Jahresrückblick 2015: Grafikkarten, Monitore und satirische Vorschau auf 2016

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Special Antonio Funes - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Übertaktermainboard für Skylake-CPUs: MSI Z170 Krait
Quelle: MSI

Das Jahr 2015 liegt nun hinter uns - wir blicken zurück auf die Neuigkeiten, Trends und Stories rund um das Thema Hardware inklusive einem kleinen, nicht ganz ernst gemeinten Blick in die Zukunft für das Jahr 2016

Grafikkarten

Trotz des kleinen Skandals rund um die Nvidia GTX 970, die im Oktober 2014 erschien und bei der erst durch User-Recherchen herauskam, dass nur 3,5 der 4 Gigabyte RAM auch mit voller Geschwindigkeit nutzbar sind, erfreuten sich Nvidia-Grafikkarten im Jahr 2015 großer Beliebtheit.

Dies lag nicht zuletzt daran, dass AMD zunächst keine echte Konkurrenz zur GTX 970 auf dem Markt hatte - außer dem Auslaufmodell AMD R9 290. Außerdem brachte Nvidia mit der GTX 960 und GTX 950 zwei weitere Grafikkarten heraus, die für ihren jeweiligen Preis eine sehr gute Leistung liefern und gleichzeitig auch noch eine gute Stromeffizienz aufweisen.

Erfolgsmodell in der 200-Euro-Klasse: Nvidia GTX 960 (hier von Palit) Quelle: Palit Erfolgsmodell in der 200-Euro-Klasse: Nvidia GTX 960 (hier von Palit) Ganz anders bei AMD: die R9 390 und 390X ersetzten zwar im Frühsommer 2015 die R9 290 und 290X, sind aber nur eine leichte Weiterentwicklung der alten Modelle und haben weiterhin den Nachteil, sehr viel Strom zu verbrauchen. Der Vorteil ist jedoch, dass schon die AMD R9 390 satte acht Gigabyte RAM bietet. Im Mittelklassebereich wartet AMD wiederum mit durchaus attraktiven Modellen auf: die AMD R7 370, R9 380 und R9 380X bieten ein solides Preis-Leistungs-Verhältnis. Der Strombedarf ist zwar auch hier ein Stück höher als bei Nvidias Konkurrenzprodukten, aber je nach Modell bietet AMD auch ein gutes Gesamtpaket - so ist die AMD R9 380X beispielsweise etwa 15 Prozent schneller als Nvidias GTX 960. Eher Flops, außer für gut betuchte Fans von High-End-Mini-PCs, sind die AMD Fury X sowie die AMD Nano. Zwar nutzen die beiden Karten das neue HBM-RAM, welches die GPU-Leistung enorm unterstützt bei wenig Wärmeentwicklung, so dass die AMD Fury X und Nano jeweils dank kompakter Kühlung nur 19 Zentimeter lang sind - aber in Sachen Preis-Leistung hinken sie Nvidia deutlich hinterher.

Monitore: Free- und G-Sync

Im Jahr 2015 haben sich Monitore mit Free- oder G-Sync, vor allem wenn sie gleichzeitig auch noch eine Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz bieten, bei Gamern mit dem nötigen Kleingeld großer Beliebtheit erfreut.

AMDs Freesync, WQHD-Auflösung und 144 Hertz: BenQ XL2730Z Quelle: BenQ AMDs Freesync, WQHD-Auflösung und 144 Hertz: BenQ XL2730Z Vor allem anspruchsvollere Spieler sehen nämlich trotz der Software-basierten und seit Jahren bewährten V-Sync-Technik bei schnellen bewegten Bildern immer noch Unzulänglichkeiten: ein leichtes Nachziehen, Ruckeln bis hin zu dem Eindruck, dass das Bild ein wenig zerrissen sei. Aus diesem Grunde arbeitete Nvidia an der G-Sync-Technik, die dafür sorgt, dass Monitor und Grafikkarte sich wirklich Eins zu Eins aufeinander abstimmen und genau synchron zueinander arbeiten. Auch AMD hat an einer solchen Technik gefeilt und ist mit Freesync am Start. Die Funktionsweise kurz erklärt: Wenn der Monitor bereit dazu ist, ein neues Bild darzustellen (bei zum Beispiel 144 Hertz ist dies 144 Mal pro Sekunde der Fall, also alle 1/144 Sekunden, das entspricht etwa sieben Millisekunden), liefert die Grafikkarte ein neues Bild. Und sofern die Grafikkarte in einem Spiel als FPS-Wert (Bilder pro Sekunde) nicht die Bildwiederholfrequenz des Monitors schafft, wird es umgekehrt gehandhabt: der Monitor wartet darauf, dass die Grafikkarte ein neues Bild berechnet hat, und stellt dieses dann sofort dar. Da Nvidias G-Sync im Gegensatz zu AMDs Freesync ein richtiges Hardwaremodul im Monitor benötigt, sind Monitore mit G-Sync merkbar teurer als gleich gut einzuordnende Modelle, die Freesync bieten oder auch gar keine Sync-Technik besitzen. Doch egal, für welche Technik man sich entscheidet: sie ist nur optional, das heißt ein G-Sync-Monitor kann auch mit einer AMD-Karte benutzt werden, ein Freesync-Modell auch mit einer Nvidia-Grafikkarte. Ihr könnt dann lediglich die jeweilige Sync-Technik nicht mehr nutzen.

