CPU-Kaufberatung: Allgemeine Tipps und Tabelle mit empfehlenswerten CPUs
Nachdem AMD die ersten beiden Raven Ridge-Prozessoren, den Ryzen 3 200G sowie Ryzen 5 2400G, auf den Markt gebracht hat, ordnen wir deren Leistung anhand einiger bereits veröffentlichter Tests genauer ein. Die beiden CPUs der zweiten Ryzen-Generation sind zudem freilich auch Bestandteil unserer allgemeinen Kaufberatung zu Prozessoren, die wir ebenfalls in unserem Special bieten.
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CPUs: Kauftipps
Nachdem wir uns zuvor um die beiden neuen AMD Ryzen-2000er-CPUs gekümmert haben, starten wir mit einer allgemeinen Kaufberatung, an deren Ende wir auch konkrete Modellempfehlungen abgeben werden.
Sockel und Mainboard
Bevor wir zu konkreten CPU-Empfehlungen kommen, schauen wir uns den Themenbereich Mainboards an. Jede CPU ist für einen bestimmten Sockel geeignet, den ein passendes Mainboard folglich bieten muss. Wer sich für eine bestimmte CPU entscheidet, muss beim Mainboard also ein kompatibles Modell heraussuchen, welches den gleichen Sockel bietet. Bei AMD ist beispielsweise für die Ryzen 3, 5 und 7-CPUs der Sockel AM4 geeignet. Für die Enthusiasten-CPUs der Ryzen Threadripper-Serie ist es der Sockel TR4. Bei Intels Top-CPUs ist derzeit der Sockel 2066 aktuell und geeignet für CPUs wie den Core i7-8720K, bei der aktuellen Mainstreamreihe mit Modellen wie dem Core i7-8700 ist es der Sockel 1151.
Bei letzterem Sockel gibt es aber auch eine Besonderheit zu beachten, die seit mehreren Jahren nicht mehr vorkam: Obwohl Mainboards mit den Chipsätzen der 200er-Familie (zum Beispiel H270 oder Z270) den Sockel 1151 bieten, sind die CPUs der 8000er-Reihe inkompatibel. Für die 8000er-CPUs ist ein Mainboard mit dem Sockel Z370 erforderlich (nicht zu verwechseln mit den X370-Mainboards für den AMD-Sockel AM4). Und ein weiterer Stolperstein: die Z370-Mainboards sind wiederum trotz Sockel 1151 nicht kompatibel zu älteren Sockel 1151-CPUs wie dem Core i5-7500 oder Core i7-7700K. Beim Kauf muss man also beim Intel Sockel 1151 besonders wachsam sein.
Quelle: https://de.msi.com
MSI Z370 Gaming Pro Carbon
Bei AMD gibt es derartige Unstimmigkeiten aktuell nicht: Alle bisher für den Sockel AM4 veröffentlichten Mainboards sind kompatibel. Es ist aber möglich, dass das BIOS des Mainboards selbst bei einem Neukauf noch nicht aktuell genug ist, um einen der beiden neuen Ryzen-2000er-Prozessoren korrekt zu erkennen. Doch für dieses Problem gibt es eine Lösung: AMD will betroffenen Kunden eine CPU zusenden, mit der der Nutzer das Update durchführen kann. Ein kleiner Hinweis für diejenigen, die übertakten wollen: Bei Intels Sockel müsst ihr neben einer CPU, die ein K am Ende der Modellnummer hat, ein Mainboard mit einem Z-Chipsatz nutzen.
Mainstream- oder Enthusiasten-CPU?
