CPU-Special: Kaufberatung und genauer Blick auf AMDs Ryzen 3 2200G sowie Ryzen 5 2400G

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CPU-Special: Kaufberatung und genauer Blick auf AMDs Ryzen 3 2200G sowie Ryzen 5 2400G
Quelle: PC Games Hardware

Nachdem AMD die ersten beiden Raven Ridge-Prozessoren, den Ryzen 3 200G sowie Ryzen 5 2400G, auf den Markt gebracht hat, ordnen wir deren Leistung anhand einiger bereits veröffentlichter Tests genauer ein. Die beiden CPUs der zweiten Ryzen-Generation sind zudem freilich auch Bestandteil unserer allgemeinen Kaufberatung zu Prozessoren, die wir ebenfalls in unserem Special bieten.

CPU-Kaufberatung und neue Ryzen-CPUs

Wir wollen euch in unserem Special eine Kaufberatung zu CPUs bieten, die zum einen einige allgemeine Tipps umfasst, zum anderen aber auch konkrete CPU-Modelle mit einem gutem Preis-Leistungs-Verhältnis zusammenfasst.

Außerdem werfen wir einen Blick auf die beiden neuen AMD Ryzen-CPUs der zweiten Generation, die vor kurzem auf den Markt kamen. Anhand einiger bereits veröffentlichter Tests analysieren wir deren Leistung - natürlich fließen die Ergebnisse dann auch in unsere Kaufberatung mit ein.

Neue AMD Ryzen-CPUs

Mit dem Ryzen 3 2200G und dem Ryzen 5 2400G hat AMD die beiden ersten neuen Ryzen-Modelle der 2000er-Generation auf den Markt gebracht - Karnevalsfans dürften den Release möglicherweise nicht ganz nüchtern mitbekommen haben, denn die beiden Prozessoren erschienen am diesjährigen Rosenmontag, der auf den 12. Februar fiel. Beide CPUs bieten vier Kerne, wobei der Ryzen 5 2400G (ab etwa 149 Euro) pro Kern zwei Threads verwalten kann, insgesamt also acht Threads. Beim AMD Ryzen 3 bleibt es bei vier Threads, dafür kostet er auch nur knappe 100 Euro. Der Ryzen 3 2200G taktet seine vier Kerne mit 3,5 Gigahertz (Turbo: 3,7 Gigahertz), der AMD Ryzen 5 2400G mit 3,6 Gigahertz (Turbo: 3,9 Gigahertz). Die technischen Daten fassen wir in einer Tabelle zusammen, in der wir zum Vergleich auch weitere CPUs eingetragen haben - zur besseren Übersicht haben wir drei Preisklassen voneinander abgegrenzt.

Modell Familie Kerne Threads Takt (Boost) Bootstakt TDP Preis ab
AMD Ryzen 3 2200G Raven Ridge 4 4 3,5 GHz 3,7 GHz 65 Watt 95 Euro
AMD Ryzen 3 1200 Summit Ridge 4 8 3,1 GHz 3,4 GHz 65 Watt 100 Euro
AMD Ryzen 3 1300X Summit Ridge 4 8 3,4 GHz 3,7 GHz 65 Watt 115 Euro
               
AMD Ryzen 5 2400G Raven Ridge 4 8 3,6 GHz 3,9 GHz 65 Watt 150 Euro
AMD Ryzen 5 1400 Summit Ridge 4 8 3,2 GHz 3,4 GHz 65 Watt 130 Euro
AMD Ryzen 5 1500X Summit Ridge 4 8 3,5 GHz 3,7 GHz 65 Watt 150 Euro
               
AMD Ryzen 5 1600 Summit Ridge 6 12 3,2 GHz 3,6 GHz 65 Watt 170 Euro
AMD Ryzen 5 1600X Summit Ridge 6 12 3,6 GHz 4,0 GHz 95 Watt 190 Euro

Ein wesentlicher Unterschied zu den bisherigen Ryzen-CPUs der 1000er-Familie ist die Tatsache, dass die beiden neuen Ryzen-Modelle eine IGP haben, also eine eigene Grafikeinheit. Für Spieler, die in aller Regel ohnehin eine separate Grafikkarte nutzen, dürfte dies aber freilich kein Faktor sein.

