AMD Radeon RX 7900 XT und XTX: Leistung, Technik und Preis-Leistung unter der Lupe
AMD hat die neue RDNA3-Architektur für Grafikkarten auf den Markt gebracht, und zwar in Form der Radeon RX 7900 XT und 7900 XTX als direkte Konkurrenz zur Nvidia GeForce RTX 4080. Wir blicken auf die Technik, haben die Leistung anhand von mehreren analysierten Tests ermittelt und bewerten auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.
Nachdem Nvidia in puncto Grafikkarten bereits vorgelegt und die neue Ada Lovelace-Generation in Form der GeForce RTX 4080 sowie RTX 4090 auf den Markt gebracht hatte, gibt es nun auch neue Grafikkarten von AMD. Seit Dienstag, dem 13. Dezember, sind die beiden neuen Reihen Radeon RX 7900 XT und Radeon RX 7900 XTX zu haben. Das Team Red möchte mit den neuen 3D-Beschleunigern vor allem die Nvidia GeForce RTX 4080 angreifen. Das Flaggschiff RTX 4090 scheint zu weit weg zu sein, denn Nvidia hat einen enormen Leistungsschub geschafft. Allerdings ist das Preis-Leistungs-Verhältnis der GeForce RTX 4090 jenseits von Gut und Böse, so dass nur echte Fans oder aber professionelle Anwender zugreifen sollten.
Auch die GeForce RTX 4080 ist für ihre Leistung im Vergleich zu Modellen wie der AMD Radeon RX 6900 XT viel zu teuer, obwohl sie in Relation gesehen nicht ganz so schlecht beim Preis-Leistungs-Verhältnis wie die RTX 4090 abschneidet. Genau hier möchte AMD ansetzen und zwei ähnlich starke Grafikkarten zu einem im Vergleich zu Nvidia deutlich besseren Preis im Portfolio haben. Ob dies gelingt, haben wir für unser Special analysiert.
Dabei haben wir mehrere bereits veröffentlichte Tests von Fachredaktionen statistisch zusammengefasst, um gute Durchschnittswerte zu erhalten. Wir blicken dabei freilich auch auf die Frage, wie es beim Preis-Leistungs-Verhältnis der Radeon RX 7900 XT und RX 7900 XTX aussieht, und auch der Strombedarf ist ein Thema. Doch zuerst schauen wir uns die technischen Daten der beiden neuen AMD-Grafikkarten an.
Radeon RX 7900 XT und 7900 XTX: Die Technik
Die Namensvergabe von AMD ist leider etwas unglücklich, denn als Käufer übersieht man möglicherweise leicht, dass es eine Radeon RX 7900 XT und XTX gibt. Dabei sind auf technischer Seite wichtige Unterschiede vorhanden: Die XTX-Version hat 96 Compute Units und 6144 FPS32-ALUs (früher auch als Shadereinheiten bezeichnet), die Taktwerke betragen beim Basistakt 2300 MHz sowie beim Boost 2500 MHz.
Die XT-Version hingegen hat gut 14 Prozent weniger Compute Units und FP32-ALUs, beim Takt beträgt die Basis nur 2000 MHz, was 300 MHz oder auch 15 Prozent weniger als bei der XTX sind. Im Boost liegt der Abstand mit 2400 MHz bei nur 100 MHz. Auch beim DDR6-RAM gibt es Unterschiede: 24GB mit einer Datenrate von 960 GB/s sind es bei der RX 7900 XTX. Bei der RX 7900 XT sind es 20GB mit nur 880 GB/s Datendurchsatz, was allerdings nicht wenig ist. Nvidias GeForce RTX 4080 bietet hier 16GB mit 717 GB/s, allerdings GDDR6X-RAM. Hier die Daten der insgesamt vier neuen AMD- und Nvidia-Grafikkarten sowie der Radeon RX 6900 XT als Vergleich:
| Modellreihe | RX 7900 XTX | RX 7900 XT | RX 6900 XT | RTX 4090 | RTX 4080 16GB |
|---|---|---|---|---|---|
| GPU | Navi 31 | Navi 31 | Navi 21 | AD102 | AD103 |
| Transistoren | 57,7 Mrd | 57,7 Mrd | 26,8 Mrd | 76,3 Mrd. | 45,9 Mrd |
| Fläche | 300 qmm | 300+37 qmm | 519 qmm | 609 qmm | 379 qmm |
| FP32-ALUs | 6144 | 5376 | 5120 | 16384 | 9728 |
| Basistakt | 2300 MHz | 2000 MHz | 2015 MHz | 2230 MHz | 2210 MHz |
| Boosttakt | 2500 MHz | 2400 MHz | 2250 MHz | 2520 MHz | 2510 MHz |
| RAM-Menge | 24GB GDDR6 | 20GB GDDR6 | 16GB GDDR6 | 24GB GDDR6X | 16GB GDDR6X |
| RAM-Anbindung | 384 Bit | 336 Bit | 256 Bit | 384 Bit | 256 Bit |
| RAM-Bandbreite | 960 GB/s | 880 GB/s | 512 GB/s | 1008 GB/S | 717 GB/s |
| TDP | 355 Watt | 315 Watt | 300 Watt | 450 Watt | 320 Watt |
Allein an den technischen Daten kann man natürlich nichts ablesen - da aber die RX 7900 XT und RX 7900 XTX beide die neue GPU Navi 31 mit der ebenfalls neuen RDNA3-Architektur nutzen, lässt sich anhand eines Vergleichs ein Unterschied von etwa 15 Prozent vermuten. Ob dies zutrifft, sehen wir gleich in unserer Analyse.
