Bling, Rechenknecht, Blingelingeling: Kolumne zu LEDs bei Gamingprodukten

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Bling, Rechenknecht, Blingelingeling: Kolumne zu LEDs bei Gamingprodukten
Quelle: Deepcool

LEDs sind seit ein paar Jahren in unserem Alltag immer mehr vertreten. Für Gamer gibt es vor allem im PC-Bereich besonders viele Produkte mit LEDs, gerne auch mir RGB-LEDs, bei denen man die Farben frei wählen kann. In unserer Kolumne beschreiben und bewerten wir diese Entwicklung.

LEDs in PCs: Hop oder Top?

Seit einigen Jahren gibt es bei Hardware- und Zubehör-Produkten, die mit dem Label "Gaming" beworben werden, praktisch (fast) nichts mehr, was ohne LEDs auskommt. Wie es zu diesem Trend kam und was ich persönlich davon halte, schildere ich in dieser Kolumne. Denn eines ist klar: nicht jeder kann damit etwas anfangen, wenn der PC optisch stark hervorgehoben wird.

Der Trend zu LEDs

Vor allem bei Produkten, die sich an Gamer richten, sind LEDs kaum mehr wegzudenken. Selbst Mauspads gibt es inzwischen mit LED-Beleuchtung.

Einen RGB-Lüfter kann man mit den passenden MItteln vielseitig ansteuern - hier ein SKD-D-Fan von Phantek. Quelle: Phantek (Pressemitteilung) Einen RGB-Lüfter kann man mit den passenden MItteln vielseitig ansteuern - hier ein SKD-D-Fan von Phantek. Die Idee dahinter: Wer sich als "Gamer" sieht, der soll seinen PC optisch von einem Office-PC abgrenzen können, und wo früher beim Gehäuse oder auch bei Grafikkarten eine aggressive oder futuristische Optik das einzige Mittel der Wahl war, sind es nun mehr und mehr LEDs. Die große Verbreitung von Produkten mit LEDs hat zwei Ursachen. Zum einen werden solche Dinge, seit die Hersteller sie anbieten, vor allem von Gamern gut angenommen. Es gibt also eine mehr als ausreichend große Nachfrage für LED-Produkte aus dem Gaming-Bereich, sodass ein Massenmarkt entstanden ist. Dazu gehören vor allem Grafikkarten, Mainboards, Tastaturen, Mäuse und Lüfter respektive CPU-Kühler mit beigefügtem LED-Lüfter. Durch die Nachfrage lohnt es sich, LEDs in die Produkte einzubauen, und zwar selbst dann, wenn der Käufer dieses Feature später gar nicht nutzt. Hier kommt die zweite Ursache ins Spiel: Die Herstellung und Einbindung von lichtstarken LEDs, die mehr als nur ein Status-Licht abstrahlen, ist enorm günstig geworden. Produkte mit LEDs sind vom Nischen-Dasein schon längst in den Massenmarkt gerückt. Es macht daher überhaupt keinen Sinn, ein ansonsten identisches Produkt in zwei Varianten (mit oder ohne LEDs) anzubieten, da der Preisunterschied bei der Herstellung gering ist - zwei Produkte parallel zu vermarkten hingegen ist teuer, auch da man schwerer abschätzen kann, wie viele der Käufer die LED-Version mit einem möglichen kleinen Aufpreis bevorzugen.

Mäuse gehörten zu den ersten Produkten mit LED-Spielereien - hier im Bild eine aktuelle Maus, die Roccat Kain, bei der das Logo und der Bereich unter dem Mausrad LED-beleuchtet werden kann. Quelle: Roccat Mäuse gehörten zu den ersten Produkten mit LED-Spielereien - hier im Bild eine aktuelle Maus, die Roccat Kain, bei der das Logo und der Bereich unter dem Mausrad LED-beleuchtet werden kann. Zum Verständnis: LEDs sind - sehr vereinfacht gesagt - kleine Glühlampen, die im Vergleich zu klassischen Glühlampen enorm wenig Strom verbrauchen. Um ein größeres Licht zu erzeugen, zum Beispiel bei Deckenlampen, nutzt man dabei nicht eine große, sondern viele kleine LEDs. Neben einfarbigen LEDs gibt es auch LEDs, bei denen man durch eine Mischung aus unterschiedlich stark leuchtendem rotem, grünen und blauen Licht 16,8 Millionen verschiedene Farben erzeugen kann - wegen der drei Farben spricht man auch von RGB. Entsprechende LEDs heißen daher auch RGB-LEDs. Die Lichtfarben bei Produkten mit solchen RGB-LEDs lassen sich meistens vom Nutzer anpassen. Er kann über eine Fernbedienung oder - sofern sein Mainboard kompatibel ist - über ein Tool die Farbtöne und Helligkeitsstufen wählen. Auch Effekte sind möglich - zum Beispiel ein pulsierendes Licht in einer Wunschfarbe, oder auch ein stetiger Farbwechsel zwischen zwei oder auch mehreren Farbenl. Es ist sogar möglich, eine Art Farb-Wellenbewegung zu erzeugen, die im PC beginnt und über Maus und Tastatur wandert, und wem es etwas bringt, der kann auch einige Games mit der LED-Ansteuerung koppeln und Beispielsweise bei sinkender Lebensenergie des Charakters die LEDs in rot anstatt in grün leuchten lassen.

