnCarpenter
        Mir fehlt da immer der Vergleich zwischen dem letzten / neuen Flagschiff i9-9900 (der ja nun noch im Markt ist) und dem i9 10900.
        Der i9-9900(K) ist in Spielen ähnlich schnell/langsam wie ein 10900(K), vlt nen Tick schneller. Da der 9900K günstiger ist, wäre er also "besser" bei Preis-Leistung. Trozdem ist er völlig überteuert, wenn es um einen "normalen" Gamer geht. Bei Multicore-Anwendungen ist der 10900K aber deutlich schneller - wer solche passenden Anwendungen häufig nutzt, kann also zuschlagen, obgleich der Aufpreis höher ist als die Mehrleistung im Vergleich zu einem Ryzen 7 3700X/3800X.

        Den Vergleich zwischen den beiden Intel-CPUs habe ich im Artikel weggelassen, da ich in mehreren Kaufberatungen zuvor denn 9900 wegen des Preises als absolut untauglich für einen typischen Gamer eingestuft habe. Und auch der 10900K ist für Gaming viel zu teuer. Man muss da schon beinahe semi-professionell gewisse Dinge mit Multicore-Nutzung betreiben, um den Aufpreis auf einen 10600K auch nur ansatzweise zu rechtfertigen.
      • Von AntonioFunes Freier Autor
        Zitat von JohnCarpenter
        Mir fehlt da immer der Vergleich zwischen dem letzten / neuen Flagschiff i9-9900 (der ja nun noch im Markt ist) und dem i9 10900.
        Der i9-9900(K) ist in Spielen ähnlich schnell/langsam wie ein 10900(K), vlt nen Tick schneller. Da der 9900K günstiger ist, wäre er also "besser" bei Preis-Leistung. Trozdem ist er völlig überteuert, wenn es um einen "normalen" Gamer geht. Bei Multicore-Anwendungen ist der 10900K aber deutlich schneller - wer solche passenden Anwendungen häufig nutzt, kann also zuschlagen, obgleich der Aufpreis höher ist als die Mehrleistung im Vergleich zu einem Ryzen 7 3700X/3800X.

        Den Vergleich zwischen den beiden Intel-CPUs habe ich im Artikel weggelassen, da ich in mehreren Kaufberatungen zuvor denn 9900 wegen des Preises als absolut untauglich für einen typischen Gamer eingestuft habe. Und auch der 10900K ist für Gaming viel zu teuer. Man muss da schon beinahe semi-professionell gewisse Dinge mit Multicore-Nutzung betreiben, um den Aufpreis auf einen 10600K auch nur ansatzweise zu rechtfertigen.
      • Von JohnCarpenter Spiele-Kenner/in
        Mir fehlt da immer der Vergleich zwischen dem letzten / neuen Flagschiff i9-9900 (der ja nun noch im Markt ist) und dem i9 10900.
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