Allerdings möchten wir an dieser Stelle zuerst auf die neue Architektur RDNA3 eingehen. Denn eine Besonderheit ist die Chiplet-Bauweise, bei der die GPU nicht mehr aus einem einzigen Block besteht, sondern in Module unterteilt ist: Es gibt einen GCD (Graphics Computer Die) sowie die MCDs (Memory Cache Dies).
Ein Vorteil dabei sind die Kosten, unter anderem, da man die Dies je nach Bedarf kombinieren kann, zum anderen auch, da man bei einem Fehler bei einem der Bauteile nicht direkt die komplette GPU abschreiben muss. Es gibt aber auch einen Nachteil, den AMD auch selbst offen anspricht:
Die Kommunikation mit dem RAM ist nicht so gut wie bei einer monolithischen Bauweise, was AMD mit einem hohen Takt ausgleichen will, der aber trotzdem nicht über dem von Nvidias 4000er-Modellen liegt. Am Ende ist natürlich für die Käufer wichtig, was die Grafikkarte leistet und was sie im Laden kostet. Zur Leistung kommen wir direkt als Nächstes.

Also die "Experten" die ich so lese und sehe beklagen alle seit Jahren nun die Preise und weisen mehr als ausdrücklich darauf hin wo - ihrer Meinung nach - bestimmte Modelle ein nicht passendes Preis/Leistungsverhältnis haben, insofern kann ich da nix erkennen wo die dem "Kartell" in die Hände spielen. Und was letzteres angeht.. die brauchen da nix kartellmäßig absprechen. Warum sollten sie. Nvidia hält die Preise hoch, die Ware verkauft sich offensichtlich trotzdem, AMD preist dann noch den üblichen Respektabstand zu Nvidia ein, fertig ist die Preisbildung. Warum sollten sie tiefer gehen, zumal sie von den neuen Karten ja noch gar nicht so viel liefern können und die Top-Line sich eh ausverkauft.
Wäre doch wirtschaftlich unvernünftig. Und die Karten, die sich nicht so gut verkaufen, werden schon im Preis sinken, wie die 7900XT, sobald die in ausreichender Stückzahl verfügbar ist.
Auf "alte" Preise darf man natürlich nicht mehr hoffen, was immer man da auch erwartet, dafür wird schon die Inflation sorgen, momentan auch in Zusammenspiel mit dem US Dollar Wechselkurs.
Aber immerhin, eine RX6700XT bekommt man z.B. gut verfügbar für unter 500 Euro, und das ist doch eine recht performante Mittelklasse Karte. Sie liegt jetzt immerhin wieder recht gut beim anvisierten UVP, dreh mal ein paar Monate zurück da haben die Leute für die gleiche Karte um die 1000 Euro zahlen müssen weil nie was da war.
Insofern freue ich mich erstmal wieder dass man überhaupt wieder Karten bekommt zu einem halbwegs realistischen Preis, früher musstest du ja gefühlt neben den Drogenhändlern stehen um eine Karte für ein Vermögen an der virtuellen schmutzigen Straßenecke zu kaufen.