AMD Ryzen 7000: Leistungsanalyse und Strombedarf

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AMD Ryzen 7000: Leistungsanalyse und Strombedarf
Quelle: AMD

Wir analysieren Leistung und Preis-Leistung der vier neuen Ryzen 7000-CPUs sowie der gesamten neuen Plattform AMD AM5 - der Preis kann zum Problem werden.

Leistungsanalyse Ryzen 7000

Um die Leistung der neuen CPUs zu bewerten, haben wir mehrere bereits veröffentlichte Tests statistisch zusammengefasst, um zu einer großen Gesamtanalyse zu kommen. Mit dabei ist natürlich auch der schon erwähnte Test unserer Kollegen der PC Games Hardware, aber auch Tests von Hardware-Spezialisten wie Computerbase oder HardwareLUXX haben wir unter anderem mit in die Berechnungen einbezogen. Dabei haben wir natürlich die Tests unterschiedlich gewichtet - ein Test, in dem besonders viele Games getestet wurden, fällt stärker ins Gewicht, was die Berechnung des Gesamtdurchschnitts angeht.

Wichtig zu wissen ist zudem, dass in den einzelnen Tests meist maximal zwei der vier neuen CPUs zum Einsatz kamen. Wir hatten also nicht zu allen Modellen gleich viele Benchmarkwerte und häufig auch keine direkten 1:1-Vergleichswerte zur Verfügung, und zwar sowohl was die neuen Ryzen-CPUs als auch was Vergleichs-Prozessoren angeht. Wir mussten daher einige Werte statistisch umrechnen. Dies erklärt, warum in der gleich folgenden Grafik einige CPUs extrem knapp beieinander liegen und es möglicherweise auch passieren kann, die eine CPU eventuell rechnerisch einen Hauch vor einer möglicherweise in Wahrheit doch etwas stärkeren CPU landet.

Dabei sollte man sich bewusst sein, dass es nur Durchschnittswerte sind. Je nach Spieletitel können aus im Schnitt 2 Punkten Rückstand auch mal 10 Punkte Vorsprung werden. Dies ist unsere grafische Übersicht unserer Leistungsanalyse, wobei wir zur besseren Unterscheidung verschiedene Farben für die Balken nutzen (Ryzen 7000: Rot; Ryzen 5000: Hellorange; Intel 1700: Blau):
Leistungsvergleich Ryzen 7000 Quelle: Antonio Funes Leistungsvergleich Ryzen 7000 Die Spiele-Benchmarks kamen dabei in den Tests branchenüblich so gut wie immer bei der geringen Auflösung 1280x720 (720p) zustande. Diese ist zwar für Gaming praxisfern, klammert aber die Grafikkarte als bremsenden Faktor stark aus, so dass die Unterschiede zwischen CPUs besser zum Vorschein kommen.

Die bedeutet allerdings auch, dass ein Vorsprung einer CPU von beispielsweise 20 Prozent später auf eurem Gaming-PC bei Full-HD oder WQHD oder gar 4K stark schrumpfen kann - je nachdem, auf welchen FPS-Wert die Grafikkarte das Spiel begrenzt, kann der Vorsprung sogar völlig verpuffen.

Insgesamt wird aber klar, dass die vier neuen Ryzen-CPUs allesamt die Spitzenklasse für Gaming darstellen. Laut unserer Berechnung ist sogar das kleinste Modell vor dem Core i9-12900K und Ryzen 7 5800X3D, obgleich die Abstände so gering sind, dass dies auch ein wenig dem Zufall oder vereinzelt fehlender Vergleichs-CPUs in dem ein oder anderen Test geschuldet sein können. Eine Preis-Leistungs-Analyse nehmen wir auf der nächsten Seite vor - zuerst werfen wir einen Blick auf den Strombedarf.

Der Stromhunger von Zen 4: Beim Spielen eher moderat

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n Zeiten steigender Energiepreise spielt auch der Strombedarf eine Rolle. Die TDPs der vier neuen Ryzen-Modelle sind recht hoch - doch stellen sie auch das dar, was in der Praxis an Strom verbraucht wird? Die TDP ist nämlich nicht identisch zum Strombedarf bei Last, sondern stellt nur dar, wie viel Watt an Abwärme im Maximalfall anfallen können.

Dies ist wichtig, um eine passende Kühlung zu planen, zumal den neuen Ryzen-CPUs kein AMD-eigener Kühler beiliegt. Aber auch die maximale Stromaufnahme der CPUs aus dem Sockel setzt AMD hoch an - sind die Zen 4-Prozessoren also Stromfresser? Die Ergebnisse, was den Strombedarf angeht, sind nach unserem Studium mehrerer Tests beruhigend: Für den Ryzen 7 7700X fallen um die 75 bis 85 Watt beim Spielen an, kaum mehr als bei einem Ryzen 5 5700X oder 5800X.

Beim Top-Modell Ryzen 9 7950X sind es etwa 120 bis 130 Watt und somit nur wenig mehr als beim Ryzen 9 5950X und Intel Core i9-12900K, die bei etwa 110 bis 115 Watt liegen. Dabei sind die neuen Ryzen-CPUs aber auch merkbar stärker. Zur Einordnung: Ein Mehrverbrauch von 20 Watt kostet euch für im Schnitt eine Stunde Gaming pro Tag bei einem Strompreis von 40 Cent pro KWh etwa 3 Euro zusätzlich pro Jahr.

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  1. Seite 1 AMD Ryzen 7000: Einleitung und Technik der CPUs
  2. Seite 2 AMD Ryzen 7000: AM5-Mainboards und DDR5-RAM
  3. Seite 3 AMD Ryzen 7000: Leistungsanalyse und Strombedarf
  4. Seite 4 AMD Ryzen 7000: Preis-Leistung und Fazit
    • Kommentare (3)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von hunterseyes Mitglied
        Auf das Jahr gerechnet, bei 12Std am Tag dauerzocken, macht das wirklich einen großen Verbrauchsunterschied? zb bei 0,40€/kwh
      • Von hunterseyes Mitglied
        Auf das Jahr gerechnet, bei 12Std am Tag dauerzocken, macht das wirklich einen großen Verbrauchsunterschied? zb bei 0,40€/kwh
      • Von mannefix Anfänger/in
        Zitat von Schara
        Ich warte auf die 650er MBs und kaufe dann ein 7600X, möchte ungern jetzt noch ein komplettes System kaufen, dass ich dann nicht mehr aufrüsten kann, lieber heute 200 € mehr ausgeben und dann in ein paar Jahren CPU wechseln können.
        Ergibt Sinn. 7600X ist top. Board für 120 Euro in ein paar Moanten und gut ist. Brauchst aber DDR5 mit 6000er Taktung damit das Ding spritzig unterwegs ist. Kann sein, dass bis dahin ein 7600 mit TDP 65 Watt raus ist. Den 7600x würde ich nur im ECO Modus betreiben. Beim Zocken kaum Verlust und weniger Stromverbrauch.
      • Von Schara Anfänger/in
        Ich warte auf die 650er MBs und kaufe dann ein 7600X, möchte ungern jetzt noch ein komplettes System kaufen, dass ich dann nicht mehr aufrüsten kann, lieber heute 200 € mehr ausgeben und dann in ein paar Jahren CPU wechseln können.
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