Heimkino - Wissenwertes zum Sound und Surroundzusammenstellungen

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Heimkino - Wissenwertes zum Sound und Surroundzusammenstellungen
Quelle: Yamaha

Immer mehr Spieler und Filmfans richten sich ein Heimkino im Wohnzimmer ein, in dem auch ein Spiele-PC eingebunden werden kann. Doch was genau macht ein Heimkino aus? Wir geben euch allgemeine Tipps, die euch über das Thema aufklären und die Auswahl von passenden Komponenten für den Kauf erleichtern sollen.

AV-Surround-Receiver

Schon auf der vorigen Seite haben wir uns um das Thema Receiver gekümmert und dabei zwei Arten von Receivern unterschieden. Nun wenden uns Receivern erneut zu, und zwar speziell dem AV-Receiver (AVR). Denn ein AVR ist die Schaltzentrale eines ordentlichen Heimkino-Settings.

Über viele Jahrzehnte waren Stereo-Verstärker oder auch Stereo-Receiver der Standard, wenn man Musik genießen wollte. Mit der DVD und somit digitalem Surroundsound haben sich dann die AVRs immer weiter verbreitet.

Nur das Nötigste bietet der Yamaha RX -381 an der Rückseite. Für die meisten Nutzer reicht dies aber völlig aus Quelle: Yamaha Nur das Nötigste bietet der Yamaha RX -381 an der Rückseite. Für die meisten Nutzer reicht dies aber völlig aus Ein AVR ist vereinfacht gesagt ein Hifi-Verstärker, der auch Surroundsound beherrscht und ein Radioempfangsteil hat. Heutzutage sind auch mehrere HDMI-Eingänge und mindestens ein HDMI-Ausgang selbstverständlich. Sämtliche Geräte, von denen ihr Bild und Sound oder auch nur Sound nutzen wollt, werden an den AVR angeschlossen. Bei Geräten, die auch ein Bild senden, gibt der AVR dieses dann an den LCD-TV weiter - zum Beispiel ein BluRay-Player, eine Spielekonsole oder ein PC. Viele aktuelle AVRs bieten auch einen Media-Player und Netzwerk-Funktionen, auch Internetradio und Bluetooth verbreitet sich mehr und mehr als Feature. AVR mit mindestens 5.1-Sound bekommt ihr ab etwa 250 Euro.

Besonders zahlreiche Anschlussmöglichkeiten beim Marantz SR6010 Quelle: Marantz Besonders zahlreiche Anschlussmöglichkeiten beim Marantz SR6010 Je mehr ihr ausgebt, desto mehr Features bekommt ihr - zu den Features gehören neben Ausstattung und Klang auch die Leistung, um Lautsprecher zuverlässig zu versorgen. Wichtig bei der ganzen Sache ist: Die Lautsprecher werden separat dazugekauft. Hierbei muss man zu passiven Boxen greifen, also Lautsprecher, die keine eigene Stromversorgung haben. Diese sind in Shops oft auch unter dem Begriff Hifi-Boxen zu finden. Mehr zu dem Thema im nächsten Kapitel

Lautsprecher

Die zu einem AVR passenden Lautsprecher sind passive Boxen - das bedeutet: der Strom kommt vom Verstärker, also im Falle eines Heimkinos vom AVR. Eine Ausnahme ist der Subwoofer, denn hier wird meistens ein aktiver Subwoofer genutzt, also ein Subwoofer, der eine eigene Stromversorgung hat. Der Subwoofer ist für die tieferen Töne zuständig und bringt - vereinfacht gesagt - den nötigen Wumms in den Kinosound. Allerdings genügt vielen Käufern auch völlig der Bass, den die normalen Lautsprecher erzeugen. Als grobe Regel gilt, zumindest wenn es sich um die gleiche Preisklasse handelt: je mehr Volumen die Lautsprecher haben, desto eher kann die Box auch recht Bass-stark sein.