Intel und AMD umwerben auch Spieler mit ihren Enthusiasten-CPUs, die meist deutlich teurer als die Modelle für die Mainstreamsockel 1151 und AM4 sind. Das Argument der Chiphersteller ist vor allem die hohe Anzahl an Kernen und Threads, die derartige CPUs bieten. Denn wer beim Spielen zusätzlich noch weitere Anwendungen geöffnet hat, was vor allem bei Spielern vorkommen kann, die ihr Spieleerlebnis auch streamen, der kann durch die hohe Zahl an verfügbaren Threads in der Tat in einigen Fällen Einbrüche beim Spielen vermeiden. Allerdings wird dieser Vorteil, der bei vielen Spielern auch gar kein wirklich merkbarer Vorteil ist, teuer erkauft.
Die CPUs mit besonders vielen Kernen sind deutlich teurer, und auch die passenden Mainboards bitten den Nutzer mehr zu Kasse als Modelle für eine Mainstream-CPU. Teilweise kann es sogar passieren, dass bei Situationen, in denen die hohe Zahl an Threads gar nicht benötigt oder vom Spiel nicht genutzt wird, die Spieleleistung unterhalb der einer Mainstream-CPU liegt. Denn die Taktwerte sind bei Enthusiasten-Prozessoren oft relativ niedrig, beziehungsweise sind CPUs mit hohem Takt abermals teurer. Unser Tipp ist daher: Selbst wenn ihr das Budget dazu hättet, solltet ihr euch genau überlegen, ob eine Enthusiasten-CPU für euch jemals sinnvoll sein kann. Auch der Gedanke, dass eine solche teure CPU ja sicher länger durchhält, greift aller Erfahrung nach sehr selten. Selbst wenn ihr die Mainstream-CPU relativ bald wechseln müsst, womit wir drei bis vier Jahre meinen, habt ihr eine Menge Geld gespart und bekommt beim Kauf der nächsten Mainstream-CPU in jedem Falle eine Leistung, die der Enthusiasten-CPU überlegen ist. Bei den folgenden Prozessorempfehlungen beschränken wir uns daher auch auf die Mainstreamsockel AMD AM4 und Intel 1151.
Prozessorempfehlungen
Wir kommen nun zu konkreten Kauftipps rund um für Spiele geeignete CPUs. Wie zuvor schon gesagt, geht es ausschließlich um Mainstream-CPUs, da viele dieser Prozessoren ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis bieten und zudem auch mit Preisen von 95 bis unter 300 Euro erschwinglich sind. Hier gibt es aktuell zwei Lager: AMD Ryzen mit dem Sockel AM4 sowie der Sockel 1151 von Intel für die CPU-Familien (nach Erscheinungsdatum geordnet) Skylake, Kaby Lake und Coffee Lake. Die älteren Skylakes spielen bei unseren Kauftipps keine Rolle mehr, und auch Kaby Lake dient nur als Lückenfüller für einige wenige Preisbereiche, in denen es keine Coffee Lake-CPUs gibt.
Wir haben alle Prozessoren, denen wir ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bescheinigen können, in einer Tabelle zusammengefasst, die ihr weiter unten finden könnt. Somit könnt ihr selber entscheiden, welche CPU am besten zu eurem Budget passt. Generell solltet ihr allerdings auf Seiten von Intel mindestens einen Core i5 wählen, am besten einen der 8000er-Familie mit sechs Kernen (sechs Threads). Bei AMD wäre ein AMD Ryzen 3 die Alternative für einen Core i5 mit vier Kernen. Die Ryzen 5-Modelle sind wiederum bereits mit den Core i7-CPUs von Intel zu vergleichen, denn sie bieten nicht nur sechs Kerne, sondern auch 12 Threads.
