Schicke Gehäuse für Gaming-PCs: Die passende Hardware-Heimat finden
Für Gaming-PCs gibt es eine riesige Auswahl an Gehäusen schon ab 20 Euro - wir geben euch Tipps zur Auswahl und haben 30 Modelle bis 80 Euro herausgesucht.
Für einen Spiele-PC - siehe hierzu auch unser aktuelles Special mit vier PC-Builds von 750 bis 2.130 Euro - braucht man kein teures Gehäuse, damit alles gut funktioniert und die Kühlung der Komponenten stimmt. Aber ein hochwertiges Gehäuse kann Vorteile bieten, die den Einbau und Betrieb eurer Hardware erleichtern. Wer zudem eine besondere Kühlung einbauen will, sollte ebenfalls eher ein wenig mehr ausgeben.
Wir geben euch daher Tipps rund um den Gehäusekauf zu Themen wie der Gehäusegröße, Formaten, Platzangebot, Lüftern und mehr. Natürlich haben wir auch einige Gehäuse als Beispiele für euch herausgesucht, und zwar ab etwa 40 Euro bis hin zu Modellen, die 120 Euro kosten. Ein besonders reichhaltiges Angebot mit vielen Modellen im ATX-Format findet ihr zwischen 50 und 80 Euro - mit dem Stichwort ATX sind wir dann auch schon beim ersten Themenbereich, den Bauformaten.
In diesem Artikel
Bauformate für Gehäuse und Mainboards
Damit die vielen verschiedenen Mainboards der Hardwareanbieter sowie auch Netzteile korrekt in die Gehäuse passen, hat man in der PC-Branche schon vor Jahrzehnten Standards eingeführt. Seit 1995 gibt es den aktuellen Standard mit dem Namen ATX. Dieser gibt vor, welche Maße ein Mainboard maximal haben darf und wo genau das Mainboard Löcher hat, um es mit Schrauben im Gehäuse zu fixieren. Auch Maße und Position für das Slotpanel sind festgelegt, also für den Bereich des Mainboards, an dem die später hinten am Gehäuse verfügbaren Anschlüsse für USB, Sound, Netzwerk und so weiter vorhanden sind. Ebenso gibt ATX bestimmte Maße für die Netzteile und deren Befestigung vor. Damit nicht alle PCs ausschließlich das ATX-Format verwenden müssen, gibt es auch weitere Formate mit kleineren und größeren Mainboard-Maßen.
Quelle: Antonio Funes
Die vier wichtigen Formfaktoren von Mainboards, in Schwarz angedeutet das Backpanel.
Die derzeit relevanten sogenannten Form-Faktoren sind (von klein nach groß) Mini-ITX, µATX (auch mATX oder Micro-ATX), ATX und E-ATX. Auch Gehäuse gibt es entsprechend als Mini-ITX- bis E-ATX-Versionen. Dabei gilt: In ein Gehäuse passen alle Mainboards, die den gleichen Formfaktor wie das Gehäuse haben, aber auch alle kleineren Mainboards. Denn einige Bohrlöcher sowie der Bereich bei einem Mainboard, wo auch das Slotpanel sitzt, sind bei allen Formfaktoren identisch. In ein ATX-Gehäuse passen also auch Mini-ITX- und µATX-Mainboards, in ein Mini-ITX-Gehäuse aber nur Mini-ITX-Hauptplatinen. Für einen Gaming-PC empfehlen wir ATX-Gehäuse, da die Auswahl hier sehr groß ist. µATX lohnt sich, wenn ihr ein sehr kleines Gehäuse sucht - es gibt aber auch recht kompakte ATX-Gehäuse. Die liegt zum Teil daran, dass nur noch wenige Gehäuse Platz für ein DVD-Laufwerk vorhalten, was natürlich Platz spart. Für Mini-PCs ist dann noch das Mini-ITX-Format gedacht.
Mini-ITX: Nur für die, die wissen, was sie tun
Mini-ITX-Mainboards sind relativ teuer und sollten wirklich nur dann verwendet werden, wenn man unbedingt ein Mini-ITX-Gehäuse verwenden will. Bei Mini-ITX-Gehäusen muss man für Gaming-Hardware zudem viel vorausplanen, damit unter anderem eine ordentliche Grafikkarte hineinpasst. Es gibt dabei viele mögliche Fallstricke, zum Beispiel passt eine Grafikkarte laut Gehäuse-Datenblatt vielleicht gerade so hinein, blockiert dann aber wichtige Bereiche für die CPU-Kühlung. In vielen Fällen kann es gut sein, dass ihr ein µATX-Modell findet, das kaum größer ausfällt, euch aber Mühe beim Einbau und Geld spart. Noch ein Wort zu E-ATX-Gehäusen: Diese großen Gehäuse sind nur dann nötig, falls ihr ein Mainboard verwenden wollt, das ebenfalls den E-ATX-Standard hat. Plausible Gründe dafür gibt es aber wenige. Auf keinen Fall aber solltet ihr ein großes E-ATX-Gehäuse nehmen, nur weil ihr glaubt, dass es durch das zusätzliche Platzangebot Vorteile bei der Kühlung gibt. Die Kühlung von Gaming-Hardware ist selbst mit einem durchschnittlichen ATX-Gehäuse schon leise und mehr als ausreichend umsetzbar.