Ein (nicht ganz ernstgemeinter) Blick in die Zukunft

Unsere Kristallkugel hat uns bereits einiges von dem verraten, was euch 2016 auf dem Hardware-Markt erwarten wird - wir sind uns natürlich sicher, dass unsere Kristallkugel auch einwandfrei funktioniert, denn nicht ohne Grund haben wir diese extra für euch im bekannten Magie-Laden Casa Nostra Damús erstanden!

Die Spockulus Rift im Einsatz bei Call of Duty Black OPs 2 - die Logikfunktion kann aber bei der Story auch kaum helfen Quelle: Antonio Funes Die Spockulus Rift im Einsatz bei Call of Duty Black OPs 2 - die Logikfunktion kann aber bei der Story auch kaum helfen Der Kampf zwischen Nvidia und AMD geht 2016 in eine weitere Runde. Nachdem Nvidia die GTX 970 mit vier Gigabyte ausstatte, von denen nur 3,5 Gigabyte wirklich nutzbar waren, zieht AMD spätestens im zweiten Quartal nach: mit der R9 NoForce-Edition werden Grafikkarten erscheinen, die maximal ein Viertel des mitgelieferten Grafik-RAMs nutzen. Nvidia kündigte bereits an, im Gegenzug eine GTX R-Type Heat-On 390 zu veröffentlichen, die vier PCIe-8-Pin-Stromstecker benötigt, da sie bei Last mindestens 500 Watt verbraucht. Leistungsmäßig werden sich entsprechende Karten dann im Einsteigerbereich bewegen und den weiteren Vorteil bieten, dass Käufer dieser Grafikkarte im Winter nicht mehr heizen müssen - sofern der Klimawandel denn noch Außentemperarturen unter 10 Grad zulässt.

Geheime Konzeptzeichnung einer SPP: der Codename Pencilvania scheint beschlossene Sache zu sein. Quelle: Antonio Funes Geheime Konzeptzeichnung einer SPP: der Codename Pencilvania scheint beschlossene Sache zu sein. Thema Speicherlaufwerke und Datensicherheit: die beiden Speicherspezialisten und in Sachen SSDs sehr beliebten Hersteller Samsung und Crucial arbeiten derzeit gemeinsam an einer völlig neuen Form der Datensicherung. Dabei steht die Datensicherheit absolut im Vordergrund. Die neuen Speicherlaufwerke werden wohl SPP benannt werden. Dies steht für Solid Pen Paper, der Codename des Projekts lautet Pencilvania. Gerüchten zufolge soll es sich dabei um ein Speicherverfahren handeln, bei dem mit Graphit auf ein Zellstoff-basiertes, widerstandsfähiges Material geschrieben wird. Hacker sollen dann keine Chance mehr haben, über das Internet oder per Trojaner-Software auf die Daten zuzugreifen. Wir bleiben definitiv an dieser bevorstehenden Innovation dran!

Neues aus Maushausen: Ob irgendein Gamer an den für Herbst 2016 angekündigten neuen MMORPG-Mäusen vorbeikommt, die von Herstellern wie Razer, SteelSeries, tT eSPORTS und Logitech in den Mause- ... pardon ... Startlöchern stehen, wagen wir zu bezweifeln. Denn welcher Gamer könnte schon ernsthaft einer Maus widerstehen, die bis zu 50.000 dpi bietet, drei scrollbare Mausräder sowie nicht weniger als 32 Tasten hat - und zwar jeweils an beiden Seiten des Gehäuses? Noch nicht überzeugt? Dann schnallt euch an: Ihr könnt als Farbe für die LEDs der Mäuse aus über 64 Milliarden Farben wählen - wenn das mal kein Grund ist, die alte Maus endlich in Rente zu schicken? Das Jahr 2016 kann kommen!

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