Gaming-PC zusammenstellen: Zwei Top-PCs für 1790 und 2060 Euro
Für leistungshungrige Grafikkracher wie Black Myth: Wukong haben wir 4 Beispiel-PCs von 780 bis 2060 Euro für euch parat und geben Zusammenstellungs-Tipps.
Top-PC für 1790 Euro mit RX 7900 XT
Unsere beiden "Top"-PCs sind beide mit AMD-Grafikkarten bestückt, und zwar zum einen mit der Radeon RX 7900 XT, zum anderen mit dem Flaggschiff RX 7900 XTX. Dies liegt daran, dass Nvidia oberhalb der GeForce RTX 4070 Super ein sehr schwaches Preis-Leistungs-Verhältnis hat.
Für Nvidia-Fans bietet sich allenfalls die GeForce RTX 4080 Super an, die fast so stark wie die RX 7900 XTX ist. Die günstigsten Modelle der RTX 4080 Super sind allerdings in der Regel mehr als 50 Euro teurer als die günstigen Varianten der RX 7900 XTX.
Schneller als die RX 7900 XTX ist zwar Nvidia RTX 4090 - aber mindestens 850 Euro Aufpreis stehen in keinem Verhältnis zu dem Leistungsplus von gut 25 Prozent. Ganz allgemein gilt aber für den Kampf zwischen AMD und Nvidia: Wer viel Wert auf Raytracing-Leistung legt, die ohne DLSS oder FSR zustande kommt, kann trotz des Preisgefüges durchaus auch oberhalb der RTX 4070 Super zu Nvidia greifen.
Denn im Vergleich zu AMD-Modellen, die ohne Raytracing gleichstark sind, ziehen die Nvidia-RTX-Grafikkarten bei aktiviertem Raytracing davon. Am Ende müsst ihr selbst entscheiden, ob dies den Preis-Leistungs-Vorteil von AMD ausgleicht.
Quelle: Xilence
Xilence LiQuRizer LQ240 All-In-One-Wasserkühler für unseren zweiten Top-PC.
Doch nun zu unserem ersten Top-PC, der wie schon erwähnt eine AMD Radeon RX 7900 XT als Grafikkarte bietet. Insgesamt kostet er 1790 Euro. Der Prozessor ist ein Core i7-13700KF - bei Intel die CPU mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis für Gaming oberhalb der 300-Euro-Grenze. Für die CPU gibt es allerdings ein großes "Aber", denn in Spielen ist sie etwas langsamer als der 30 Euro günstigere Ryzen 7 7800X3D, den wir in unserem zweiten Top-PC verwenden.
Dafür lässt sich der Core i7 übertakten und hat in Anwendungen die bessere Leistung. Bei der SSD wählen wir ein sehr schnelles 2000GB-Modell, ihr könnt aber auch direkt auf 4000GB gehen oder eine zweite SSD dazunehmen. Wie der erste unserer Top-PC-Vorschläge insgesamt aussieht, seht ihr in der folgenden Tabelle:
| Komponente | Vorschlag 1790 Euro-PC | Details | Preis ab |
|---|---|---|---|
| CPU | Core i7-140700KF | 20 Kerne, 28 Threads. Bis 5,6 GHz | 390 Euro |
| Mainboard | MSI Pro Z790-P WIFI | 4x M.2-Slot, 4x DDR5-RAM | 200 Euro |
| RAM | Crucial Pro Overclocking | 2 Riegel DDR5-6000, CL3 6 | 100 Euro |
| Grafikkarte | Asus TUF RX 7900 XT OC | Boosttakt 2535 MHz 35,3cm lang | 750 Euro |
| SSD | Lexar NM790 | 2000GB, Lesen 7400 MB/s | 130 Euro |
| Gehäuse | be quiet! Pure Base 500 | 2x 140mm-Lüfter, Glasfenster | 80 Euro |
| Netzteil | Thermaltake ToughPower GF A3 | 650 Watt,vollmodular | 90 Euro |
| CPU-Kühler | Scythe Mugen 6 | 120mm-Lpfter, 15,4cm hoch | 50 Euro |
Top-PC mit RX 7900 XTX für 2060 Euro
Beim zweiten Top-PC machen wir im Grunde genommen nicht viel anders als beim ersten Top-PC, außer dass wir den schon erwähnten, für Gaming bestens geeigneten Ryzen 7 7800XD als CPU nehmen und mit einer AMD Radeon RX 7900 XTX kombinieren. Nur der Ryzen 9 7950X3D ist derzeit in Spielen schneller als der 7800X3D, aber trotz Aufpreis von 180 Euro sind es weniger als fünf Prozent Zusatzleistung. Der Kauf lohnt sich daher nicht.
Da wir kein Übertakter-Mainboard nehmen - den Ryzen 7 7800X3D kann man nicht übertakten - gönnen wir uns stattdessen ein etwas teureres Gehäuse als bei unserem ersten Top-PC sowie eine All-in-One-Wasserkühlung. Die SSD ist ein schnelles Modell mit 4000GB Speicherplatz. So sehen die Komponenten des zweiten Top-PCs für zusammen 2060 Euro aus:
| Komponente | Vorschlag 2060 Euro-PC | Details | Preis ab |
|---|---|---|---|
| CPU | Ryzen 7 7800X3D | 8 Kerne, 16 Threads, bis 5 GHz | 360 Euro |
| Mainboard | ASRock B650M Pro RS | 3x M.2-Slot, 4x DDR5-RAM | 140 Euro |
| RAM | Corsair Vengeance | 2 Riegel DDR5-5600, CL40 | 100 Euro |
| Grafikkarte | Sapphire Pulse RX 7900 XTX | Boosttakt 2525 MHz 31,3cm lang | 960 Euro |
| SSD | Patriot Viper VP4300 Lite | 4000GB, Lesen 7400 MB/s | 250 Euro |
| Gehäuse | Corsair 3000D RGB Airflow | 3x 120mm-Lüfter vorverbaut | 90 Euro |
| Netzteil | be quiet! Pure Power 12 M | 650 Watt,vollmodular | 100 Euro |
| CPU-Kühler | Xilence LiQuRizer LQ240 | All-in-One Wasserkühlung | 60 Euro |
Um Kosten zu sparen, könnt ihr auch CPU, Mainboard und RAM sowie die Grafikkarte in ein Gehäuse für nur 50 Euro einbauen, einen Standardkühler nehmen sowie bei der SSD zunächst nur ein 1000GB-Modell aussuchen. Ebenso brilliert der Ryzen 7 7800X3D auch mit deutlich günstigeren Grafikkarten und wird dank seiner stromeffizienten Spieleleistung für viele Jahre eine gute Basis für einen Gaming-PC sein.
Was die neuen Ryzen 9000er-Modelle betrifft, verweisen wir euch auf unser letztes Special zum Ryzen 9 9900X und Ryzen 9 9950X. Derzeit lohnen sich die neuen Modelle noch nicht - allerdings soll die Leistung vor allem in Spielen in naher Zukunft durch Optimierungen und Updates noch verbessert werden. Wir werden daher in absehbarer Zeit erneut einen Blick auf die 9000er-CPUs werfen und die bisherigen Einstufungen aktualisieren.