Canton Chrono 509 DC Standlautsprecher Quelle: Canton Canton Chrono 509 DC Standlautsprecher Aber Vorsicht: wenn man es mit der Basslastigkeit übertreibt, leidet wiederum die Brillanz bei den höheren Tönen. Vor allem Sprache kann dann in actionreichen Szenen teilweise untergehen, wenn die Boxen zu dominant beim Darstellen der bombastischen Soundeffekte sind. Man unterscheidet grob zwei Bauarten: Regal- oder auch Kompakt-Lautsprecher und Standboxen. Letztere werden auf den Boden gestellt und sind in der Regel mindestens einen Meter hoch, meistens auch mindestens 30 Zentimeter tief. Bei der Breite wiederum sind die Maße nicht nennenswert anders als bei den Regalboxen: etwa 20 bis 30 Zentimeter sind üblich. Regalboxen wiederum stellt man - wie der Name schon sagt - auf ein Regal oder auch auf einen Boxenständer. Sowohl bei Stand- als auch Kompaktboxen gilt, dass der Hochtöner (die kleinste der vorne sichtbaren Membranen) in etwa auf Kopfhöhe sein sollte - bezogen auf eure Sitzposition.

Bei Standboxen solltet ihr nicht zu wenig investieren, denn eine gleichteure Regalbox kann gerade im Einsteigerbereich den besseren Gesamtklang bieten. Surround ist bei einem Heimkino-Setting übrigens kein Muss, denn wer sich für einen AVR und Lautsprecher entscheidet, muss recht viel auf einen Schlag ausgeben. Ein AVR alleine kostet schon mindestens 250 Euro, bei den Lautsprechern sollte man nicht unter 100 Euro pro Stück ausgeben, für Standboxen eher ab 150 Euro. Ein Surroundsetting mit 5.1-Sound sieht also wie folgt aus: je zwei Boxen (rechts und links) vorne und hinten, dazu eine Centerbox vorne mittig und ein Subwoofer. Somit sind mit 100 Euro pro Box schon 500 Euro fällig, ein Subwoofer sollte nicht unter 150 Euro kosten, dazu der AVR für mindestens 250 Euro (wir empfehlen eher ab 300 Euro) - das macht als Minimum für eine sinnvolle Qualität etwa 900 Euro. Dafür behält man so ein Setting zwar auch über etliche Jahre, 20 bis 30 Jahre Nutzungszeit bei Lautsprechern sind nicht selten. Da es aber gerade zu Anfang ein teurer Spaß werden kann, sind günstige 5.1-Boxensets für 100 bis 300 Euro sehr beliebt, so dass für 400-500 Euro ein komplettes Surroundsetting steht.

Wir raten aber eher dazu, im Zweifel für ein Budget von 400 bis 500 Euro zunächst den AVR plus zwei Regal-Lautsprecher zu kaufen und sich mit Stereosound zu begnügen. Die Anlage wird dann erst im Laufe der Jahre immer weiter ergänzt. Denn die Nachteile beim Sound der günstigen Komplettsets sind enorm. Bevor ihr ein so Set für nur 150 bis 300 Euro kauft, nur weil ihr glaubt, dass der Sound unbedingt auch von hinten kommen muss, solltet ihr lieber zwei gute Stereoboxen nehmen. Denn damit machen gerade Filme in der Summe viel mehr Spaß, da die günstigen 5.1-Sets aus sehr kleinen Boxen bestehen, die klare Nachteile bei den Sounddetails haben. Gut zu wissen ist dabei auch, dass selbst in Actionfilmen die überwältigende Mehrheit an Sound von vorne kommt - für den Film relevante Sounds, die eher von hinten kommen, sind selten. Daher solltet ihr das Feature Surround nicht überbewerten. Für ihren Preis ist die gebotene Leistung bei den Komplett-Sets zwar auch in der Tat völlig in Ordnung, aber wer als Vergleich zwei Lautsprecher hört, die genau so viel kosten wie das 5.1-Set, wird in den meisten Fällen der Stereo-Variante viel eher seinen Segen geben. Eine Daseinsberechtigung haben solche Surround-Sets eigentlich nur dann, wenn ihr im Wohnzimmer sehr wenig Platz habt und selbst Lautsprecher mit einer Standfläche von etwa 20 mal 20 Zentimetern und einer Höhe von 35 bis 40 Zentimetern zu groß sind und ihr gar keine andere Wahl habt als ein Set mit Mini-Satellitenboxen zu nehmen. Übrigens: Damit der Charakter der Sounds möglichst einheitlich ist, solltet ihr am besten Lautsprecher des gleichen Herstellers aus der gleichen Modellserie wählen - viele Hersteller bieten dabei sowohl Stand- als auch Kompakt- und Centerboxen an, manchmal sogar jeweils auch in zwei oder mehr Größenvarianten.