Quelle: PC Games Hardware
Core i7-8700K
Intels Core i7-Modelle verfügen je nach Modell über vier oder sechs Kerne und entsprechend acht oder 12 Threads. Da die Ryzen 5-CPUs aber je nach Einsatzgebiet schwächer als ein Intel Core i5 der Coffee Lake-Familie sind, lassen sie sich nicht ganz genau einordnen. Sie bieten also zum einen mehr Kerne als Intel für das gleiche Geld, sind dafür aber derzeit in den Fällen, in denen ein Spiel oder eine Anwendung die zahlreichen Threads gar nicht nutzen kann, Intel unterlegen. Zusammenfassend kann man sagen, dass die in der Tabelle von uns aufgeführten Ryzen 3 und 5-Prozessoren sowie die Coffee Lake-Modelle von Intel ihr Geld stets wert sind. Bei allen anderen CPUs hängt es auch vom Einsatzgebiet ab. So kann ein Ryzen 7 beispielsweise in manchen Fällen besser als ein Core i7 sein, aber für die meisten Spieler und Durchschnittsnutzer gilt: Entweder man greift zu einem Core i7 der 8000er-Reihe oder man spart sich einiges an Geld und wählt einen schwächeren, aber auch schon sehr starken Ryzen 5 aus. Die Ryzen 7-Modelle sind aber nur in wenigen Fällen lohnenswert, vor allem der Aufpreis von einem Ryzen 7 1700X auf den Ryzen 7 1800X lohnt sich nicht, weshalb letztere CPU in unserem Überblick auch fehlt. Was man immer bedenken sollte: Wer nicht übertakten will, der findet bei AMD schon für 60-80 Euro sehr gute Mainboards. Für einen Intel Coffee Lake-Prozessor sind aber dadurch, dass aktuell nur der Z370-Chipsatz zu den CPUs kompatibel ist, mindestens 90 Euro fällig.
| Modell | Sockel | Familie | K (T) | Takt (Boost) | Preis ab |
|---|---|---|---|---|---|
| AMD Ryzen 3 2200G | AM4 | Raven Ridge | 4 (4) | 3,5 (3,7) GHz | 95 Euro |
| Intel Core i3-8100 | 1151 | Coffee Lake-S | 4 (4) | 3,6 GHz | 100 Euro |
| AMD Ryzen 5 1400 | AM4 | Summit Ridge | 4 (8) | 3,2 (3,4) GHz | 130 Euro |
| AMD Ryzen 5 2400G | AM4 | Raven Ridge | 4 (8) | 3,6 (3,9) GHz | 150 Euro |
| Intel Core i3-8350K | 1151 | Coffee Lake-S | 4 (4) | 4,0 GHz | 160 Euro |
| AMD Ryzen 5 1600 | AM4 | Summit Ridge | 6 (12) | 3,2 (3,6) GHz | 170 Euro |
| Intel Core i5-7500 | 1151 | Kaby Lake-S | 4 (4) | 3,4 (3,8) GHz | 170 Euro |
| AMD Ryzen 5 1600X | AM4 | Summit Ridge | 6 (12) | 3,6 (4,0) GHz | 190 Euro |
| Intel Core i5-7600K | 1151 | Kaby Lake-S | 4 (4) | 3,8 (4,2) GHz | 200 Euro |
| Intel Core i5-8600K | 1151 | Coffee Lake-S | 6 (6) | 3,6 (4,3) GHz | 220 Euro |
| AMD Ryzen 7 1700X | AM4 | Summit Ridge | 8 (16) | 3,4 (3,8) GHz | 280 Euro |
| Intel Core i7-8700 | 1151 | Coffee Lake-S | 6 (12) | 3,2 (4,6) GHz | 280 Euro |
| Intel Core i7-8700K | 1151 | Coffee Lake-S | 6 (12) | 3,7 (4,7) GHz | 320 Euro |

Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
Je nach Kernel Version bringt der z.B. neuere Treiber und oder Unterstützung für neue Hardware mit oder neue Features.
Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
Das ist wieder mal, wie ich so gerne sage, Linux für Dummies. :-B
"rcu_nocbs=0-7 amdgpu.dc=1" als kernel boot parameter scheinen das Ganze momentan stabilisiert zu haben. Bisher zumindest keine Freezes mehr (toi toi toi).
"rcu_nocbs=0-7 amdgpu.dc=1" als kernel boot parameter scheinen das Ganze momentan stabilisiert zu haben. Bisher zumindest keine Freezes mehr (toi toi toi).