Windows 8 Preview: Programmstarts, Desktop, Taskmanager und Spieletests Teil 1
In diesen Tagen erschien eine Vorschauversion von Windows 8 - wir haben sie uns schon einmal angeschaut und auch einige Spiele mit Microsofts neuem Betriebsystem getestet. Darunter Titel wie Battlefield: Bad Company 2, Call of Duty: Black Ops, Dead Space 2, GTA 4 und viele andere Games.
Programmstarts und Desktop
Die Apps, die für die Preview erstellt wurden, öffnen sich durch einfachen Linksklick sofort, und zwar nicht in einem kleinen Fenster, sondern sozusagen im Vollbild-Modus. Was noch irritiert: richtig schließen lassen sich die Apps nicht. Man kehrt vielmehr einfach per Windows-Taste zurück zu Metro. Wenn ihr hingegen ein Spiel oder ein Programm, das für ältere Windows-Versionen gedacht ist, von
Quelle: Antonio Funes
Kein Startmenü mehr beim Windows 8-Desktop.
Metro aus startet, wird automatisch der Desktop aufgerufen und das Programm dann dort ausgeführt. Beendet werden die Programme dann wie gewohnt. Den Desktop könnt ihr auch über Metro aufrufen, wo er ein eigenes Symbol besitzt. Der Desktop selbst sieht zunächst einmal vertraut aus. Allerdings gibt es, zumindest in der aktuelle Preview-Version, kein Startmenü mehr. Links unten in der ehemaligen Startleiste findet ihr einen Schnellstart für den Internet Explorer und ein Ordnersymbol, mit dem ihr wie gewohnt den Windows Explorer aufrufen könnt, um zum Beispiel Festplatten oder die "Eigene Dateien" zu durchforsten, aber auch um über einen Button oben im Explorerfenster zum Beispiel die Systemsteuerung aufzurufen. Wenn ihr mit der Maus an den linken unteren Bildschirmrand des Desktops fahrt, öffnet sich zudem ein kleines Overlay-Settings-Menü, über das ihr ebenfalls Dinge aufrufen könnt wie zum Beispiel grundlegende Einstellungen. Auf dem Screenshot seht ihr das Settings-Menü aufgerufen, bei dem ihr auch über "Power" den PC herunterfahren oder neustarten könnt. Hinweis: Beim Log-In für Windows seht ihr eventuell nur ein Hintergrundbild. Dieses könnt ihr einfach mit der Maus greifen und wegschieben, darunter kommt dann der Log-In-Bildschirm zum Vorschein, um euch bei Windows anzumelden.
Taskmanager
Überarbeitet wurde der Taskmanager, der sich wie gewohnt per "STRG+ALT+ENTF" aufrufen lässt. Die Screenshot-Collage oben zeigt die wichtigsten Eindrücke: für die Auslastung von Prozessor und RAM gibt es neue grafische Darstellungen, auch die Taktrate der
Quelle: Antonio Funes
Kopierfenster in Windows 8.
CPU und weitere Infos sind vorhanden. Die Übersicht über aktive Programme (Processes) ist nun unterteilt in Kategorien wie Applications (sozusagen "richtige" Programme und Anwendungen, die aktiv sind) und reine Hintergrundprozesse. Prozessor, RAM und Netzwerk-Last jedes einzelnen Prozesses lassen sich leicht ablesen. Beim Reiter "Details" findet ich noch weitere Informationen wie zum Beispiel genauere Beschreibungen der Prozesse. Zwar nicht zum Taskmanger gehörend, aber informativer als früher ist das Fenster, welches Kopiervorgänge begleitet. Hier wird grafisch die Datenübertragung dargestellt und kann durch eine Linie mit dem bisherigen Durchschnittswert der Kopiergeschwindigkeit verglichen werden. Auf dem Screenshot rechts sieht man, dass Anfangs die Geschwindigkeit geringer war – die Erklärung ist einfach, denn die ersten Dateien waren sehr viele kleinere Dateien, was wegen der Verwaltung der Dateien in den Ordnern grundsätzlich etwas länger dauert als die gleiche Menge an großen Dateien zu kopieren.
Spielekompatibilität: 17 Spiele im Härtetest
Kommen wir nun zu unseren Spieletests. Obwohl Windows 8 in der Preview-Version noch nicht einmal ansatzweise einem Beta-Status entspricht, lief bisher die normale Office-Arbeit oder das Surfen im Internet auf unserem Test-PC einwandfrei. Es stellt sich natürlich dann die Frage, wie es mit Spielen aussieht. Zu diesem Zweck haben wir 17 Spiele installiert und ausprobiert, ob sie schon in dieser frühen Version von Windows 8 spielbar sind oder sich eventuell Probleme ergeben. Als Testhardware dient ein typischer Mittelklasse-PC, wie ihr ihn aktuell für unter 600 Euro kaufen könntet: ein AMD X4 965 BE mit 4x3,4 Gigahertz, ein Mittelklasse-Mainboard für rund 70 Euro, 8GB DDR3-1333 Arbeitsspeicher, eine AMD 6870-Grafikkarte mit 1GB RAM sowie eine 500GB-SATA2-Festplatte. Bei den Treibern haben wie die verwendet, die Windows 8 selber anbietet. Neuere Grafiktreiber sind zum Beispiel durch ein Windows-Update nachgereicht worden.
Die gute Nachricht direkt zu Beginn: bis auf wenige Ausnahmen ließen sich die Spiele ohne nennenswerte Unterschiede zu Windows 7 einwandfrei spielen. Dies muss natürlich nicht für alle PC-Systeme gleichermaßen zutreffen, aber unsere Stichprobe lässt erwarten, dass die Kompatibilität in Sachen Spielen nicht gefährdet sein wird. Lediglich die Installation vieler Spiele hakte des Öfteren. So tat sich beispielsweise nach der Auswahl des Zielordners häufig für 30 bis 60 Sekunden, teilweise sogar bis zu drei Minuten nichts, bevor es weiterging. Wir beginnen zuerst mit Shootern, gehen dann über andere actionlastige Spiele und Rollenspiele weiter zu Strategiespielen, am Ende kommen noch ein paar Sportspiele.