All-in-One-Anlagen

Eine Alternative zu einem AVR plus Lautsprechern, die sehr beliebt ist, sind All-in-One-Anlagen. Diese gibt es zum einen als reine Soundanlagen, zum anderen aber auch mit eingebautem BluRay-Player. Im Grunde genommen handelt es sich um einen kleinen AVR mit passenden Lautsprechern - allerdings lässt sich so eine Anlage im Gegensatz zum einzelnen Kauf der Komponenten in aller Regel nicht erweitern oder verändern: Der Verstärker reicht meist nicht für größere Boxen aus, so dass man die Anlage nicht aufrüsten kann. Im Fall von Anlagen mit BluRay-Player kommt noch hinzu, dass bei einem kleinen Defekt das gesamte Set unbrauchbar wird. Zudem bieten solche Anlagen häufig nur wenig Anschlussmöglichkeiten. Als Übergangslösung oder bei einem sehr kleinen Budget ist eine All-In-One-Lösung noch akzeptabel, aber ab einem gewissen Anspruch solltet ihr lieber alle nötigen Komponenten einzeln kaufen.

Es dürfte auf der Hand liegen, dass ein selber zusammengestelltes Set aus AVR, Lautsprechern und BluRay-Player für 600 Euro deutlich hochwertiger als ein All-in-One-Set mit eingebautem Player für nur 200 bis 300 Euro ist. Nicht verwechseln sollte man solche All-in-One-Sets aber mit Komplett-Paketen: es gibt nämlich immer wieder auch solide zusammengestellte Einzelkomponenten, die von einem Shop lediglich als Aktionspaket zusammen und zu einem guten Preis angeboten werden, aber voll erweiterbar und austauschbar sind. Hierbei kann es gut sein, dass ihr für beispielsweise 800 Euro ein Paket bekommt, für das ihr 200 Euro mehr bezahlt, wenn ihr gleichwertige Einzelkomponenten selber zusammenstellt. Auch bei Lautsprechern gibt es manchmal Pakete mit normal dimensionierten Lautsprechern, die günstiger sind als der Einzelkauf der Boxen.

Verkabelung

Obwohl viele Geräte in einem Heimkino-Setup beteiligt sein können, ist die Verkabelung im Grunde genommen simpel. Die Lautsprecher werden mit Lautsprecherkabeln an den AVR angeschlossen. Die Kabel schneidet ihr dann auf die für euch passende Länge zurecht. Im Handel gibt es beispielsweise 30 Meter am Stück, OFC Vollkupfer, schon ab etwa 15 Euro mit einem Querschnitt von 1,5 mm². Bei größeren Distanzen sind 2 oder 2,5 mm² ratsam.

Boxenset für AVRs mit kleinen Satelliten-Lautsprechern: Harman Kardon HKTS 16 Quelle: Harman Kardon Boxenset für AVRs mit kleinen Satelliten-Lautsprechern: Harman Kardon HKTS 16

Sämtliche Geräte, von denen ihr den Ton über die Lautsprecher des Soundsystems genießen wollt, werden am besten per HDMI an den AVR angeschlossen. Geräte, die keinen HDMI-Ausgang bieten und für die auch kein Bildschirm vorgesehen ist (zum Beispiel ein CD-Player), werden beispielsweise per optischem Digitalkabel oder auch einfach per analoger Chinch-Verbindung (zwei runde Buchsen - eine rot, die andere meist weiß oder auch schwarz) an den AVR angeschlossen. Bei vielen mobilen Geräten ist als einziger Soundausgang eine 3,5-Millimeter-Buchse für Kopfhörer vorhanden - hier könnt ihr dann ein Adapterkabel verwenden, welches auf der einen Seite einen 3,5-Millimeter-Stecker und auf der anderen die beiden für den AVR nötigen Chinch-Stecker bietet. Der Bildschirm - egal ob Monitor, LCD-TV oder Beamer - wird wiederum an den HDMI-Ausgang des AVRs angeschlossen. Medien, die von Datenträgern stammen, werden entweder über das Netzwerk eingebunden oder per USB angeschlossen. In beiden Fällen wird dann zum Abspielen das Gerät verwendet, welches die Medien per Netzwerk oder USB abspielen kann. Dies ist bei vielen Fernsehern und BluRay-Playern der Fall, aber auch Spielekonsolen und immer mehr AVRs bietet diese Funktion.

