Internetzugang: DSL, VDSL, Kabel-TV und Funk
Ihr habt einen Internet-Anschluss oder wollt einen neuen Vertrag eingehen? Wir haben Tipps zum Router-Kauf, WLAN, Internet-Zugangsarten und VoIP-Telefonie sowie deren Einrichtung im Router-Menü.
Internet per DSL, VDSL, Kabel-TV und Funk
Derzeit findet ihr auf dem Markt drei besonders große Anbieter für Internet per Festnetz-Telefonanschluss, also DSL und VDSL: die Telekom, 1&1 und Vodafone. Zudem gibt es noch einige weitere, zum Teil auch rein regional verfügbare Anbieter wie O2 (Telefonica), die Telekom-Tochter Congstar oder als Beispiel für einen Regionalanbieter Netcologne (Kölner Region).
Quelle: TP-Link
TP-Link TD W8980B
Aber auch über einen im Haus vorhandenen Kabel-TV-Anschluss ist schnelles Internet möglich. Hier sind vor allem die beiden inzwischen zusammengehörenden Unternehmen Unitymedia und KabelBW sowie auch KabelDeutschland bekannt. Letztere gehören inzwischen mit zum Vodafone-Konzern. Bei den Kabel-TV-basierten Internetanschlüsse sind prinzipiell sehr hohe Internetgeschwindigkeiten möglich, allerdings ist es dabei schwer, einen bestimmten Speed für euren Standort auch vorherzusagen. Denn der Fernsehempfang und somit auch die Internetqualität hängt neben den Leitungen außerhalb des Hauses auch von der Technik im Wohnhaus selbst ab.
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Wie schon zuvor beschrieben, seid ihr beim Internet per Kabel-TV-Anschluss zudem auf die Router des Anbieters angewiesen. Bei einem Festnetz-Anschluss wiederum könnt ihr meist auch einen eigenen Modemrouter aussuchen. Wenn ihr nur das Standard-DSL (ADSL, bis zu 24Mbit, also DSL24000) nutzen wollt, dann müsst ihr nur gegebenenfalls auf die volle VoIP-Kompatibilität des Modemrouters achten (mehr dazu auf der folgenden Seite). Wollt ihr aber das schnellere VDSL nutzen, muss der Modemrouter auch dies explizit unterstützen. Wer weder Festnetz noch Kabel-TV zur Verfügung hat, muss in aller Regel mit einer recht mageren oder teuren kabellosen Lösung zurechtkommen.
Quelle: Zyxel
Zyxel SBG3300N
Eine moderne Möglichkeit wäre Internet per LTE. LTE ist die derzeit schnellste Mobilfunk-Lösung für normale Konsumenten - einige Anbieter bieten LTE für den lokalen Internetzugang zu Hause an, das heißt: ihr könnt den Zugang nur an euer Wohnadresse und einem relativ kleinen Umkreis nutzen, habt dafür aber was Preis und Leistung einen Vorteil im Vergleich zu einem Handy-LTE-Vertrag, da ihr ja auf die echte Mobilität verzichtet. Trotzdem sind auch diese stationären LTE-Zugänge für viele Kunden eine reine Notlösung. Denn zu einem erschwinglichen Preis habt ihr nur ein relativ kleines Datenvolumen mit schnellem Speed zur Verfügung. Zum Beispiel surft ihr bei Telekom per LTE mit 16 Mbit/s, was einem DSL16000-Anschluss für das Festnetz entspricht, für knappe 35 Euro pro Monat. Nach nur 10 Gigabyte verbrauchtem Volumen sinkt die Geschwindigkeit aber auf 384 KBit/s - das sind weniger als drei Prozent des vollen Speeds. Ihr könnt dann zwar weitere 10 Gigabyte Volumen mit schneller Geschwindigkeit nachkaufen, dies kostet aber dann knapp 15 Euro extra. Ein weiteres Hindernis: LTE gibt es noch längst nicht in ganz Deutschland.
