SSD-Special: Mythos der kurzen Haltbarkeit von SSDs

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

In unserem Special findet ihr Tipps rund um die optimale Nutzung eurer SSD sowie Kaufempfehlungen zum aktuellen SSD-Markt. Außerdem erklären wir euch grundlegende Unterschiede zu Festplatten und räumen mit weit verbreiteten Vorurteilen auf.

Mythos der kurzen Haltbarkeit von SSDs

Da die Speicherzellen einer SSD nur eine begrenzte Anzahl von Schreibvorgängen zulassen, hat eine SSD eine begrenzte Lebensdauer. Viele haben daher Sorge davor, dass ihre SSD schon nach relativ kurzer Zeit "verbraucht" ist. Vor allem als SSDs sich erstmals im größeren Stil verkauften, wurden Ausfälle von SSDs gerne einmal dem technischen Lebensende einer SSD zugeschrieben. In Wahrheit litten viele SSDs lediglich unter "Kinderkrankheiten", wie es bei vielen Produkten der Fall ist, die innerhalb von wenigen Monaten vom Nischen- zum Massenprodukt werden. Vor einer zu kurzen Lebenszeit müsst ihr aber keine Sorgen haben. Das lässt sich auch recht logisch erklären: eine moderne SSD lässt selbst bei Verwendung von Speicherchips der schlechtesten Kategorie 3000 Schreibvorgänge zu, modernere SSDs haben in der Regel deutlich mehr Schreibzyklen zur Verfügung. Lesevorgänge spielen wiederum selbstverständlich keine Rolle beim Verbrauchen von Schreibvorgängen.

Eine zu erwartende Lebenszeit lässt sich beispielhaft berechnen: nehmen wir an, eure SSD übersteht 5000 Schreibzyklen und ihr speichert - egal ob bewusst oder durch arbeitende Programme - wirklich jeden Tag so viele Daten neu, dass die SSD ein Mal pro Tag komplett neu beschrieben wird. Selbst dann könnt ihr also 5000 Tage lang die SSD nutzen, das sind geteilt durch 365 Tage über 13 Jahre.

OCZ Vertex 4 Quelle: OCZ OCZ Vertex 4 Wenn ihr wiederum jeden Tag "nur" 10 Prozent der SSD neu beschreibt, also bei einer SSD mit zum Beispiel 120 Gigabyte jeden Tag 12 Gigabyte an Daten, könnt ihr die SSD logischwerweise 10 Mal so lange nutzen wie im ersten Rechenbeispiel, bevor ihr von allen Bereichen der SSD alle 5000 Schreibvorgänge verbraucht habt - also schlappe 130 Jahre lang. Diese Zahlen sind zwar etwas idealisiert, aber trotzdem dürften sich noch eure Ur-Ur-Ur-Enkel über eure selbstverständlich jugendfreie Bilder- und Videosammlung freuen, sofern der Rest eures PCs oder wenigstens der SATA-Standard bis dahin überlebt und eure Nachkommen sich mit Full-HD zufrieden geben. Da eine SSD im Übrigen "intelligent" verwaltet wird, werden die Zellen gleichmäßig verbraucht. Es ist also nicht so, dass zum Beispiel die Hälfte der SSD ihre Schreibvorgänge verbraucht hat und der Rest noch 3000 Schreibvorgänge übrig hat. Wem eine SSD bei normaler Nutzung also nach nur ein bis zwei Jahren ausfällt, sollte die Ursache woanders suchen, sicher aber nicht bei der begrenzten Anzahl an Schreibvorgängen.

Bildergalerie

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  1. Seite 1 SSD-Special: Unterschied SSD und Festplatte
  2. Seite 2 SSD-Special: Vor- und Nachteile einer SSD
  3. Seite 3 SSD-Special: Mythos der kurzen Haltbarkeit von SSDs
  4. Seite 4 SSD-Special: Praxistipps rund um Windows und SSDs
  5. Seite 5 SSD-Special: Kauftipps und Kaufempfehlungen zu SSDs
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von zocka-zora Anwärter/in
        Genau so habe ich es gemeint: eine SSD für das Booten und den Desktop und die zweite Festplatte die dann entsprechend groß sein kann.
      • Von zocka-zora Anwärter/in
        Genau so habe ich es gemeint: eine SSD für das Booten und den Desktop und die zweite Festplatte die dann entsprechend groß sein kann.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von zocka-zora
        Daher ist es m.E. sinnvoll eine Festplatte für "das Booten und den Desktop" zu verwenden: sprich ich installiere auf einer SSD den Partitionsmanager und die Betriebssysteme, während die zweite Festplatte in TB-Größe für die Datenmassen verwendet werden (Installieren der Spiele usw. vom Desktop aus auf die zweite Platte).
        Du meinst wohl eher, dass man eine SSD für das Booten und den Desktop verwenden sollte? Das steht ja auch an sich so im Text: eine SSD "für Windows und alle wichtigen Officetools"
      • Von zocka-zora Anwärter/in
        Zitat
        Modelle mit 60 bis 128 Gigabyte, die für Windows und alle wichtigen Officetools, eventuell auch das ein oder andere Spiel ausreichen, sind ab 60 bis um die 120 Euro zu haben - ein Betrag. den man durchaus auch mal "zwischendurch" investieren kann. SSDs, die groß genug auch für Gamer-PCs mit vielen Spielen sind, kosten hingegen immer noch ein Vermögen. Speziell für die Spieleperformance bringt eine SSD aber ohnehin nichts - nur die Ladezeiten eines Spiels verkürzen sich - je nach Spiel allerdings auch oft nur ein wenig. Eine SSD ist also eher ein Komfortprodukt für Leute, die entweder sehr viel Wert auf einen leisen PC legen oder sich ein flüssigeres Arbeiten unter Windows wünschen. Wer also einen Hunderter für Hardware übrig hat, für den ist eine SSD mit Sicherheit ein schönes Produkt, in das man das Geld gut investieren kann.
        Daher ist es m.E. sinnvoll eine Festplatte für "das Booten und den Desktop" zu verwenden: sprich ich installiere auf einer SSD den Partitionsmanager und die Betriebssysteme, während die zweite Festplatte in TB-Größe für die Datenmassen verwendet werden (Installieren der Spiele usw. vom Desktop aus auf die zweite Platte).
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