Zusammenfassung

Das wichtigste zum Thema Heimkino wollen wir nun stichpunktartig zusammenfassen. Sobwoofer: Klipsch R-112SW Quelle: Klipsch Sobwoofer: Klipsch R-112SW

  • Optimal ist ein großes Display, ein passendes Zuspielgerät (BluRay-Player, PC und so weiter) und eine Surround-Hifi-Anlage bestehend aus AV-Surround-Receiver und den passenden Lautsprechern.
  • Für 5.1-Sound nötig sind neben dem Subwoofer fünf Lautsprecher: je einer vorne rechts und links (Front), hinten rechts und links (Rear) sowie einer mittig vorne (Center).
  • Notlösungen für Surroundsound bei einem kleinen Budget sind Boxensets mit kleinen Satelliten-Boxen oder auch All-In-One-Surroundanlagen, gegebenenfalls mit eingebautem BluRay-Player.
  • Besser ist es aber, selbst bei kleinerem Budget trotzdem einen AVR zu nehmen und zunächst nur auf Stereo zu setzen.
  • Bei wenig Platz für Lautsprecher sind Sets mit kleinen Boxen eine Alternative, auch Soundbars sind in einem solchen Falle akzeptabel, auch wenn sie rein klanglich nicht mit normalen ähnlich teuren Lautsprechern mithalten.
  • ein Setting ohne Subwoofer funktioniert in vielen Fällen auch sehr gut, vor allem wenn man nicht zu viel Wert auf extrem tief ins Mark gehende Töne legt und keine Mini-Lautsprecher verwendet.
  • Der AVR dient als Schaltzentrale: alle Geräte werden an ihn angeschlossen, am besten per HDMI. Das Bild (falls vorhanden) gibt der AVR dann an den Fernseher (oder Beamer) weiter.

Beispiel-Surroundanlagen

Zum Abschluss wollen wir euch vier beispielhafte Zusammenstellungen für eine Surroundsound-Anlage anbieten, also AVRs und dazu passende Lautsprecher.

Dali Zensor 1 Quelle: Dali Dali Zensor 1 Bei unserem ersten Konfigurationsbeispiel handelt es sich bei den Lautsprechern um ein Set mit zwei Standlautsprechern - den Gesamtpreis haben wir bei der Centerbox eingetragen. Allerdings handelt es nicht um eines der weiter oben genannten Komplett-Sets mit Mini-Boxen: vielmehr ist es ein Paket aus Kompakt- und Standboxen in Normalgröße. Die beiden mittelpreisigen Varianten setzen auf Regalboxen für vorne und hinten. Der teuerste Vorschlag setzt wieder auf Standboxen für vorne. Natürlich könnt ihr vor allem bei den teureren Beispielen je nach Budget auch einige der Boxen oder den Subwoofer weglassen und erst später nachrüsten. Zudem gibt es auch stets die Option, aus der gleichen Modellreihe (zum Beispiel Canton Chrono) Regal- statt Standboxen oder umgekehrt einzusetzen. Und generell lässt sich auch ein recht günstiger Receiver mit teureren Lautsprechern nutzen. Gerade bei Lautsprechern habt ihr extrem viel Auswahl im Handel - unsere Kombinationen dienen also nur als anschauliche Beispiele. Bei den AVRs haben wir nur Modelle herausgesucht, die auch HDMI2.0 bieten, so dass es hier auch keinerlei Probleme gibt, wenn ihr in einigen Jahren auf 4K umsteigt.

