Leistungsanalyse des AMD Ryzen 7 9850X3D
Hier findet ihr unsere Leistungsanalyse des AMD Ryzen 7 9850X3D im Hinblick auf Gaming.
Leistungsanalyse Ryzen 7 9850X3D bei Spielen
Die große Frage beim neuen Ryzen 7 9850X3D ist an sich weniger, ob er bei Spielen ein wahrer Gamechanger im Vergleich zum Ryzen 7 9800X3D sein kann. Denn die Sache ist klar: Die 0,4 Gigahertz, um die der 9850X3D seine Kerne im Turbomodus höher takten kann, entsprechen knapp acht Prozent. Aus Erfahrung wissen wir, dass der FPS-Zugewinn bei ansonsten baugleichen CPUs im Schnitt kleiner ausfällt als das Takt-Plus. Es wird also keinesfalls eine Leistungsexplosion geben.
Bevor wir mehrere Tests zum Ryzen 7 9850X3D von Hardwareredaktionen wie auch den der PC Games Hardware analysiert haben, war unsere Einschätzung, dass die acht Prozent Taktplus im Vergleich zum Ryzen 7 9800X3D in manchen Spielen eventuell auch acht Prozent mehr FPS liefern, es aber im Schnitt eher vier Prozent sein könnten, wenn es gut für die neue CPU läuft. Getestet werden CPUs im Hinblick auf Gaming mit niedriger Auflösung und meistens auch eher niedrigen Details, um den Einfluss der Grafikkarte möglichst klein zu halten.
Was hat aber unsere Analyse, bei der wir mehrere Tests von Fachredaktionen statistisch zusammengefasst haben, für die Leistung des neuen Ryzen 7 9850X3D im Vergleich zu anderen modernen CPU ergeben? Insgesamt haben wir für viele der beteiligten CPUs mehr als 40 Einzelwerte vorliegen - allein die PC Games Hardware hat den Ryzen 7 9850X3D beispielsweise anhand von 16 Games getestet, bei Computer Base und hardwareLUXX waren es jeweils neun Titel. Das Hauptergebnis im Vergleich zwischen dem Ryzen 7 9800X3D und 9850X3D sowie Intels Top-Modell Core Ultra 9 285K fassen wir in zwei Stichpunkten zusammen:
- Der Ryzen 7 9850X3D ist im Durchschnitt etwa drei Prozent schneller als der Ryzen 7 9800X3D, wobei es erwartungsgemäß in manchen Spielen auch mal mehr als vier bis fünf Prozent sind.
- Im Vergleich zum Intel Core Ultra 9 285K beträgt der Vorsprung des Ryzen 7 9850X3D etwa 33 Prozent, auch hier aber spieleabhängig - so ist Intels Top-CPU bei Spider-Man 2 sogar ein paar Prozentpunkte schneller als der neue Ryzen-Prozessor.
Da die verschiedenen Redaktionen betreffend der CPUs, die zusätzlich zum Ryzen 7 9850X3D und 9800X3D sowie Intel Core Ultra 9 285K verwendet wurden, sich teils stark unterscheiden, verwenden wir für unsere folgende Gesamt-Leistungsübersicht die Test-Ergebnisse der PC Games Hardware und tragen insgesamt die gerundeten Werte von 13 CPUs in unsere Grafik ein:
Quelle: Antonio Funes
CPUs: Leistungsvergleich 9850X3D vs. Konkurrenz
Die Leistungswerte basieren auf den Durchschnittswerten der Spieletests. Was die Werte für die minimal auftretenden FPS-Werte angeht, also die Frage, auf welche FPS-Werte ein Spiel auch mal einbrechen kann, so sind die Abstände zwischen den CPUs ähnlich zu denen, die auch der Leistungsindex zeigt.
Strombedarf - erstaunliche Feststellung
Die X3D-CPUs gelten in Spielen als besonders effizient. Leider tanzt der neue Ryzen 7 9850X3D hier aus der Reihe - er verbraucht beim Gaming mit etwa 100 bis 110 Watt mehr als alle Core Ultra-Modelle und auch über 35 Watt mehr als der Ryzen 7 9800X3D. Die PC Games Hardware misst zum Beispiel für den Ryzen 5 7600X3D, Ryzen 7 7800X3D oder Core Ultra 5 225F unter 60 Watt, für den Core Ultra 245K und Ryzen 7 9800X3D oder auch den Ryzen 7 9700X sind es zwischen 70 und 80 Watt. Der Core Ultra 9 285K genehmigt sich mit 98 Watt etwa 10 Watt weniger als der Ryzen 7 9850X3D. Es wäre zwar denkbar, dass der recht hohe Strombedarf durch BIOS- oder Softwareoptimierung noch sinkt, aber wir fürchten, dass dies nicht der Fall sein wird. Doch was machen beispielsweise 40 Watt mehr Strombedarf aus? Nehmen wir an, ihr spielt im Schnitt zwei Stunden pro Tag, dann sind es bei einem Strompreis von 30 Cent pro KWh) etwa 8,80 Euro mehr pro Jahr bei den Stromkosten. Nutzt ihr die CPU dann fünf Jahre, wird sie also indirekt um mindestens 44 Euro teurer.