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  3. Seite 3 Weniger ist oft mehr
    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von sauerlandboy79
        Ich störe mich persönlich nicht an dem ganzen Beleuchtungskram, sei es innerhalb oder außerhalb des Rechners.
        Was in meiner Zockerzentrale vor sich hin blinkt sehe ich eh nicht, der Tower ist in einem Seitenfach des PC-Tischs versteckt, wenn sehe ich eh nur die Front davon. Meine restliche Peripherie ist LED-frei... Nun, nein, nicht ganz:
        Mein Mauspad hat eine LED-Umrandung. Nicht dass ich es unbedingt haben wolle (war sowieso ein Amazon-Testartikel, hat mich also nix gekostet), aber die Maße des Pads selbst waren einfach perfekt auf meine Schreibtisch-Schublade abgestimmt. Ab und zu hab ich die Beleuchtung aktiviert, im Moment aber nicht. Powerbank ist leer. :-B
        Ich hab auch LEDs und steuere diese an, aber eben kein "blinke"-Kram UND man kann es auch so einstellen, dass es nicht zu hell ist. Meine Maus hat ein leuchtendes Herstellersymbol, meine Tastatur lasse ich in einem dunklen rot langsam pulsieren. Da stört dann nichts, es schafft lediglich eine Atmosphäre, durch die es nicht zu dunkel um den Tisch herum ist. Wer irgendwo ne Ecklampe für indirektes Licht hat, der kann an sich auch über einen PC mit LEDs nicht meckern ;) Wichtig ist halt, dass man es auch anpassen kann. Blaue, nicht veränderbare LEDs, die eher weiß leuchten und einen geradezu blenden, finde ich zB auch Mist. Es ist halt auch eine Preisfrage, ein ansteuerbarer RGB-Lüfter kostet halt dann auch 3-4€ mehr als einer, der NUR in hellem Grün leuchtet.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von sauerlandboy79
        Ich störe mich persönlich nicht an dem ganzen Beleuchtungskram, sei es innerhalb oder außerhalb des Rechners.
        Was in meiner Zockerzentrale vor sich hin blinkt sehe ich eh nicht, der Tower ist in einem Seitenfach des PC-Tischs versteckt, wenn sehe ich eh nur die Front davon. Meine restliche Peripherie ist LED-frei... Nun, nein, nicht ganz:
        Mein Mauspad hat eine LED-Umrandung. Nicht dass ich es unbedingt haben wolle (war sowieso ein Amazon-Testartikel, hat mich also nix gekostet), aber die Maße des Pads selbst waren einfach perfekt auf meine Schreibtisch-Schublade abgestimmt. Ab und zu hab ich die Beleuchtung aktiviert, im Moment aber nicht. Powerbank ist leer. :-B
        Ich hab auch LEDs und steuere diese an, aber eben kein "blinke"-Kram UND man kann es auch so einstellen, dass es nicht zu hell ist. Meine Maus hat ein leuchtendes Herstellersymbol, meine Tastatur lasse ich in einem dunklen rot langsam pulsieren. Da stört dann nichts, es schafft lediglich eine Atmosphäre, durch die es nicht zu dunkel um den Tisch herum ist. Wer irgendwo ne Ecklampe für indirektes Licht hat, der kann an sich auch über einen PC mit LEDs nicht meckern ;) Wichtig ist halt, dass man es auch anpassen kann. Blaue, nicht veränderbare LEDs, die eher weiß leuchten und einen geradezu blenden, finde ich zB auch Mist. Es ist halt auch eine Preisfrage, ein ansteuerbarer RGB-Lüfter kostet halt dann auch 3-4€ mehr als einer, der NUR in hellem Grün leuchtet.
      • Von sauerlandboy79 Mitglied
        Ich störe mich persönlich nicht an dem ganzen Beleuchtungskram, sei es innerhalb oder außerhalb des Rechners.
        Was in meiner Zockerzentrale vor sich hin blinkt sehe ich eh nicht, der Tower ist in einem Seitenfach des PC-Tischs versteckt, wenn sehe ich eh nur die Front davon. Meine restliche Peripherie ist LED-frei... Nun, nein, nicht ganz:
        Mein Mauspad hat eine LED-Umrandung. Nicht dass ich es unbedingt haben wolle (war sowieso ein Amazon-Testartikel, hat mich also nix gekostet), aber die Maße des Pads selbst waren einfach perfekt auf meine Schreibtisch-Schublade abgestimmt. Ab und zu hab ich die Beleuchtung aktiviert, im Moment aber nicht. Powerbank ist leer. :-B
      • Von Cobar Spiele-Enthusiast/in
        Zitat
        Für die jüngeren Leser: Eine LAN-Party ist ein Treff von PC-Nutzern, die ihren PC, den Monitor und das Zubehör mitbringen und ihre PCs dann in einem lokalen Netzwerk miteinander verbinden.
        Sehr schön erklärt, ich musste erst lachen und dann ist mir aufgefallen, dass die Jüngeren vermutlich wirklich nie auf einer LAN-Party waren.
        Das ist schon irgendwie traurig, weil es doch gerade da die hitzigsten und gleichzeitig witzigsten Multiplayer-Matches gab.
        Quake gegen die Kumpels oder bei WC3 in der Tower Defense schön die Eis-Tower gebaut, nur um herauszufinden, wie stark die PCs der Freunde sind.
        Waren sie nicht stark genug, blieben sie beim Anblick von zu vielen Eis-Towern direkt hängen. "Guck mal, wie ich meine Defense baue." :D