Leistungsfazit zu den neuen Ryzen-Modellen

Zur Leistungsbewertung haben wir uns mehrere Tests von Hardware-Redaktionen genauer angesehen, unter anderem auch die Tests von PC Games Hardware und Golem. Wichtig war uns, da die meisten unserer Leser vermutlich eine separate Grafikkarte nutzen wollen, die allgemeine Leistung im Alltag im Zusammenhang mit gängigen Programmen sowie bei Spielen mit dedizierter Grafikkarte. Für die Ergebnisse, die die Leistung der IGP der beiden 2000er-Ryzen-Modelle betreffen, empfehlen wir die beiden verlinkten Tests. Zu erwarten war im Vorfeld, dass die neuen Ryzen-CPUs mindestens die Leistung erreichen, die auch schon die bisherigen Ryzen-CPUs mit vergleichbarem Takt liefern. Genau dies ist auch der Fall: der AMD Ryzen 3 2200G ist stärker als ein AMD Ryzen 3 1200 oder 1300X, die ebenfalls vier Kerne und Threads bieten.

Gigabyte Z370 Aorus UItra Gaming 2.0 Quelle: Gigabyte Gigabyte Z370 Aorus UItra Gaming 2.0 Die Mehrleistung kann man aber zum größten Teil dem höheren Takt des Ryzen 3 2200G zuschreiben. Gleiches gilt für den AMD Ryzen 5 2400G, wenn man ihn mit anderen AMD Ryzen 5-Modellen vergleicht, wobei zu erwähnen ist, dass der Ryzen 5 2400G trotz seiner nur acht Threads dem Ryzen 5 1600X (12 Threads) nicht unterlegen ist. Wer sich sicher ist, dass vier Kerne und acht Threads für die vorgesehene Nutzungsdauer ausreichen, macht mit dem neuen Ryzen 5 2400G als Prozessor mit sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis nichts falsch. Die Sechskern-CPUs Ryzen 5 1600 und 1600X kosten 30 bis 50 Euro mehr, schneiden in Spielen aber nicht besser ab. Selbst der über 300 Euro teure AMD Ryzen 7 1800X kann hier keine Vorteile bieten. Was den Vergleich zu Intel angeht: die Abstände der neuen Ryzen-CPUs zu den Intel-Prozessoren des Sockels 1151 ähneln, wie man aus den vorigen Ausführungen leicht folgern kann, den Abständen, die auch die schon zuvor erschienenen Ryzen-CPUs der 1000er-Familie zur Intel-Konkurrenz haben. Bei auf dem Papier von den technischen Daten her vergleichbaren AMD-CPUs liegt Intel in den meisten Anwendungen und Spielen vorne - dafür sind die Intel-CPUs allerdings auch teurer.

Ganz allgemein ist der AMD Ryzen 5 2400G eine sehr gute CPU, die dank ihrer acht Threads auch für voraussichtlich sehr viele Jahre ausreichen wird, um Spiele auf hohen Details zu genießen. Der Prozessor ist perfekt für Nutzer geeignet ist, die nicht mehr als etwa 150 Euro für eine CPU ausgeben wollen - beziehungsweise nicht mehr als 230 bis 250 Euro für eine Kombination aus CPU und Mainboard. An einen Intel Core i7-7700 (vier Kerne, acht Threads) oder Core i7-8700 (sechs Kerne, 12 Threads) kommt der Prozessor nicht heran, kostet aber dafür eben auch gute 120 Euro weniger. Den AMD Ryzen 3 2200G wiederum können wir empfehlen, wenn das Budget sehr schmal bemessen ist und für CPU inklusive Mainboard keinesfalls mehr als 200 Euro verfügbar sind. Ein Intel Core i3-8100 (100 Euro) kann hierbei allerdings auch eine gute Alternative sein, wobei die passenden Mainboards für letzteren Prozessor nicht weniger als etwa 90 bis 100 Euro kosten. Den Ryzen 3 2200G könnt ihr hingegen schon mit einem Mainboard für 50 bis 60 Euro bestens versorgen und kommt sogar mit 150 bis 170 Euro für Mainboard und Prozessor aus. Hinweis: Beachtet bitte unsere Tipps zum Thema Sockel und Mainboard, die wir auf der nächsten Seite vorbereitet haben. Hier gibt es nämlich eine wichtige Information zu den beiden neuen Ryzen 2000er-CPUs, die das BIOS der geeigneten Mainboards betrifft.

