Die Geschichte meines ersten PCs, Teil 3: Happy End und Lieblingsprogramme

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Special Sebastian Göttling - Autor Lukas Schmid - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen
Die Geschichte meines ersten PCs, Teil 3: Happy End und Lieblingsprogramme
Quelle: Simon Fistrich

Autor Sebastian Göttling erzählt von nostalgischen Erinnerungen an seinen ersten Spiele-PC. In Teil 3 berichtet er von seinen absoluten Lieblingsspielen.

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Vielleicht aber steckte die filmische Sehnsucht schon viel früher in mir, als ich denke, denn seit jeher faszinierten mich die narrativ und cineastisch inszenierten Adventures aus dem Hause Lucasfilm, später Lucasarts. Meine allererste CD-ROM-Anschaffung, noch bevor überhaupt am 27. Dezember 1994 mein erster PC über die Türschwelle der elterlichen Wohnung getragen wurde, waren die Lucasarts Classic Adventures. Auf eine CD gepresst waren diese Spiele sicherlich nur aus Gründen der Praktikabilität, denn Maniac Mansion, Zak McKracken and the Alien Mindbenders, Indiana Jones and the Last Crusade, Loom und The Secret of Monkey Island - eben die fünf ersten Lucasfilm-Abenteuer basierend auf der SCUMM-Engine - nahmen bestenfalls 15 der verfügbaren über 600 MB auf dem Silberling ein.

Bemerkenswert an dieser Kollektion war vor allem, dass sie sämtliche "Feelies" der fünf Spieleklassiker entweder reproduzierte oder aber aus den Archiven des deutschen Vertriebs holte. Die Zeitung von Zak McKracken, das Hörspiel von Loom auf vorsintflutlicher MC, das Dial-a-Pirate-Codewheel von Monkey Island - all diese Schätze lagen in der Packung.

Ein wenig bereue ich einerseits, dass ich die Sammlung bald darauf für 50 Mark an meinen Freund Thorsten verscherbelte, als dieser seinerseits einen eigenen PC bekam.

Lucasarts Classic Adventures Quelle: Simon Fistrich Lucasarts Classic Adventures Doch andererseits ist sie bei ihm bestens aufgehoben, denn Thorsten ist ein Jäger, Sammler und Horter, der niemals etwas wegwerfen würde - und so kann ich mir sicher sein, dass all diese wunderbaren Feelies auch im Jahr 2050 noch wohlbehalten bei ihm lagern werden, sollte ich dann einen Blick darauf werfen wollen.

Während andere Teenager meines Alters auf ihren brandneuen 486ern Doom oder andere System ausreizende Games spielten, fuhr ich als allererstes in den Tagen zwischen Weihnachten und Silvester 1994 diese fünf technisch bescheidenen Abenteuerklassiker um den Block.

Und was soll ich sagen: Es war die schönste Zeit zwischen den Jahren, die ich jemals erlebt habe.

Diese einfache Freude an meinem neuen PC war tatsächlich die unverfälschteste und ich würde meine Erinnerungen an diese Spieleklassiker gerne aus meinem Gedächtnis löschen, um erneut zum allerersten Mal an Silvester 2023 das Haus des Dr. Fred Edison oder Mêlée Island™ zu erkunden.

Allein dafür hatte es sich gelohnt, stundenlang an Heiligabend meine Nase am Küchenfenster plattzudrücken in sehnsüchtiger Erwartung des Paketboten, der mir meinen allerersten PC brachte. Zwar verspätet und gefolgt von manch technischem Ungemach, aber mit wunderbar warmen Erinnerungen verbunden.

Sebastian Göttling, Jahrgang 1978, ist Co-Moderator von Deutschlands beliebtestem Star-Trek-Podcast "Trek am Dienstag". Er forscht beharrlich auf den Retro-Gebieten Film und Fernsehen im Allgemeinen, Star Trek im Besonderen, Kultur- und Weltgeschichte des 20. Jahrhunderts zwischen Space-Race und Mauerfall, Medienentwicklung, Kunst und Kommerz.

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    • Kommentare (1)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von Gelöschtes Mitglied 3268579 Mitglied
        Fand auch, dass es coole Artikel waren. Eure Hartnäckigkeit hat mich inspiriert, mir eine neue "Graka" zu beschaffen (GTX 1070 als Ersatz für GTX 1050) und ratet mal, sie passt nicht ins Gehäuse! Das Netzkabel, dass benötigt wird, um die Grafikkarte mit Strom zu versorgen kommt dem Schutzblech in die Quere! Ich spielte mit dem Gedanken, das Schutzblech einfach "aufzuschneiden", aber werde das lieber sein lassen. Ich werde sie aufheben, für den Fall, dass mir doch noch eine Lösung einfällt, muss mich aber erstmal geschlagen geben. PCs sind kompliziert und teuer, vor allem für Einsteiger!
      • Von Gelöschtes Mitglied 3268579 Mitglied
        Fand auch, dass es coole Artikel waren. Eure Hartnäckigkeit hat mich inspiriert, mir eine neue "Graka" zu beschaffen (GTX 1070 als Ersatz für GTX 1050) und ratet mal, sie passt nicht ins Gehäuse! Das Netzkabel, dass benötigt wird, um die Grafikkarte mit Strom zu versorgen kommt dem Schutzblech in die Quere! Ich spielte mit dem Gedanken, das Schutzblech einfach "aufzuschneiden", aber werde das lieber sein lassen. Ich werde sie aufheben, für den Fall, dass mir doch noch eine Lösung einfällt, muss mich aber erstmal geschlagen geben. PCs sind kompliziert und teuer, vor allem für Einsteiger!
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