Gaming-Prozessoren: Tipps zur CPU-Auswahl, Kaufberatung und Kaufempfehlungen
Wir geben euch einige allgemeine Tipps rund um die Auswahl einer Spiele-CPU und bieten 25 Empfehlungen sowie eine Top 10 der Preis-Leistungs-Sieger.
Unser letztes Special behandelte die neue AMD Radeon RX 7700 XT und RX 7800 XT, die frischen Wind auf den Grafikkartenmarkt gebracht haben und beim Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus gefallen können. Heute geht es um den unabdingbaren Partner für eine Gaming-Grafikkarte: den Prozessor. Wir erklären euch, was ihr bei der CPU-Auswahl beachten solltet. Dabei spielen die drei Zahlen 25, 15 und 10 eine wichtige Rolle.
Denn wir haben für euch in einer Tabelle die derzeit 25 empfehlenswertesten CPUs für einen Spiele-PC herausgesucht. 15 davon haben wir zudem in einer Grafik zusammengefasst, um euch von den 25 CPUs die 15 Modelle mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis zu präsentieren. Die Zahl 10 steht wiederum für die Top 10 dieser 15 Prozessoren, die unsere endgültigen Kaufempfehlungen für aktuelle Gaming-CPUs darstellen.
Wir haben aber auch einige Wissenstipps zu CPUs für euch parat, zum Beispiel zu Taktwerten, Mainboard-Chipsätzen und mehr - wir starten mit dem Thema CPU-Sockel. In Hardware-Shops werdet ihr innerhalb der Sparten CPUs und Mainboards die Option finden, nicht nur nach AMD und Intel, sondern auch Sockeln zu filtern - doch was gibt es dabei zu beachten?
CPU-Sockel
Der Sockel ist der Slot auf dem Mainboard, in den die CPU eingelegt wird. Der Sockel besitzt dabei mehrere Hundert kleine Einbuchtungen, die CPU wiederum hat dazu passend ebenso viele Pins, um den Kontakt zwischen Mainboard und CPU herzustellen. Dabei passt die CPU nur in einer bestimmten Ausrichtung in den Sockel. Kleine Aussparungen helfen bei der Ausrichtung der CPU.
Es gibt dabei alle paar Jahre neue Sockel von AMD und Intel, Sprünge in der Prozessor-Technologie umsetzen zu können, die nicht über ein Refresh der vorigen CPUs hinausgeht. Damit der Prozessor passt, muss er zum Sockel des Mainboards kompatibel sein. Man spricht auch davon, dass die CPU einen bestimmten Sockel "hat". Für einen Spiele-PC sind derzeit die Sockel AM4 und AM5 für AMD-CPUs sowie auf Seiten von Intel der Sockel 1700 zu empfehlen.
Für Server-PCs und Profi-Anwender gibt es noch weitere Sockel, die aber wegen der Preise bei unserer Kaufberatung keine Rolle spielen. In der Regel wird eine Sockel-Generation für 3 bis 6 Jahre von AMD beziehungsweise Intel mit neuen CPUs versorgt. Neben dem Sockel, der die mechanische Kompatibilität festlegt, gibt es auch noch die Chipsätze - dies erklären wir als nächsten Punkt.
Quelle: MSI
In der oberen Hälfte mittig ist der Sockel gut zu erkennen - statt einer CPU sitzt ein Transportschutz im Slot (Mainboard: MSI MAG B660M Bazooka)
Chipsatz
Der Chipsatz ist eine Art Basisausstattung eines Mainboards, der bestimmte Features und auch CPU-Eignungen bestimmt. Jeder Chipsatz unterstützt dabei immer nur einen bestimmten Sockel, und in der in der Regel gibt im Laufe einer Sockel-Generation wiederum mehrere Chipsatz-Generationen. Beim AMD Sockel AM4 gab es zum Beispiel im Laufe der Historie Chipsätze der 300er, 400er und 500er-Generation.
Ein Mainboard mit einem alten 300er-Chipsatz kommt dabei eventuell nicht mehr ohne BIOS-Update mit einem neueren Sockel AM4-Prozessor zurecht. Daher macht es Sinn, dass man bei einem Neukauf direkt zum neuesten Chipsatz greift, den ein Sockel bietet. Eine Ausnahme gab es vor einigen Jahren bei Intels Sockel 1151: Neue CPUs liefen nicht mit alten Chipsätzen, neue Chipsätze nicht mit alten CPUs. Zur Unterscheidung hat man dann die neueren CPUs und Mainboard als Sockel 1151 v2 bezeichnet.
Beim aktuellen Sockel 1700 von Intel gibt es 600er und 700er-Chipsätze, die beide gut für alle Sockel 1700-CPUs geeignet sind. Wichtig: Achtet beim Kauf genau darauf, ob das Mainboard passend für eure geplante CPU für AMD- oder Intel-Sockel gedacht ist. Denn die Chipsatz-Namen sind zum Teil sehr ähnlich wie beispielsweise beim AMD-Chipsatz B650, der nichts mit Intels B660-Chipsatz zu tun hat. Der Chipsatzname steht übrigens immer auch im Modellnamen des Mainboards.
