RAM-Kauf trotz Preishammer: Diese Kits lohnen sich in puncto Takt und Leistung

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RAM-Kauf trotz Preishammer: Diese Kits lohnen sich in puncto Takt und Leistung
Quelle: G.Skill

Die Speicherkrise treibt die RAM-Preise enorm hoch - umso wichtiger ist es, über RAM Bescheid zu wissen. Wir geben dazu Tipps und konkrete Kaufempfehlungen.

Die dank einer irrsinnigen Nachfrage nach KI-Hardware entstandene Speicherkrise hat die RAM-Preise seit etwa Oktober 2025 in die Höhe getrieben. Wir schauen uns auf dem aktuellen Markt um und geben euch ein paar Tipps, was ihr beim RAM-Kauf beachten müsst. Da sich der Preisabstand zwischen DDR4- und DDR5-RAM stark vergrößert hat, kann es sich zudem lohnen, eine eigentlich schon veraltete CPU für den Speicherstandard DDR4 zu kaufen. Das Thema haben wir auch in einer CPU-Kaufberatung angesprochen, die wir parallel zu diesem Special veröffentlichen.

DDR4-RAM ist zwar im Preis, was den prozentualen Anstieg angeht, ähnlich stark gestiegen wie das modernere DDR5-RAM. Da DDR4-RAM aber im Spätsommer 2025 etwas günstiger war als DDR5-RAM, hat sich der Preisabstand in Euro gemessen stark erhöht. Bei 32GB waren es im September 2025 noch etwa 50 Euro Preisunterschied, inzwischen sind es 160 Euro. Doch dazu später mehr. Wir starten nun mit den Taktwerten und der Leistung von RAM, beschreiben euch auch den Einbau der Riegel und haben einige aktuelle Angebote mit Arbeitsspeicher für euch herausgesucht.

Bauarten: DIMM und SO-DIMM

Für euren PC benötigt ihr - bis auf ganz wenige Ausnahmen - Riegel im DIMM-Format. Das Maß beträgt dabei etwa 6,3 mal 3 Zentimeter, wobei ein RAM-Kühlkörper und LEDs auch für eine Höhe von über 3 Zentimetern sorgen können. Für Laptops hingegen ist das SO-DIMM-Format üblich - was unsere Aussagen über die Taktwerte, Latenzen und mehr betrifft, gibt es keinen Unterschied zwischen DIMM und SO-DIMM. Unsere Kaufempfehlungen betreffen aber ausschließlich DIMM-Riegel.

Arbeitsspeicher: Taktwerte

Arbeitsspeicher wird stets mit einem MT/s-Wert beworben, der beschreibt, wie viele Datentransport-Vorgänge pro Sekunde möglich sind. Das MT steht für "Megatransfers" - bei DDR4-3200 beziehungsweise 3200 MT/s sind es also im Endeffekt 3,2 Milliarden Datenübertragungen pro Sekunde. Der MT/s-Wert stimmt auch mit dem effektiven Takt des RAMs überein, den man früher verwendet hatte, um RAM zu vermarkten. Der effektive Takt ist aber viel höher als der real anliegende Takt - denn insgesamt gibt es drei verschiedene Arten von Taktwerten: den Basistakt, der wirklich real beim Speicher anliegt, den I/O-Takt, der aus dem Basistakt resultiert, sowie den effektiven Takt, der durch die DDR-Technik entsteht. DDR steht für "Double Data Rate", da pro Taktsignal zwei Datenpakete fließen können.

Corsair Vengeance RGB-RAM Quelle: Corsair Corsair Vengeance RGB-DDR5-RAM Ein Beispiel: Bei der ersten DDR-RAM-Generation hat ein RAM-Riegel einen Basistakt von 200 MHz, und auch der I/O-Takt liegt bei 200 MHz. Durch die DDR-Technik (doppelte Anzahl an Datenpaketen pro Takt) entsteht der reale Takt von 400 MHz, sodass man diesen RAM früher auch als DDR-400 vermarktete. Bei DDR3-RAM wiederum gibt es zwischen dem Basis- und I/O-Takt einen Faktor von 4. Aus 200 MHz Basistakt wird also ein I/O-Takt von 800 MHz und daraus wiederum durch die DDR-Technik ein effektiver Takt von 1600 MHz, sodass derartige Riegel als DDR3-1600 verkauft wurden. Bei DDR4-RAM beträgt der I/O-Faktor ebenfalls 4, bei DDR5-RAM liegt er bei 8. Da aber einige Systemprogramme den realen Takt anzeigen und nicht den effektiven Takt, kam es immer wieder zu Verwirrungen bis hin zu Vorwürfen, die Hersteller würden mit falschen Werten werben. Durch die Einführung der MT/s-Angaben wurde dem ein Riegel vorgeschoben. Eine weitere Bezeichnung sind die die "PC"-Einstufungen, die die mögliche Bandbreite in Megabyte pro Sekunde angeben, aber in vielen Shops gar nicht mehr genannt werden. DDR4-RAM mit 3200 MT/s hätte unter anderem die Einstufung PC4-25600, da (bis zu) 25.600 MB pro Sekunde fließen können. Doch welche MT/s-Werte sollte euer RAM heutzutage haben? Bei DDR4-RAM ist die Sorte DDR4-3200 der Standard, bei DDR5-RAM sind es mindestens DDR5-5200 oder DDR5-5600. Warum aber DDR5-5600 bei Spielen meist kaum schneller als DDR4-3200 ist, erklären wir auf der nächsten Seite.

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  1. Seite 1 RAM-Kauf trotz Preishammer: Diese Kits lohnen sich in puncto Takt und Leistung
  2. Seite 2 RAM: Latenz, Leistung und DDR4-Revival
  3. Seite 3 RAM: Einbau und 16 konkrete Kaufempfehlungen
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