Komponente Auswahl Preis   Auswahl Preis   Auswahl Preis   Auswahl Preis
AV-Receiver Denon AVR-X520BT 250 Euro   Yamaha RX-V381 290 Euro   Pioneer VSX-831 400 Euro   Marantz SR6010 750 Euro
Frontboxen Jamo S 628 HCS (Set) (Set)   Dali Zensor 1 300 Euro   Qudral Argentum 530 540 Euro   Canton Chrono 509 DC 860 Euro
Rearboxen Jamo S 628 HCS (Set) (Set)   Dali Zensor 1 300 Euro   Qudral Argentum 520 300 Euro   Canton Chrono 501.2 370 Euro
Centerbox Jamo S 628 HCS (Set) 500 Euro   Dali Zensor Vokal 280 Euro   Qudral Argentum 510 250 Euro   Canton Chrono 505.2 240 Euro
Subwoofer Qudral QUBE 7 200 Euro   Jamo J 10 SUB 250 Euro   Klipsch R-112SW 430 Euro   Canton Sub 12.2 500 Euro
Gesamtpreis   950 Euro     1420 Euro     1920 Euro     2720 Euro
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    • Kommentare (7)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von coolbit
        Da muss man allerdings auch sagen, dass guter Sound ungleich lauter Sound ist :)
        nein, das nicht - aber so leise, dass es schon den Filmsound stört, wenn der Kumpel auf dem Sofa in ner Chipstüte kramt, darf es ja auch nicht sein - und wenn man es so laut einstellt, dass das Rascheln "untergeht", dann bist du auch direkt schon beim "Nachbarn hört es auch", wenn du nicht grad ein freistehendes Einfamilienhaus hast ;) und je nach Nachbar kann allein das "ich höre es" ein NoGo sein...

        Zitat

        Ich hab schon von einigen Leuten Schwärmereien über den neuen ach so tollen Subwoofer gehört, der dann halt nur super war, weil Oma´s Kaffeetassen in der Nachbarwohnung aus dem Regal gefallen sind :)
        ja, das verwechseln viele. Aber trotzdem ist es logisch, dass - WENN man nen starken Sub hat - es deutlich mehr "stören" kann als bei gleicher Lautstärke mit einem System, das nicht unter 50Hz kommt ;)

        Zitat

        Gute Lautprecher erkennt man eben auch daran, dass sie auch bei niedrigen Pegeln ein tolles Klangerlebnis bieten.
        jo, genau. Nur wie oben gesagt: es muss natürlich laut genug sein, um auch alles mitzubekommen. Freunde von mir sind SO "ängstlich" wegen der Nachbarn, dass sie Fußball im Fernsehen (also OHNE "Hifi" ) auf einer Lautstärke hören, wo das Öffnen einer Flasche schon dermaßen stört, dass man den Kommentator nicht mehr versteht... oder bei mir ist ne Straße, die zwar nachts kaum mehr befahren wird, aber wenn, dann oft schnell. Wenn ich dann unter der Woche mal ne Serie alleine schaue und es wegen der Nachbarn relativ leise eingestellt hab, dann muss ich zurückspulen, wenn ein Auto vorbeifährt, weil man dann in der Serie vlt was nicht mitbekommen hatte... :D aber weil meine Boxen relativ gut sind (kein Vergleich zu Dir, aber im Vergleich zu "Durchschnittsbürgern" beinah schon Luxus ^^ ), kann ich eben trotzdem auch bei leisem Betrieb alle Details hören.

        Was mich da btw auch EXTREM nervt sind Filme, in denen Sound&Musik wirklich ENORM viel lauter als die Sprache ist - das finde ich total zum kotzen, denn wenn man es laut genug für die Gespräche einstellt und dann plötzlich alles so laut kommt, dass selbst ein weiter vorne sitzender Kumpel fast schon Ohrenschmerzen hat, dann muss das echt nicht sein. Und ja: ich HABE Dynamik-Funktionen aktiv, die das an sich eindämmen sollen, UND auch den Center 20% lauter eingestellt, und trotzdem kommt das bei ca jedem 10. Actionfilm GANZ extrem vor...
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von coolbit
        Da muss man allerdings auch sagen, dass guter Sound ungleich lauter Sound ist :)
        nein, das nicht - aber so leise, dass es schon den Filmsound stört, wenn der Kumpel auf dem Sofa in ner Chipstüte kramt, darf es ja auch nicht sein - und wenn man es so laut einstellt, dass das Rascheln "untergeht", dann bist du auch direkt schon beim "Nachbarn hört es auch", wenn du nicht grad ein freistehendes Einfamilienhaus hast ;) und je nach Nachbar kann allein das "ich höre es" ein NoGo sein...