        Zitat
        Da es anfangs kaum PCs mit einem Seitenfenster gab, schimmerte das Licht nur durch die vorhandenen Lüftungs-Ritzen des PC-Gehäuses. Manch einer bohrte sich Löcher ins Seitenteil, damit sich durch das hindurchleuchtende Licht beispielsweise ein Symbol ergab.
        Also das erste "Casemodding" bei mir war damals, dass ich an meinem PC das Seitenteil abgeschraubt und durch eine Plexiglas-Platte ersetzt habe.
        Die wurde vorher mit schwarz angesprüht, damit das Licht nur noch durch den frei gebliebenen Drachen aus Mortal Combat nach außen leuchten konnte.
        Da musste man sich noch diese langen Kaltlichtkathoden in den PC kleben, damit man Licht hatte :D
        Die waren leider nicht so flexibel und unauffällig wie heutige LED-Leisten, die flach hinter dem Gehäuse verschwinden, so dass man wirklich nur noch das Licht davon sieht.

        Zitat
        wie zum Beispiel in einen Bierkasten einbauten
        ahhh ja! Mein damals bester Kumpel hatte sich seinen PC in so einen Bierkasten eingebaut. Da wurde dann ein kasten von V+ Energy genutzt, weil der direkt in schwarz/blau gehalten war und die blauen Teile schon durchsichtig waren.
        Dah schon cool aus, aber war eine ziemliche Arbeit, dass man da erstmal alles soweit vorbereitet und glatt geschmirgelt hatte innen drin, bis die edlen PC Teile hinein konnten.

        Heute habe ich meinen PC in komplett weiß/schwarz hergerichtet.
        Viele weiße Teile und möglichst wenig schwarz. RAM und Mainboard sind da die größten dunklen Flächen wohingegen Grafikkarte, Lüfter, Wasserkühlung und das gehäuse selbst in weiß gehalten sind.
        Dazu ein paar LED-Streifen, die ich einfach nur auf weiß eingestellt habe, um den Innenraum etwas zu beleuchten. Hier noch irgendeine weitere Farbe rein zu bringen, würde mich sehr stören.
        Dazu dann noch Batman und Iron Man, wobei Iron Man ein bisschen meine Grafikkarte stützt, die werden ja immer schwerer ;-)
        Ursprünglich sollte Venom rein, weil er farblich besser gepasst hätte, aber die Figur war nur extrem schwer zu bekommen und leider auch sehr teuer, weshalb das bisher verschoben wurde.

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      • Von BuzzKillington Mitglied
        Für mich haben LEDs nur einen Zweck. Damit man im Dunkeln seine Peripherie benutzen kann :)
      • Von Gemar Mitglied
        Ich klebe LEDs meistens ab, weil sie viel zu hell oder störend sind und im PC selbst sieht man sie ja nicht.

        Selten gibt es sinnvoll eingesetzte LEDs, was eigentlich Schade ist. Über 80% dieser Lichtspielereien sind unnötig und fallen eher nervig aus.
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