Gaming-CPUs: Tipps zur Kaufentscheidung zu Prozessoren und 10 aktuelle Empfehlungen

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Gaming-CPUs: Tipps zur Kaufentscheidung zu Prozessoren und 10 aktuelle Empfehlungen
Quelle: PCGH

Wir geben euch Tipps rund um CPUs, die euch die Entscheidung für einen Gaming-Prozessor erleichtern, und haben 10 Empfehlungen von 90 bis 450 Euro parat.

Wir erklären euch heute zu einigen Themen rund um Gaming-CPUs und geben euch eine allgemeine Kaufberatung rund um Prozessoren mit 10 aktuellen Kauftipps von 90 bis 450 Euro. Für Spiele ist die Grafikkarte zwar bei der Relevanz für die Leistung klar vorne, und selbst eine vergleichsweise alte CPU oder eine aktuelle Einsteiger-CPU für nur etwa 90 bis 120 Euro kann ausreichen, um einer höherklassige Grafikkarte eine ausreichende Basis zu bieten. Mit einer stärkeren CPU gibt es aber Vorteile, auf die wir eingehen werden.

Die Frage, zu welchem Sockel ihr aktuell greifen solltet, ist aber unser erster Themenbereich. Der Sockel für sich gesehen ist lediglich der Einbauplatz auf dem Mainboard, in den die CPU eingelegt und dann fixiert wird. Sockel und CPU müssen nicht nur elektronisch, sondern allein schon rein physisch exakt zueinander passen. AMD und Intel haben derzeit vier für Gamer relevante Sockel: AMD AM4, AMD AM5, Intel 1700 und Intel 1851. Obwohl nur das Mainboard einen Sockel hat, spricht man auch bei einer CPU davon, dass sie einen bestimmten Sockel "hat". Der Core i7-13700K hat beispielsweise den Sockel 1700, da er auf Mainboards mit dem Sockel 1700 passt.

Sockel, CPUs und Chipsätze

Pro Sockel gibt es im Laufe der Zeit meist mehrere CPU-Familien. Für den Sockel AMD AM4 sind die Ryzen 5000er-CPUs die neuesten Modelle, wobei die Veröffentlichung der ersten 5000er-CPUs mittlerweile auch schon über viereinhalb Jahre her ist. Der neuere Sockel AM5 hat CPUs der Ryzen 7000er- und 9000er-Serie. Beim Sockel Intel 1700 gibt es die Core 12000-, 13000- und 14000-Modelle. Der neuere Sockel 1851 bietet die Core Ultra-Prozessoren mit 200er-Nomenklatur. Kommen für einen bestehenden Sockel neue CPU-Serien heraus, dann erscheinen oftmals auch neue Chipsätze für die passenden Mainboards. Chipsätze sind eine Art Basis-Ausstattung des Mainboards, die auch die Kompatibilität zu CPUs mitbestimmt.

Foto vom Sockel 1851 Quelle: PCGH Der CPU-Sockel ohne Prozessor bei einem Gigabyte-Mainboard mit Sockel 1851 Es kann dabei passieren, dass eine neuere CPU nicht mit einem älteren Chipsatz respektive Mainboard kompatibel ist, obwohl beide den gleichen Sockel haben. Ebenso kann ein brandneues Mainboard mit einem aktuellen Chipsatz unter Umständen eine ältere CPU mit dem gleichen Sockel eventuell nicht unterstützen. Wichtig ist daher beim Neukauf, dass ihr im Falle einer Aufrüstung überprüft, ob euer Mainboard für die neue CPU geeignet ist, eventuell via BIOS-Update. Kauft ihr ohnehin ein neues Mainboard, dann nehmt stets einen der neueren Chipsätze. Die folgende Tabelle zeigt euch die aktuellen Chipsätze für die Sockel AM4, AM5, 1700 und 1851 mit jeweils zwei Chipsatz-Empfehlungen - die parallel veröffentlichten CPU-Familien haben wir rein informativ noch in die Tabelle eingefügt:

Sockel / Plattform Chipsätze (ggf. nur Auswahl) Chipsatzempfehlung Parallel veröffentlichte CPU-Familie
AMD AM4 A320, B350, X370 und B450, X470 keine Ryzen 1000 bis 3000
AMD AM4 A520, B550, X570 B550 oder X570 Ryzen 5000
AMD AM5 A620, B650, B650E, X670, X670E keine Ryzen 7000
AMD AM5 B840, B850, X870, X870E B850 oder X870 Ryzen 9000
Intel 1700 B660, H610, H670, Q670, W680, Z690 keine Core i-12000
Intel 1700 B760, H770, Z790 B760 oder Z790 Core i-13000
Intel 1700 keine neuen Chipsätze entfällt Core i-14000
Intel 1851 H810, B860, Z890 B860 oder Z890 Core Ultra 200

Mainboardpreise und weitere Spezial-Sockel

Für unsere Chipsatzempfehlungen gilt, dass der jeweils erstgenannte Chipsatz die günstigeren Modelle bietet. Dieser bietet sich vor allem an, falls ihr die CPU nicht übertakten wollt. Oder falls eine Übertaktung ohnehin nicht möglich ist, da der so genannte Multiplikator der CPU nicht frei wählbar ist. Ein Mainboard zwischen 70 und 120 Euro reicht dann völlig aus. Wollt ihr übertakten und habt eine dafür geeignete CPU - bei Intel sind dies alle CPUs mit einem K oder KF im Namen - nehmt ihr eher ein Mainboard ab 150 Euro sowie bei Intel zwingend einen Z-Chipsatz. Vor allem der Sockel AMD AM4 ist nur noch für den Einsteigerbereich und CPUs unter 200 Euro zu empfehlen. Für Enthusiasten oder Gamer, die für sehr spezielle Anwendungen besondere CPUs benötigen, können auch die Server-Sockel von AMD und Intel mit CPUs der Epyc-, Threadtripper- oder Xeon-Reihe eine Option sein. Sie bieten in Spielen aber keine Vorteile und sollten für normale Nutzer und Gamer keine Rolle spielen, da die Preise meist auch sehr hoch sind.

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  1. Seite 1 Gaming-CPUs: Aktuelle Sockel und Chipsätze
  2. Seite 2 Gaming-CPUs: Taktwerte, Tests einordnen und Vorteile von Top-CPUs
  3. Seite 3 Gaming-CPUs: Teure CPUs und unsere Kaufempfehlungen
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