Frühjahrsputz für den Gaming-PC: Unsere ausführlichen Reinigungstipps für einen sauberen PC
Ab und an sollte man seinen PC gründlich saubermachen, auch von innen. Wir geben euch dazu Tipps, wie ihr die Bauteile reinigt und was ihr dafür benötigt.
Obwohl das Frühlingsintermezzo mit ungewöhnlich warmen ersten 10 März-Tagen vorbei ist, scheint der Frühling bereits voll Fuß gefasst zu haben. In vielen Haushalten war oder ist daher beinahe schon traditionell ein Großputz angesagt. Doch auch ein PC will gelegentlich mal intensiv gereinigt werden, und zwar auch in seinem Inneren.
Wir geben euch Tipps dazu, woran ihr dabei alles denken solltet und welche Hilfsmittel sinnvoll sein können. Für eine ordentliche Saubermach-Aktion solltet ihr auch einiges an Hardware ausbauen. Bei der Gelegenheit könnt ihr die Wärmeleitpaste des CPU-Kühlers ersetzen oder sogar einen neuen Kühler einbauen. Für unseren Frühjahrsputz haben wir dementsprechend mehrere Themenbereiche parat: Gehäuse, Mainboard, CPU-Kühler, Lüfter, Grafikkarte und Tastatur. Doch zuerst haben wir eine Liste mit den Dingen erstellt, die euch beim Putzen des PCs nützlich sein können.
Putz- und Hilfsmittel
Was wir als Hilfsmittel nicht mit aufführen werden, sind die bekannten Staubputztücher wie die bekannten Swiffer von Procter & Gamble. Diese ziehen den Staub durch eine leichte statische Aufladung an. Manch einer befürchtet, dass dies elektronische Bauteile zerstören kann. Dies ist aber nicht der Grund, warum wir von diesen Produkten abraten - denn die Wahrscheinlichkeit von Schäden durch die sehr geringe Aufladung schätzen wir als extrem gering ein. Allerdings sind diese Produkte einfach nur recht teuer und bieten für den PC-Putz keinen wirklichen Vorteil - daher fehlen die Staubmagneten in unserer folgenden Liste mit Putz- und Hilfsmitteln:
- Destilliertes Wasser
- Spülmittel
- Glasreiniger
- Isopropanol (Reinigungsalkohol)
- Microfasertuch
- Küchenpapier
- Mini-Bürsten und/oder Zahnstocher
- Borstenpinsel, einen schmalen und einen breiten
- Dose mit Druckluft
Quelle: Antonio Funes
Die Grafikkarte ist erst wenige Monate im Einsatz - oben sieht man Staub, die Kühlrippen sind aber noch sauber.
PC-Gehäuse reinigen
Das PC-Gehäuse könnt ihr von außen mit einem Mikrofasertuch abwischen, das ihr ein wenig anfeuchtet. Dazu bereitet ihr eine Schüssel mit destilliertem Wasser vor, in das ihr ein paar Tropfen Spülmittel gebt. Diesen Mix könnt ihr auch an anderen Stellen verwenden, wenn wir von einem angefeuchteten Tuch sprechen. Für das Seitenfenster des PCs, sofern ihr ein entsprechendes Gehäuse habt, könnt ihr dann, wenn es sich um Glas handelt, einen fertigen Glasreiniger verwenden oder selbst einen herstellen: Mischt Haushaltsessig und Wasser im Verhältnis 1:1 und gebt etwas Zitronensaft dazu. In vielen Fällen reicht aber auch das vorher schon vorgeschlagene Wasser mit Spülmittel aus, wobei es aber sichtbare Streifen auf dem Glas geben kann. Kommen wir nun zum Inneren des Gehäuses: Einige Bauteile solltet ihr ausbauen, und zwar nicht nur, weil dies die Reinigung des Inneren erleichtert, sondern auch für eine separate Reinigung. Die Rede ist von der Grafikkarte, Gehäuselüftern und - falls vorhanden - Radiatoren. Selbst wenn es vielleicht Mühe macht, aber: Es lohnt sich, auch den CPU-Kühler oder direkt das ganze Mainboard inklusive des Kühlers auszubauen.
Wenn das Gehäuse dann deutlich leerer ist, geht es mit der Innenreinigung los. Da man an das Innere in der Regel seltener rangeht als an die Gehäuse-Außenseite, sammelt sich bei manch einem so viel Staub an, dass man diesen nun mit Küchenpapier oder einem Borstenpinsel zusammenschieben und häufchenweise entfernen kann - auch unter dem Mainboard, was ein weiteres Argument für dessen Ausbau ist. Den Rest des Staubs wischt ihr dann mit einem (angefeuchteten) Mikrofasertuch auf. Putzt damit zudem die Flächen und Streben des Gehäuses - auch eventuelle vorhandene Festplatten oder SSDs könnt ihr damit abwischen. Falls es euch sehr wichtig, ist, den Staub zu entfernen, der eventuell unter einer Festplatte oder SSD steckt, müsst ihr die Laufwerke natürlich ausbauen. Vergesst nicht, die eventuell vorhandenen Staubfilter oder Mesh-Fronten des Gehäuses ebenfalls zu entstauben.