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  1. Seite 1 CPU-Kaufberatung: Die neuen Ryzen 2000er-CPUs
  2. Seite 2 CPU-Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Tabelle mit empfehlenswerten CPUs
    • Kommentare (15)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von ActionNews Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Batze
        Sorry wenn ich mich ein wenig Einmische, aber der Kernel hat nix mit dem jeweiligen sogenannten "Linux" zu tun, wie @ DeathMD nachgefragt hat. Der Kernel ist überall gleich. Je nach Kompilierung. :-D
        Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
        Naja der Kernel also Linux kann schon je nach verwendeter Distribution (hier Manjaro) unterschiedlich sein. Und selbst hier unter Manjaro kann ich über den Kernel-installer mir verschiedene Kernel Versionen installieren und beim booten auswählen (ich habe momentan 4.14, 4.15 und 4.16 bei mir installiert).

        Je nach Kernel Version bringt der z.B. neuere Treiber und oder Unterstützung für neue Hardware mit oder neue Features.
      • Von ActionNews Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Batze
        Sorry wenn ich mich ein wenig Einmische, aber der Kernel hat nix mit dem jeweiligen sogenannten "Linux" zu tun, wie @ DeathMD nachgefragt hat. Der Kernel ist überall gleich. Je nach Kompilierung. :-D
        Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
        Naja der Kernel also Linux kann schon je nach verwendeter Distribution (hier Manjaro) unterschiedlich sein. Und selbst hier unter Manjaro kann ich über den Kernel-installer mir verschiedene Kernel Versionen installieren und beim booten auswählen (ich habe momentan 4.14, 4.15 und 4.16 bei mir installiert).

        Je nach Kernel Version bringt der z.B. neuere Treiber und oder Unterstützung für neue Hardware mit oder neue Features.
      • Von DeathMD Hobby-Spieler/in
        Zitat von Batze
        Sorry wenn ich mich ein wenig Einmische, aber der Kernel hat nix mit dem jeweiligen sogenannten "Linux" zu tun, wie @ DeathMD nachgefragt hat. Der Kernel ist überall gleich. Je nach Kompilierung. :-D
        Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
        Sorry, aber da irrst du dich ein wenig. Die Frage nach dem Linux hat er mir beantwortet, er verwendet Manjaro und in diesem Fall ist es zumindest wichtig, die Version des Linux Kernels zu kennen, weil erst ab 4.15 diese Ryzen mehr oder weniger unterstützt werden. Die Kernels sind auch nicht überall gleich, das fängt schon bei der eingesetzten Version an, geht bei zusätzlichen Patches und Treibern weiter und teilweise deaktivierten oder aktivierten Funktionen.
      • Von Batze Mitglied
        Sorry wenn ich mich ein wenig Einmische, aber der Kernel hat nix mit dem jeweiligen sogenannten "Linux" zu tun, wie @ DeathMD nachgefragt hat. Der Kernel ist überall gleich. Je nach Kompilierung. :-D
        Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
      • Von DeathMD Hobby-Spieler/in
        Zitat von ActionNews
        @DeathMD:
        "rcu_nocbs=0-7 amdgpu.dc=1" als kernel boot parameter scheinen das Ganze momentan stabilisiert zu haben. Bisher zumindest keine Freezes mehr (toi toi toi).
        Sehr gut! :-D Mit Arch hast du eine ganz gute Wahl getroffen, denn das bietet wohl das umfangreichste Wiki überhaupt und dank Manjaro oder Antergos (gefällt mir persönlich besser) ist die Installation auch ein Klacks.
      • Von ActionNews Gelegenheitsspieler/in
        @DeathMD:
        "rcu_nocbs=0-7 amdgpu.dc=1" als kernel boot parameter scheinen das Ganze momentan stabilisiert zu haben. Bisher zumindest keine Freezes mehr (toi toi toi).
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