        Zitat

        Ich hab schon von einigen Leuten Schwärmereien über den neuen ach so tollen Subwoofer gehört, der dann halt nur super war, weil Oma´s Kaffeetassen in der Nachbarwohnung aus dem Regal gefallen sind :)
        ja, das verwechseln viele. Aber trotzdem ist es logisch, dass - WENN man nen starken Sub hat - es deutlich mehr "stören" kann als bei gleicher Lautstärke mit einem System, das nicht unter 50Hz kommt ;)

        Zitat

        Gute Lautprecher erkennt man eben auch daran, dass sie auch bei niedrigen Pegeln ein tolles Klangerlebnis bieten.
        jo, genau. Nur wie oben gesagt: es muss natürlich laut genug sein, um auch alles mitzubekommen. Freunde von mir sind SO "ängstlich" wegen der Nachbarn, dass sie Fußball im Fernsehen (also OHNE "Hifi" ) auf einer Lautstärke hören, wo das Öffnen einer Flasche schon dermaßen stört, dass man den Kommentator nicht mehr versteht... oder bei mir ist ne Straße, die zwar nachts kaum mehr befahren wird, aber wenn, dann oft schnell. Wenn ich dann unter der Woche mal ne Serie alleine schaue und es wegen der Nachbarn relativ leise eingestellt hab, dann muss ich zurückspulen, wenn ein Auto vorbeifährt, weil man dann in der Serie vlt was nicht mitbekommen hatte... :D aber weil meine Boxen relativ gut sind (kein Vergleich zu Dir, aber im Vergleich zu "Durchschnittsbürgern" beinah schon Luxus ^^ ), kann ich eben trotzdem auch bei leisem Betrieb alle Details hören.

        Was mich da btw auch EXTREM nervt sind Filme, in denen Sound&Musik wirklich ENORM viel lauter als die Sprache ist - das finde ich total zum kotzen, denn wenn man es laut genug für die Gespräche einstellt und dann plötzlich alles so laut kommt, dass selbst ein weiter vorne sitzender Kumpel fast schon Ohrenschmerzen hat, dann muss das echt nicht sein. Und ja: ich HABE Dynamik-Funktionen aktiv, die das an sich eindämmen sollen, UND auch den Center 20% lauter eingestellt, und trotzdem kommt das bei ca jedem 10. Actionfilm GANZ extrem vor...
      • Von Spiritogre Mitglied
        Zitat von coolbit
        Da muss man allerdings auch sagen, dass guter Sound ungleich lauter Sound ist :) Ich hab schon von einigen Leuten Schwärmereien über den neuen ach so tollen Subwoofer gehört, der dann halt nur super war, weil Oma´s Kaffeetassen in der Nachbarwohnung aus dem Regal gefallen sind :) Gute Lautprecher erkennt man eben auch daran, dass sie auch bei niedrigen Pegeln ein tolles Klangerlebnis bieten.
        Bei einem Actionfilm reicht ein guter Bass bei brachialen Explosionen auch bei leiser Lautstärke aus, um die Nachbarn auf die Barrikaden zu bringen ... ^^
      • Von coolbit Spiele-Novize/Novizin
        Zitat
        Denn ECHTEN "Kinosound" könnte man in einer "gut bürgerlichen" Wohngegend wie bei mir niemals verwirklichen, da würde es Ruhestörungsanzeigen hageln... :ugly: http://forum.pcgames.de/i...;-%29.gif
        Da muss man allerdings auch sagen, dass guter Sound ungleich lauter Sound ist :) Ich hab schon von einigen Leuten Schwärmereien über den neuen ach so tollen Subwoofer gehört, der dann halt nur super war, weil Oma´s Kaffeetassen in der Nachbarwohnung aus dem Regal gefallen sind :) Gute Lautprecher erkennt man eben auch daran, dass sie auch bei niedrigen Pegeln ein tolles Klangerlebnis bieten.
      • Von Spiritogre Mitglied
        Bei mir scheitert es an den Wohnverhältnissen. Habe früher im Haus meiner Eltern, wo ich im ausgebauten Keller gewohnt habe und anschließend auch im eigenen Haus zum Musik- und Filmschauen eine schöne fette Surroundanlage installiert gehabt. Seit einigen Jahren lebe ich allerdings in Wohnungen und da geht wegen der Nachbarn ohnehin nichts mehr. Habe meine Hauptboxen auch nur noch als Stereo angeschlossen aber begnüge mich meist ohnehin mit den Lautsprechern des TVs. Nur bei besonders imposanten Filmen schalte ich die Anlage ein. Da ich nicht wirklich aufdrehen kann ist der Genuss allerdings so oder so eingeschränkt. Wenn ich alleine bin schaue ich dann gelegentlich auch mal mit den guten Denon Kopfhörern, die Boxen, die da mithalten können, wären allerdings locker im vierstelligen Bereich das Stück.
      • Von Herbboy Mitglied
        Zitat von HeavyM
        Also ich habe einen Dolby Athmos Reciever von Onkyo, eine Panasonic Full HD 3D Beamter und nen Sony Blu-Ray Spieler. Dazu noch nen 55" 4k TV von Samsung, ne Xbox One und einen Gaming Pc. Kostenpunk zusammen 7000-8000 Euro. Wer Heimkino will muss schon ordentlich Geld in die Hand nehmen.
        Natürlich kann man mit 1500 Euro schon was bekommen, aber richtiges Heimkinofeeling kommt da nicht auf, aber es ist völlig ok für nein gemütlichen Filmabend.
        das kommt natürlich auch Anspruch und Gewohnheit an. Die große Mehrheit an Leuten hat ja noch nicht mal ne halbwegs ordentliche "Hifi"-Anlage, viele haben da nur so Kompaktteile für 150-200€ oder sogar nur ne Soundbar oder einen "Ghettoblaster" für 100€... wenn so jemand dann ein Setting nimmt, bei dem man Boxen für "nur" 150€/Stück hat, dann fühlt sich der Sound grandios an, man hört nie zuvor gekannte Details und ist begeistert. Wenn man wiederum vlt schon von den Eltern her gewohnt ist, dass die ne Stereoanlage mit Boxen für 1000€/Stück hatten, dann wird man ein Surround-Setting für 1000€ (inkl. Receiver) lächerlich finden... ;)

        Ich selber habe jahrelang Regalboxen 800 DM (!) / Paar genutzt, und schon die klangen satter und besser als das, was 90% meiner Bekannten zu Hause nutzen - dann hab ich vor nem knappen Jahr Standboxen für 300€ / Stück gekauft, und die Steigerung war der Wahnsinn - die alten Boxen dienen nun als Rears, der Center hatte 150€ gekostet, der Sub ebenfalls - und JEDER, der bei mir Filme schaut, lobt den Sound und das "Kinofeeling". Logisch ist das noch weit entfernt von echtem Kino-Sound, aber im Vergleich zu dem, was der Durchschnittsbürger hat, ist das eine andere Welt, vor allem in der Großstadt, wo Wohnraum teuer ist und man selbst dann, wenn man Geld hat, nicht genug Platz findet bzw. es wegen Nachbarn eh nicht umsetzen kann. Denn ECHTEN "Kinosound" könnte man in einer "gut bürgerlichen" Wohngegend wie bei mir niemals verwirklichen, da würde es Ruhestörungsanzeigen hageln... :ugly: ;)

        Zitat

        Es kommt halt immer darauf an was man will. Filmfreaks wie ich wollen halt so perfektes Kinofeeling wie möglich, aber da reicht es auch nicht, das das Equipment da ist, dann muss auch ein eigens dafür gedachter Raum her, und wenn das Wohnzimmer dafür weg kommt.
        Nächstes Jahr wird unser Wohnzimmer Komplett zu nem Entertainement Room umgebaut, wo keine Möbel stehen nur die Kinocouch. Da wird alles auf Filme schauen und Gaming ausgerichtet.
        Der Keller wird dann noch ausgebaut und da kommt dann mein Filmarchiv und eine Art Filmmuseum mit all meinen über Jahrzehnte gesammelten Filmfiguren, Postern usw..
        cool, wenn man sich so was leisten kann - also auch wohnraumlich gesehen.
        Bei mir zB wäre das nicht möglich.
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